#MeinKlassiker (35): Herbert liest … Lady Chatterley – Erosion, Emotion und Erotik

Für mich war dies einer der ersten Blogs, denen ich „begegnet“ bin: Herbert zählt für mich zu den „Urgesteinen“ in der Blogosphäre. Er betreibt das Schreiben über Literatur mit wahrer Leidenschaft: Seine Leseinteressen sind vielfältig, seine Besprechungen mannigfaltig. Der Blog aus.gelesen ist eine wirkliche Fundgrube für alle wilden Leser: Da findet man Rezensionen zu Klassikern, zu […]

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Die Verschollene Generation – Bericht vom KunstSalon am Dienstag – Gast Birgit Böllinger und Regine Sondermann bei Susanne Haun

Ursprünglich veröffentlicht auf Susanne Haun:
? Gestern waren wir beim 13. KunstSalon am Dienstag in großer Runde. ? Kunstsalon am Dienstag zum Thema verschollene Generation (c) Foto von Susanne Haun ? Um Struktur in den Ablauf des Salons zu bekommen, habe ich dieses Mal mit Birgit ein Programm ausgearbeitet, das ich gerne hier…

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Isaac B. Singer – Die Freiheit will Liebe.

„Die Bibel und der Talmud sind voll von Sex-Stories. Wenn diese Heiligen sich nicht dessen schämen, warum soll ich es tun, ich bin doch kein Heiliger? Wenn es einen Gott gibt, so stelle ich ihn mir als einen Liebhaber vor. Gemäß der Kabbala lieben alle Seelen im Himmel.“ Isaac B. Singer Hadern mit Gott, ringen […]

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Isaac B. Singer: Feinde, die Geschichte einer Liebe (1966).

„Ich schäme mich nicht zu gestehen, daß ich zu jenen zähle, die sich einbilden, Literatur könne neue Horizonte und Perspektiven erschließen – philosophische, religiöse, ästhetische und auch soziale. Die Geschichte der alten jüdischen Literatur kannte keinen Unterschied zwischen Dichter und Propheten. Nicht selten wurde unsere alte Dichtung zum Gesetz, zum Leben selbst.“ Dies sagte Isaac […]

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Leipzig, Berlin, Zwickau. Und die Friseur sitzt nicht.

Es ist zum Haare raufen: Ich brüte dieser Tage öfter vor dem Programm der Leipziger Buchmesse und merke, man müsste sich vierteilen können. Mindestens. Der Verabredungen und Verlockungen sind viele. Während ich noch völlig ungeplant auf diesen Frühjahrs-Höhepunkt für Buchleute zusteuere, stehen zwei weitere Termine, auf die ich euch aufmerksam machen will, felsenfest. Am Dienstag, […]

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#meinebücherei (5): „Irgendjemand will, dass wir schlau sind“ – die Stadtbücherei Bad Harzburg

Ich war am vergangenen Freitag in der Augsburger Stadtbibliothek, um Wilhelm Genazino zu lauschen – wunderbar, wie der „Tarzan am Main“ mit trockenem, leisen Humor über das Schreiben plauderte. Neben der Lesung aus Genazinos jüngstem Roman umfasste der Abend ein „Literarisches Quartett“ mit Journalisten, einem Buchhändler und meinem Augsburger Bloggerkollegen Marius Müller, dessen Blog ich […]

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Hans Fallada/Hans-Jürgen Gaudeck: Ich weiß ein Haus am Wasser (2017)

„Ich war mit dem damals wohl knapp Vierjährigen über den kleinen in den großen Mahlendorfer See gerudert, und dort hatten wir auf einer jener kleinen, buschigen Inseln angelegt, die das ganze Jahr hindurch fast nie eines Menschen Fuß betritt. Ich liebe solche Inseln, sie erinnern mich immer an die Robinson-Träume meiner Knabenjahre. Wurde damals eine […]

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Sag mal an Daniel: Roofen oder Schreiben – was ist Fiktion, was Realität?

Daniel Faßbender hat mich mit „Die weltbeste Geschichte vom Fallen“ begeistert. Das Manuskript um einen jungen Mann, der sich in der Roofer-Szene bewegt, hatte es mir vom ersten Satz an angetan – und so wurde dieser Roman mein Favorit für den Literaturpreis Blogbuster. Weil der Text selbst von einer so ungewöhnlichen Szene erzählt, haben Daniel […]

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#Blogbuster: Ein Interview über den Dächern von Köln

Daniel Faßbender und ich waren uns ziemlich schnell einig: Für sein ungewöhnliches Manuskript wollten wir auch ein außergewöhnliches Interview. Wie „Die weltbeste Geschichte vom Fallen“ am besten vorstellen? Daniel tat das, worum es im Buch unter anderem geht: Roofen. Er kletterte in Köln auf ein ziemlich hohes Dach und beantwortete von dort meine Fragen. Weil […]

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#lithund: Sándor Márai und sein Hund mit Charakter

Cave canem! Achtung, werter Leser! Hier folgt eine Hundegeschichte. Eigentlich müßte man in Erfahrung bringen, welche Art von Schwäche es ist, die Schriftsteller, selbst die anspruchvollsten unter ihnen, im Laufe ihres Schaffens gelegentlich dazu verleitet, dem Menschen, ihrem ewigen und erhabenen Modell, den Rücken zu kehren und die Aufmerksamkeit den weiter unten angesiedelten Statisten der […]

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#MeinKlassiker (34): Die Buddenbrooks – eine Familie verfällt und lebt doch für immer weiter

Unzählige Male wieder aufgelegt, gelesen und besprochen, mehrfach verfilmt, aber auch immer wieder als „überholt“ und „überschätzt“ geschmäht – und dennoch: Die „Buddenbrooks“ ist einer der großen Romane der deutschen Literatur. Und es ist schön, dass er – und mit diesem, seinem ersten Roman – nun auch Thomas Mann in der Reihe #MeinKlassiker angekommen ist. […]

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Hans Fallada: Kleiner Mann, mit Größe gescheitert. Zwei neue Biographien.

„Rudolf Ditzen nannte sich Fallada nach dem höchst unheimlichen Märchen, darin der abgehauene, an der Wand hängende Kopf eines Pferdes namens Fallada zu sprechen beginnt. Märchenleser erinnern sich gewiss der Zeile „Oh Fallada, da du hangest“ als einer der erschreckendsten und mysteriösesten Klagen des Märchengutes. Die Wahl des geisterhaften Pseudonyms erscheint mir als typisch für […]

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Lindau: Hölderlins geweihete Pforte

Freilich wohl! das Geburtsland ists, der Boden der Heimat, Was du suchest, es ist nahe, begegnet dir schon. Und umsonst nicht steht, wie ein Sohn, am wellenumrauschten Tor‘ und siehet und sucht liebende Namen für dich, Mit Gesang ein wandernder Mann, glückseliges Lindau! Eine der gastlichen Pforten des Landes ist dies, Reizend hinauszugehn in die […]

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#MeinKlassiker (33): Die Entdeckung der Empfindsamkeit mit „Anton Reiser“

Bei Ludger Menke – hier sein Beitrag zu den #VerschämtenLektüren – war ich wegen seines Alias „Krimiblogger“ und seiner Vorliebe für englische Literatur auf alles gefasst. Ja, eigentlich hätte ich auf Charles Dickens getippt. Und wieder wurde ich ziemlich überrascht – mit einem Klassiker aus der Feder von Karl Philipp Moritz. Als mich Birgit Boellinger […]

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Marco Kerler: Volkslyrik (2016)

Befürchtung (Für mich) Ich träumte von einer Messe auf der ich einen Stand hatte Und Leute in Scharen kamen damit ich ihnen Gedichte schreibe Nun sitze ich alleine hier kleiner Stand auf einer Messe und schreibe keine Gedichte damit ich mehr von Ihnen träume Marco Kerler, aus: „Volkslyrik“, edition dreiklein, 2016 Über den türkischen Schriftsteller […]

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