Schlagwort: Richard Yates

Richard Yates: Eine letzte Liebschaft.

„Betty“, sagte Miller. „Tust du mir einen Gefallen?“ Er beobachtete, wie sich ihr Stirnrunzeln im Licht der vorbeigleitenden Straßenlaterne in einen gekränkten Blick verwandelte. „Halt den Mund. Halt bitte einfach den Mund.“ Richard Yates, „Eine letzte Liebschaft. Short Storys“, Deutsche Verlags-Anstalt, 2016. Eins und doppelt möchte man sein. Die romantische Idee des Ineinander-Verschmelzens, die regelmäßig

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Richard Yates: Eine strahlende Zukunft (1984).

  „Scheiß auf die Kunst“, sagte sie. „Das meine ich ernst, Michael. Scheiß auf die Kunst, okay? Ist es nicht witzig, daß wir ihr ein Leben lang nachgejagt sind? Daß wir unbedingt all denen nahestehen wollten, die sie zu begreifen schienen, als könnte uns das weiterhelfen; daß wir nie aufhörten, uns zu fragen, ob sie

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Lucia Berlin: Was ich sonst noch verpasst habe (2016)

„Mein Leben begann ruhig, ich wohnte in Bergbaustädten und zog zu oft um, um Freunde zu haben. Ich suchte mir einen Baum oder einen Platz in einem alten verlassenen Hüttenwerk und saß in der Stille. Meine Mutter las normalerweise oder schlief, und so sprach ich meistens mit meinem Vater. Sobald er zur Tür hereinkam oder

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Richard Yates: Cold Spring Harbor (1986/2015).

„Filme waren wunderbar, denn sie holten einen in eine andere Welt und gaben einem zugleich das Gefühl, vollständig zu sein. In der Realität konnte einen alles auf Schritt und Tritt daran erinnern, dass das eigene Leben verknäuelt und gefährlich unvollständig war, der Schrecken stets kurz davor, von einem Begriff zu ergreifen, doch in der kühlen,

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