Schlagwort: Heinrich Heine

Von der Eifersucht, dem grünäugigen Monster.

Der Brief, den du geschrieben Der Brief, den du geschrieben, Er macht mich gar nicht bang: Du willst mich nicht mehr lieben, Aber dein Brief ist lang. Zwölf Seiten, eng und zierlich! Ein kleines Manuskript! Man schreibt nicht so ausführlich, Wenn man den Abschied gibt. Heinrich Heine Recht hat er, der gute Heine, wie meist,

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Roger Willemsen: Deutschlandreise (2002)

Der Pabba bestellt sich einen Champagner Rosé, dreht sich zu den Umsitzenden wie einer jener Hartgummi-Cowboys, die sich nur noch um die eigene Taille drehen können, und setzt noch einen drauf: noch die Blattsalade mit Tausend-Eiland-Dressink und die Flasch Wasser. Herrlich, so ein Sonntag in der Fußgängerzone Heidelberg, findet er und eröffnet das Gespräch mit

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Heinrich Heine – Das Hohelied

Des Weibes Leib ist ein Gedicht, Das Gott der Herr geschrieben Ins große Stammbuch der Natur, Als ihn der Geist getrieben. Ja, günstig war die Stunde ihm, Der Gott war hoch begeistert; Er hat den spröden, rebellischen Stoff Ganz künstlerisch bemeistert. Fürwahr, der Leib des Weibes ist Das Hohelied der Lieder; Gar wunderbare Strophen sind

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Heinrich Heine: Shakespeares Mädchen und Frauen (1838).

„Es wird mir flau zu Mute, wenn ich bedenke, dass er am Ende doch ein Engländer ist, und dem widerwärtigsten Volke angehört, das Gott in seinem Zorne erschaffen hat. Welch ein widerwärtiges Volk, welch ein unerquickliches Land! Wie steifleinen, wie hausbacken, wie selbstsüchtig, wie eng, wie englisch!“ Heinrich Heine, „Shakespeares Mädchen und Frauen“, erstmals erschienen

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Klett-Cotta: Das gelobte Land der Dichter (2009).

„Ew. Hochwohlgeb. beehre ich mich, beiliegenden Aufsatz für das Morgenblatt zu überschicken. Ich wohne schon seit 6 Wochen hier am Rhein und warte mit Sehnsucht auf das erste Dampfschiff, um die Fahrt mitzumachen und feierlich zu beschreiben. Aber es ist bist jetzt noch keines erschienen. Sie würden mich sehr verbinden, wenn Sie mich wissen ließen,

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Die gute Stube von Goethe, Schiller, Herder und Wieland

Zu gerne hätte ich da einmal ein Gespräch belauscht, wenn sich Goethe, Schiller, Herder und Wieland in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar zum plaudern und philosophieren getroffen haben. Ging es wirklich immer hochgeistig zu unter dem „Vierergestirn der Weimarer Klassik“? Oder wurde auch mal was ganz Profanes besprochen? So etwa: Goethe: „Jungs, mir

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Kurt Tucholsky. In dunklen Zeiten ist der Konjunktiv ein Trost.

„Rheinsberg“ und „Schloß Gripsholm“ – zwei so heitere Bücher vor düsterer Kulisse. Die zeigen, wie modern (auch der heitere) Kurt Tucholsky immer noch ist.