Schlagwort: Truman Capote

Kurz&knapp: Neuerscheinungen 1/2016

Bittermann, Klaus: „Sid Schlebrowskis kurzer Sommer der Anarchie und seine Suche nach dem Glück“ (2016): Deutsche Provinz in den 1970er-Jahren: Der Zufall bringt die beiden Ausreißer Nancy von Westphalen, 16 Jahre alt, der die snobistische Adelsfamilie aufgrund ihres Hangs zum ausgiebigen Fluchen ein Tourette-Syndrom andichtet, und Sid, Sohn eines trinkenden und prügelnden Möchtegern-Boxers zusammen. Sie

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Kurz&knapp besprochen

Felix Timmermans: „Pallieter“ (1916) „Melke den Tag!“ – das ist das Lebensmotto des flämischen Bauern Pallieter. Ein Genussmensch, ein Tagmelker, ein Springinsfeld, der mit sich und der Natur im Einklang lebt. Mit diesem Buch – mehr eine Anekdotensammlung als ein Roman – schuf der flämische Autor Felix Timmermans (1886 – 1947) ein Manifest des Vitalismus:

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Harper Lee: Gehe hin, stelle einen Wächter (2015).

„Dr. Finch streckte die Beine aus. „Es ist ziemlich kompliziert“, sagte er, „und ich möchte nicht, dass du dem leidigen Irrtum verfällst, dir auf deine Komplexe etwas einzubilden – du würdest uns damit bis ans Ende unserer Tage langweilen, also lassen wir die Finger davon. Die Insel eines jeden Menschen, Jean Louise, der Wächter eines

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George Plimpton: Truman Capotes turbulentes Leben (2014).

„Ich habe vor Jahren schon gesagt, dass Truman in unserer Generation derjenige mit dem besten Stilgefühl war. Er hatte ein wunderbares Ohr für Poesie. Aber er hatte nicht sonderlich viel Verstand. Ich weiß nicht, ob er sich jemals auch nur eine Minute lang mit einer größeren Idee beschäftigt hat. Er schrieb zwar sehr poetisch, aber

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