Schlagwort: Hermann Hesse

Thomas Lang: Immer nach Hause (2016).

„Er verspürt kein Bedürfnis, seine stehen gebliebene Welt wieder aufzuziehen. Deshalb begegnet ihm auch nicht die Frage, ob er überhaupt den Schlüssel dazu besitzt. Ab und zu weht ein Hauch von der wärmeren Welt hinter den sieben Bergen herein, die er wieder verliert. Leichter Föhn, der den Wachsmann nicht zum Schmelzen bringen kann, ihn höchstens

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Lesezeichen von: René Descartes

„Um die Wahrheit zu finden, muss einmal im Leben an allem, soweit es möglich ist, gezweifelt werden.“ René Descartes (1596 – 1650). Ich gehöre noch zu den altmodischen Leuten, die ihre Termine nicht allein in ein Smartphone oder den PC tippen, sondern tatsächlich noch zusätzlich einen echten Papierkalender führen. Umso neugieriger wurde ich, als Susanne Haun,

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Adolf Muschg: Glasperlenspiel und Lebenskunst (2016)

  „Ich wüßte keinen deutschsprachigen Dichter des unseligen 20. Jahrhunderts, welcher der Heiligsprechung grundsätzlicher widerstrebte. Er hat sie nicht nötig, auch wenn er Gutgläubige manchmal selbst dazu verleitet hat. Aber es sind seine Widersprüche, die ihn immer noch lebendig machen.“ Adolf Muschg, „Glasperlenspiel und Lebenskunst“, Collection Montagnola, 2016. Hermann Hesse ist einer jener Autoren, die

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Brief und Geheimnis und Bloggerpost.

Liebe Leute, ein schöner Nebeneffekt des Bloggens ist: Ich bekomme seither viel mehr Post. Also ECHTE Post, nicht allein die digitale. Zum Leidwesen meiner Briefträgerin – dicke Verlagsvorschauen, unverlangt zugesandte Manuskripte (bitte nicht mehr schicken!), aber vor allem flutschen zwischen einigen Bloggern die Buchpakete hin und her. Ich finde das so einen erfreulichen Kreislauf –

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Unterwegs mit Mörike: Schön blau. Und lau.

’S leit a Klötzle Blei glei bei Blaubeira, glei bei Blaubeira leit a Klötzle Blei. Nun, da der Frühling erste zartesblaueste Bändchen flattern lässt, ganz, ganz zarteralszartblaue noch, zog es mich in die Natur. Sämtliche Mutterbusen-Metaphern erspare ich mir und den Lesern: Dafür ist die Schwäbische Alb viel zu harsch und herb gebaut. Kindheitsgefühle werden

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Felicitas Andresen: Sex mit Hermann Hesse (2015).

„Steppenwolf“ ist scheiße, sage ich. er guckt hochnäsig wie immer. es ist das buch über einen jammernden neurotischen verklemmten spießer auf abwegen. sag jetzt nicht, das soll es ja auch sein. du hast nicht das thema verfehlt. im gegenteil, du hast es übererfüllt. du hast einen jammernden neurotischen verklemmten spießer mit einer jammernden neurotischen verklemmten

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Kloster Maulbronn: Hier kam Hermann Hesse unters Rad.

„Im Nordwesten des Landes liegt zwischen waldigen Hügeln und kleinen stillen Seen das große Zisterzienserkloster Maulbronn. Weitläufig, fest und wohl erhalten stehen die schönen alten Bauten und wären ein verlockender Wohnsitz, denn sie sind prächtig, von innen und außen, und sind in den Jahrhunderten mit ihrer ruhig schönen, grünen Umgebung innig zusammengewachsen. Wer das Kloster

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Literarische Orte: Hermann Hesse im Tessin

Kennst du das auch, dass manchesmal Inmitten einer lauten Lust, Bei einem Fest, in einem frohen Saal, Du plötzlich schweigen und hinweggehen musst? Ein fotografischer Gastbeitrag von Rose Böttcher. 1919 fand Hermann Hesse für sich einen Rückzugsort: Montagnola im Tessin. Seit einigen Jahren gibt es nahe bei der Casa Camuzzi, in der Hesse bis 1931

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