Schlagwort: Kriminalliteratur

Mukoma wa Ngugi: Black Star Nairobi (2013)

„Überlegt doch mal, meine Freunde, wir haben Katastrophenprogramme für fast alles: Epidemien, Überschwemmungen, Hurrikans, Flächenbrände – aber nicht für politische Katastrophen. Menschen verhungern infolge schlechter Politik, die Malaria ist nicht ausgerottet wegen schlechter Regierungsarbeit, und dann gibt es diesen Krieg. Deswegen greifen wir ein. Wir kümmern uns um politische Desaster, bevor sie stattfinden“, sagte er

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#MeinKlassiker (28): Gunnar und sein kriminell guter Klassiker von Eric Ambler

„Genreliteratur“: Was eigentlich nur die inhaltliche Klassifikation erleichtern sollte, dient leider oft genug auch als Qualitätsaussage. Wo Genre draufsteht, kann keine gute Literatur drin sein – so lautet häufig der Kurzschluss hierzulande. Das trifft alle Genres – auch die Kriminalliteratur, die oftmals in die reine Unterhaltungsecke gesteckt wird. Dabei gab und gibt es hochklassige (Krimi-)Autorinnen und Autoren,

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Song Dog & Steam Pig: Kriminell gut, entlarvend düster – südafrikanischer Thrill

„Einer sagte, Captain Bronkhorst fürchte wohl, schlecht dazustehen, falls er die Person nicht dingfest machen konnte, die für die Explosion verantwortlich war. Aber später sagte Mtetwa, der Bantu-Sergeant, nein, das sei es nicht. Er hätte mit einem früheren CID-Kollegen in Trekkersburg gesprochen und gehört, Captain Bronkhorst sei mit einer sehr wichtigen Ermittlung betraut und müsse

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Andreas Föhr: Eisenberg (2016)

Ein Gastbeitrag von Florian Pittroff, http://www.flo-job.de Die Tegernsee-Krimis von Andreas Föhr habe ich verschlungen und war deshalb anfänglich doch eher skeptisch – warum jetzt was Neues? Kommissar Wallner und sein ewig grantelnder Kollege, Polizeiobermeister Kreuthner kommen doch gut an. Lokalkolorit, Spaß und doch spannende Krimilektüre. Jetzt also Frau Dr. Rachel Eisenberg. Die Ermittlerin diesmal eine

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Miroslav Nemec: Die Toten von der Falkneralm (2016)

Miroslav Nemec, den viele als Ivo Batic aus dem Münchner „Tatort“ kennen, hat einen Krimi geschrieben. Dass er sich nun – ganz als er selbst – zur Hauptfigur seines Romans macht und dabei natürlich in Sachen Mord ermittelt, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Nemec soll bei einem „Mörderischen Wochenende“ aus einem Krimi von Henning Mankell

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Donald Ray Pollock: Das Handwerk des Teufels (2012).

– Ein Gastbeitrag von Bernd Hohlen – Arvin Russels Vater Willard gibt seinem Sohn zwei Sätze mit auf den Weg. Der Erste: »Wenn  das nächste Mal einer mit dem Mist anfängt, dann will ich, dass du es zu Ende bringst«. Der Zweite: »Du musst nur den richtigen Augenblick abwarten«. Um diese zwei Aussagen zu beherzigen,

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Friedrich Ani: Der einsame Engel (2016)

Friedrich Ani bei „Literatur im Biergarten“ in Augsburg im Sommer 2015. © flo-job büro Ein Beitrag von Florian Pittroff Den Deutschen Krimi Preis gewinnt Friedrich Ani in Serie – so wie zuletzt im Januar mit dem Roman „Der namenlose Tag“, erschienen bei Suhrkamp. „Wie war dein Wochenende?“, fragte sie, und obwohl sie keine Antwort erwartete,

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