Schlagwort: Frankreich

Honoré de Balzac: Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken

„Dieser Kritiker ist mit einem Wort beschrieben: Langeweile. Der Junge langweilt sich und versucht, alle anderen mitzulangweilen. Sein Ausgangspunkt ist der Neid; aber er verleiht seinem Neid und seiner Gelangweiltheit Format.“ Ordnung: Kritiker; Gattung: Der große Kritiker; Art: Der Scharfrichter „Frankreich hat den größten Respekt vor allem, was langweilt. Darum gelangt der Vulgarisator im Nu

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Andreas Föhr: Eisenberg (2016)

Ein Gastbeitrag von Florian Pittroff, http://www.flo-job.de Die Tegernsee-Krimis von Andreas Föhr habe ich verschlungen und war deshalb anfänglich doch eher skeptisch – warum jetzt was Neues? Kommissar Wallner und sein ewig grantelnder Kollege, Polizeiobermeister Kreuthner kommen doch gut an. Lokalkolorit, Spaß und doch spannende Krimilektüre. Jetzt also Frau Dr. Rachel Eisenberg. Die Ermittlerin diesmal eine

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Von der Eifersucht, dem grünäugigen Monster.

Der Brief, den du geschrieben Der Brief, den du geschrieben, Er macht mich gar nicht bang: Du willst mich nicht mehr lieben, Aber dein Brief ist lang. Zwölf Seiten, eng und zierlich! Ein kleines Manuskript! Man schreibt nicht so ausführlich, Wenn man den Abschied gibt. Heinrich Heine Recht hat er, der gute Heine, wie meist,

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Erika und Klaus Mann: Das Buch von der Riviera (1931).

„Entschuldigen Sie, wir haben Sie ein bißchen kreuz und quer geführt, Ihnen zwar im Vorübergehen manches gezeigt, aber es war kein rechtes System drin. – Wo esse ich? Wo wohne ich? Wo trinke ich meinen Cocktail? Wo kaufe ich mir einen Kragen? Wo tanze ich? Wo langweile ich mich? Wo gebe ich, um Gottes willen,

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Heinrich Heine: Shakespeares Mädchen und Frauen (1838).

„Es wird mir flau zu Mute, wenn ich bedenke, dass er am Ende doch ein Engländer ist, und dem widerwärtigsten Volke angehört, das Gott in seinem Zorne erschaffen hat. Welch ein widerwärtiges Volk, welch ein unerquickliches Land! Wie steifleinen, wie hausbacken, wie selbstsüchtig, wie eng, wie englisch!“ Heinrich Heine, „Shakespeares Mädchen und Frauen“, erstmals erschienen

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Die „Zeit“ meint: Diese Bücher überdauern die Zeit.

Da behaupte noch mal einer, auf „die Blogger“ höre niemand: Kaum tauschen Maren und ich uns aus über die Frage, ob es auch für jüngere Leser (Mitt-Dreißiger und drunter) so etwas wie einen literarischen Kanon gibt (nachzulesen ist das „Gespräch“ unter den „Lese-Omas“ bei meinen zehn Fragen zu Büchern), da startet die ehrwürdige Zeit dieses

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