Schlagwort: Musik

Lebensbücher. Julio Cortázar und ich lauschen den Klängen von Charlie Parker

Für Julio Cortázar war der Tango die Musik für das Leben, der Jazz für die Literatur. Er widmete einem Jazzmusiker einen Roman: Charlie „Bird“ Parker.

Tod und Amüsement in Davos und München

Lebewohl, Hans Castorp, des Lebens treuherziges Sorgenkind! Deine Geschichte ist aus. Zu Ende haben wir sie erzählt; sie war weder kurzweilig noch langweilig, es war eine hermetische Geschichte. Wir haben sie erzählt um ihretwillen, nicht deinethalben, denn du warst simpel. Aber zuletzt war es deine Geschichte; da sie dir zustieß, mußtest du`s wohl irgend wohl

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Verschämtes in Noten

Irgendwie waren die „Verschämten Lektüren“ als amüsante Episode der Bloghistorie etwas in Vergessenheit geraten. Und dann plötzlich dieser Paukenschlag: Pagophila und Tikerscherk liessen sich von der Schamleserei inspirieren und verweisen auf „verschämtes“ Liedgut, das gemeinhin unter „Schmalzverdacht“ steht. Die Kommentare und Bekenntnisse dazu auf ihren Blogs sind einfach köstlich – und zeigen: Mit der einen

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Bruce Chatwin: Traumpfade (1987).

Sie hatte nie linguistische Studien betrieben. Doch ihre Arbeit an dem Wörterbuch hatte ihr Interesse für den Mythos von Babel geweckt. Warum hatte es zweihundert Sprachen in Australien gegeben, wenn das Leben der Aborigines so gleichförmig gewesen war? Ließ sich das wirklich mit dem Stammessystem oder der Isolation erklären? Bestimmt nicht! Sie begann sich zu

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Ian McEwan, William Butler Yeats & Benjamin Britten

„Das melancholische Lied und wie es hier gespielt wurde, so hoffnungsfroh, so roh, stand für alles, was sie an dem Jungen zu verstehen begann. Sie kannte die reuevollen Worte des Dichters auswendig. Doch ich war jung und töricht … Adams Spiel rührte sie, verwirrte sie aber auch. Mit der Geige oder irgendeinem anderen Instrument anzufangen

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Margriet de Moor: Mélodie d`amour (2014).

  „So fuhren sie durch die still gewordene Stadt in der Nacht nach Hause zurück. Gustaaf mit einer Hand lenkend. Atie von Zeit zu Zeit seufzend, als wäre ihr klar, das ein Tag, ein Tag voller Glück, im All fehlte. Ausgelöscht, bei näherer Betrachtung, von irgendeiner Instanz mit langem, weitreichendem Arm. Schlichtweg nicht dagewesen.“  

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