Schlagwort: Paul Celan

Ossip Mandelstam: Wort und Schicksal.

War niemands Zeitgenosse, wars in keiner Weise, solch Ehre ist zu hoch für mich. Ein Greul, wer da so heißt, wie sie mich heißen, das war ein andrer, war nicht ich. Ossip Mandelstam in der Übertragung von Paul Celan (1959, Quelle: „Gedichte“, Fischer Taschenbuch Verlag, Ausgabe 1983). Kein Zeitgenosse wollte er sein – und wurde

Weiterlesen

Otto Dov Kulka: Landschaften der Metropole des Todes (2013). Aharon Appelfeld: Geschichte eines Lebens (1999).

Ringen um die Sprache. Ringen um die Erinnerung. „Damals baute das Vergessen sich seine tiefen Keller, und die nahmen wir später mit nach Israel. (…) Dieses Buch ist keine Zusammenfassung, sondern eher der – wenn man so will – verzweifelte Versuch, die verschiedenen Teile meines Lebens wieder mit einer Wurzel zu verbinden, aus der sie

Weiterlesen

Rose Ausländer – Wer wird sich meiner erinnern wenn ich gehe?

Wie es ist, Vaterland und Muttersprache zu verlieren, eine Überlebende zu sein: Immer wieder thematisierte Rose Ausländer dies in ihren Gedichten.

Ingeborg Bachmann an Paul Celan

Paul, Lieber, Einer dieser toten Sonntage. Ich blättre wieder im Mandelstam und lese die letzten Jessenin-Gedichte wieder. „…du singst kein Blatt vom Zweig.“ Ich schreibe trotzdem und bin ängstlich froh darüber, es geht langsam, noch ist nichts entschieden und fertig. Und sonst ist nichts. Gleichgültigkeit fast in dieser Einsamkeit. Ein Tag wie der andere. Keine

Weiterlesen