Schlagwort: Schriftsteller

Lesezeichen von: Paul Auster

„Also blieb ich bei meiner Schreibmaschine, und die achtziger Jahre gingen in die neunziger über. Einer nach dem anderen stiegen meine Freunde auf Mac oder IBM um. Allmählich kam ich mir vor wie ein Fortschrittsfeind, der letzte heidnische Posten in einer Welt voller digitalen Konvertiten. (…) Bis dahin hatte ich mich meiner Schreibmaschine nicht sonderlich

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Otto Dov Kulka: Landschaften der Metropole des Todes (2013). Aharon Appelfeld: Geschichte eines Lebens (1999).

Ringen um die Sprache. Ringen um die Erinnerung. „Damals baute das Vergessen sich seine tiefen Keller, und die nahmen wir später mit nach Israel. (…) Dieses Buch ist keine Zusammenfassung, sondern eher der – wenn man so will – verzweifelte Versuch, die verschiedenen Teile meines Lebens wieder mit einer Wurzel zu verbinden, aus der sie

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Albert Ostermaier: Seine Zeit zu sterben (2013).

„Und Ödon überwand seine Angst und ging die Stufen hinab in den feuchten Keller, wo die Äpfel lagerten, die sündigen Äpfel, wo der Wein an der Wand ruhte, Blut von meinem Blut, in den Gefriertruhen das Fleisch vom Eis wartete, wo die Schinken an der Decke hingen, überzogen mit Zeit, wo die Fallen aufgestellt waren,

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Brief und Geheimnis und Bloggerpost.

Liebe Leute, ein schöner Nebeneffekt des Bloggens ist: Ich bekomme seither viel mehr Post. Also ECHTE Post, nicht allein die digitale. Zum Leidwesen meiner Briefträgerin – dicke Verlagsvorschauen, unverlangt zugesandte Manuskripte (bitte nicht mehr schicken!), aber vor allem flutschen zwischen einigen Bloggern die Buchpakete hin und her. Ich finde das so einen erfreulichen Kreislauf –

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SchriftstellerInnnen im Netz … mühselig gesucht.

Das Internet ist voll? In einer Hinsicht wohl noch nicht. Ich wollte für einen Beitrag Internetauftritte von zeitgenössischen Autorinnen und Autoren zusammenstellen, die mehr zu bieten haben als einen Überblick über die eigenen Veröffentlichungen und die nächsten Lesungstermine. Aufhänger war die Homepage von Nora Gomringer – die macht Freude (die Internetseite, meine ich), und das

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#VerschämteLektüren (21): Jutta Reichelt und der verdammt gute Roman

Vor etwa 25 Jahren wurde ich einmal von einer Muse geküßt. Am nächsten Morgen schrieb ich den ersten Satz meines immer noch unvollendeten Romans. Offenbar war jedoch ein Kuss nicht genug – bei dem einen Satz sollte es fortan bleiben. Wie das so ist mit den Musenküssen. Ob Schreiben-Können auch mit dem Viel-Schreiben kommt, was

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