Kurz&knapp besprochen

Bild: (c) Michael Flötotto

Abe Kobo: „Die Frau in den Dünen“ (1962) Der Lehrer Jumpei Niki, verheiratet, ein regelmäßiges Leben führend, ein Rationalist durch und durch, findet sich nach einem Ausflug an die Küste in einer „Sandhöhle“ in einem kleinen Dorf gefangen. Von den verarmten Dorfbewohnern gezwungen, wird es zu seiner Aufgabe, ein Haus, das halb im Sand verweht […]

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Joachim Ringelnatz – Reisegeldgedicht

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282 Straßenschilder aus Ost-Berlin zeigt die Wandinstallation von Raffael Rheinsberg im Eingangsbereich des Germanischen Nationalmuseums – auch ein Teil deutscher Geschichte, vom Verschwinden und Vergessen bewahrt. Es gibt der Worte nicht genug, Um Heim und Heimat laut zu preisen. Um zehn Uhr vierzig geht mein Zug. Adieu! Adieu! Ich muß verreisen. Mein Reisekoffer, frisch entstaubt, Folgt […]

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Judith Schalansky: Atlas der abgelegenen Inseln (2009).

Bild: Iris Jahnke

„Dieser Atlas ist somit vor allem ein poetisches Projekt. Wenn der Globus rundherum bereisbar ist, besteht die eigentliche Herausforderung darin, zu Hause zu bleiben, und die Welt von dort aus zu entdecken.“ Judith Schalansky, „Atlas der abgelegenen Inseln“, 2009. Judith Schalansky im Vorwort zum „Atlas der Abgelegenen Inseln“. Dieses literarisch-kartographische Experiment erschien 2009 im mare […]

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Kurz&knapp: Neuerscheinungen

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Bittermann, Klaus: „Sid Schlebrowskis kurzer Sommer der Anarchie und seine Suche nach dem Glück“ (2016): Deutsche Provinz in den 1970er-Jahren: Der Zufall bringt die beiden Ausreißer Nancy von Westphalen, 16 Jahre alt, der die snobistische Adelsfamilie aufgrund ihres Hangs zum ausgiebigen Fluchen ein Tourette-Syndrom andichtet, und Sid, Sohn eines trinkenden und prügelnden Möchtegern-Boxers zusammen. Sie […]

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Katja Lange-Müller: „Drehtür“ (2016).

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„Das Bedürfnis, dem Artgenossen beizustehen, das wir mit vielen Tieren teilen, selbst so niederen und unsympathischen wie Wespen oder Ameisen, nannten und nennen neunmalkluge Schwachköpfe Helfersyndrom, als sei das eine multiple, entsprechend komplizierte Krankheit, eine Psycho-Seuche, die nur Exemplare unserer Gattung befällt. Warum zum Henker soll es krank sein, den Mitmenschen gesund sehen zu wollen […]

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Annette Pehnt: Lexikon der Angst (2013).

Augsburg (166)

„Mit dem Engel hat er schon Erfahrungen gemacht, als er noch ein Kind war. Er spielte so vor sich hin, gerade mal vier oder fünf, mit dem Krempel, den seine Eltern ihm gekauft hatten, da erschien ihm ein Engel, der kein Blatt vor den Mund nahm. Du bist, sagte der Engel mit einer erstaunlich hohen […]

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Berliner Bloggertour: Anders müde als Ringelnatz

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Müde in Berlin Wenn die Gedanken sich zerstreut Aus dir entfernen, So, daß kein schönes Bein dich freut, Und eine trübe Feuchtigkeit Hängt über dir, unter den Sternen, — Wo willst du hin um solche Zeit? Schön ist zum Beispiel die Peltzer-Bar. Aber müde Menschen sind undankbar. Geh heim und lege dich zur Ruh. Du […]

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Georg Fink: Mich hungert (1929).

Augsburg (144)

„Unterernährung – das war der Trumpf, den die Gesellschaft ausspielte. Nicht gegen den Krieg, aber gegen die Feinde. O, Krieg ist Krieg. Macht dem Krieg ein Ende, und es gibt keine Feinde! Die Ursache wolltet ihr bestehen lassen, und ihr empörtet euch moralisch über ihre Folgen. Unterernährung – Wir kannten sie von jeher. Man hat […]

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Kunst für Alle – Farbholzschnitt der Wiener Secession

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Hugo Henneberg, Der Blaue Weiher, um 1904, Linolschnitt in vier Platten (Blau, Violett, Schwarz, Braun) auf Japanpapier, 29,4 cm x 29,8 cm, Privatbesitz (Courtesy Natter Fine Arts Wien) Über das Werk von HAP Grieshaber lernte ich die Kunst des Holzschneidens schätzen (als Betrachterin, nicht als Ausführende, dafür fehlt mir die Begabung). Die oft „einfach“ und […]

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Und ewig lockt das Weib. Eine Genazino-Enttäuschung.

2016_Frankfurt (39)

„Ein wenig Hoffnung schöpfte ich, als ich zu einem Sommerfest eingeladen wurde. Auf dem Sommerfest würden bestimmt ein paar in Frage kommenden Frauen herumflirren und Nachtfalterblicke aussenden. Ich fürchtete mich vor meinen humoristisch gemeinten Reden, die sich bei solchen Anlässen unangenehm in den Vordergrund schoben. Ich hörte mich schon jetzt, wie ich zu einer alkoholisierten […]

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Sommer. Pause.

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Der/die/das Blog verabschiedet sich in die Sommerpause. Ein, zwei Beiträge habe ich vorab eingestellt, damit euch der Lesestoff nicht ausgeht. Jetzt könnt ihr endlich mal machen, was ihr wollt. Auch auf den Boden spucken oder auf dem Tisch tanzen. (Hauptsache, ihr erholt euch auch gut!)   Auf ein Wiederlesen.

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