Edward Lewis Wallant: Der Pfandleiher (1961).

„Eine Winzigkeit, er wußte noch nicht, was es wohl wäre, würde ihn an diesem Tag entzweibrechen, und die dunkle Kraft dieses Wachsen in ihm würde ungehindert hervorbrechen und sich ihm in der Sekunde, bevor sie ihn zerstörte, zu erkennen geben. „Heute ist der Achtundzwanzigste … meine Jahrzeit, meine Jahrzeit“, sagte er, als er hinter dem […]

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Isaac B. Singer: Feinde, die Geschichte einer Liebe (1966).

„Ich schäme mich nicht zu gestehen, daß ich zu jenen zähle, die sich einbilden, Literatur könne neue Horizonte und Perspektiven erschließen – philosophische, religiöse, ästhetische und auch soziale. Die Geschichte der alten jüdischen Literatur kannte keinen Unterschied zwischen Dichter und Propheten. Nicht selten wurde unsere alte Dichtung zum Gesetz, zum Leben selbst.“ Dies sagte Isaac […]

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Leipzig, Berlin, Zwickau. Und die Friseur sitzt nicht.

Es ist zum Haare raufen: Ich brüte dieser Tage öfter vor dem Programm der Leipziger Buchmesse und merke, man müsste sich vierteilen können. Mindestens. Der Verabredungen und Verlockungen sind viele. Während ich noch völlig ungeplant auf diesen Frühjahrs-Höhepunkt für Buchleute zusteuere, stehen zwei weitere Termine, auf die ich euch aufmerksam machen will, felsenfest. Am Dienstag, […]

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#meinebücherei (5): „Irgendjemand will, dass wir schlau sind“ – die Stadtbücherei Bad Harzburg

Ich war am vergangenen Freitag in der Augsburger Stadtbibliothek, um Wilhelm Genazino zu lauschen – wunderbar, wie der „Tarzan am Main“ mit trockenem, leisen Humor über das Schreiben plauderte. Neben der Lesung aus Genazinos jüngstem Roman umfasste der Abend ein „Literarisches Quartett“ mit Journalisten, einem Buchhändler und meinem Augsburger Bloggerkollegen Marius Müller, dessen Blog ich […]

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Hans Fallada/Hans-Jürgen Gaudeck: Ich weiß ein Haus am Wasser (2017)

„Ich war mit dem damals wohl knapp Vierjährigen über den kleinen in den großen Mahlendorfer See gerudert, und dort hatten wir auf einer jener kleinen, buschigen Inseln angelegt, die das ganze Jahr hindurch fast nie eines Menschen Fuß betritt. Ich liebe solche Inseln, sie erinnern mich immer an die Robinson-Träume meiner Knabenjahre. Wurde damals eine […]

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Sag mal an Daniel: Roofen oder Schreiben – was ist Fiktion, was Realität?

Daniel Faßbender hat mich mit „Die weltbeste Geschichte vom Fallen“ begeistert. Das Manuskript um einen jungen Mann, der sich in der Roofer-Szene bewegt, hatte es mir vom ersten Satz an angetan – und so wurde dieser Roman mein Favorit für den Literaturpreis Blogbuster. Weil der Text selbst von einer so ungewöhnlichen Szene erzählt, haben Daniel […]

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#Blogbuster: Ein Interview über den Dächern von Köln

Daniel Faßbender und ich waren uns ziemlich schnell einig: Für sein ungewöhnliches Manuskript wollten wir auch ein außergewöhnliches Interview. Wie „Die weltbeste Geschichte vom Fallen“ am besten vorstellen? Daniel tat das, worum es im Buch unter anderem geht: Roofen. Er kletterte in Köln auf ein ziemlich hohes Dach und beantwortete von dort meine Fragen. Weil […]

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#lithund: Sándor Márai und sein Hund mit Charakter

Cave canem! Achtung, werter Leser! Hier folgt eine Hundegeschichte. Eigentlich müßte man in Erfahrung bringen, welche Art von Schwäche es ist, die Schriftsteller, selbst die anspruchvollsten unter ihnen, im Laufe ihres Schaffens gelegentlich dazu verleitet, dem Menschen, ihrem ewigen und erhabenen Modell, den Rücken zu kehren und die Aufmerksamkeit den weiter unten angesiedelten Statisten der […]

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MeinKlassiker (34): Die Buddenbrooks – eine Familie verfällt und lebt doch für immer weiter

Unzählige Male wieder aufgelegt, gelesen und besprochen, mehrfach verfilmt, aber auch immer wieder als „überholt“ und „überschätzt“ geschmäht – und dennoch: Die „Buddenbrooks“ ist einer der großen Romane der deutschen Literatur. Und es ist schön, dass er – und mit diesem, seinem ersten Roman – nun auch Thomas Mann in der Reihe #MeinKlassiker angekommen ist. […]

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Hans Fallada: Kleiner Mann, mit Größe gescheitert. Zwei neue Biographien.

„Rudolf Ditzen nannte sich Fallada nach dem höchst unheimlichen Märchen, darin der abgehauene, an der Wand hängende Kopf eines Pferdes namens Fallada zu sprechen beginnt. Märchenleser erinnern sich gewiss der Zeile „Oh Fallada, da du hangest“ als einer der erschreckendsten und mysteriösesten Klagen des Märchengutes. Die Wahl des geisterhaften Pseudonyms erscheint mir als typisch für […]

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Lindau: Hölderlins geweihete Pforte

Freilich wohl! das Geburtsland ists, der Boden der Heimat, Was du suchest, es ist nahe, begegnet dir schon. Und umsonst nicht steht, wie ein Sohn, am wellenumrauschten Tor‘ und siehet und sucht liebende Namen für dich, Mit Gesang ein wandernder Mann, glückseliges Lindau! Eine der gastlichen Pforten des Landes ist dies, Reizend hinauszugehn in die […]

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