Schlagwort: Hans Fallada

Hans Fallada/Hans-Jürgen Gaudeck: Ich weiß ein Haus am Wasser (2017)

„Ich war mit dem damals wohl knapp Vierjährigen über den kleinen in den großen Mahlendorfer See gerudert, und dort hatten wir auf einer jener kleinen, buschigen Inseln angelegt, die das ganze Jahr hindurch fast nie eines Menschen Fuß betritt. Ich liebe solche Inseln, sie erinnern mich immer an die Robinson-Träume meiner Knabenjahre. Wurde damals eine

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Hans Fallada: Kleiner Mann, mit Größe gescheitert. Zwei neue Biographien.

„Rudolf Ditzen nannte sich Fallada nach dem höchst unheimlichen Märchen, darin der abgehauene, an der Wand hängende Kopf eines Pferdes namens Fallada zu sprechen beginnt. Märchenleser erinnern sich gewiss der Zeile „Oh Fallada, da du hangest“ als einer der erschreckendsten und mysteriösesten Klagen des Märchengutes. Die Wahl des geisterhaften Pseudonyms erscheint mir als typisch für

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#MeinKlassiker (9): Hans Fallada – und was „Jeder stirbt für sich allein“ uns heute noch zu sagen hat

Auf ihrem eigenen Blog „literaturleuchtet“ bringt Marina Büttner vor allem sehr interessante Neuerscheinungen zum Leuchten – häufig Romane, die eher Geheimtipps sind, viele Bücher aus Indie-Verlagen und vor allem auch regelmäßig Lyrik. Dass aber auch Klassiker leuchten, ist für das belesene Multitalent – Marina Büttner schreibt auch selbst, malt und zeichnet (http://www.marinabuettner.de/) – keine Frage.

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Wir und Weimar: Eine „Literatour“ zurück

„Wo sind sie, die Romane, die sich nicht nur mit dieser Innerlichkeit des Individuums beschäftigen, als gebe es sonst nichts, worüber ein Nachdenken lohnt? Wo sind die Romane, die, seismografisch fast, aufnehmen, was in unserem Land gerade erodiert?“ Fragen, die Claudia auf dem Buchpreisblog in ihrer Polemik zum Deutschen Buchpreis 2016 stellt – sie stellt

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Bücher, die Erinnerungen wecken…

Immer wieder, wenn wir hier vor allem ältere Bücher vorstellen, kommen so schöne Kommentare wie beispielsweise jener von Vera Komnig zum Fallada – da geht es nicht immer unmittelbar um die Inhalte, sondern die Titel und Autoren lassen auch anderes lebendig werden. Es werden Kindheitserinnerungen wach, man meint fast, man kann den Bücherstaub riechen, die

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Hans Fallada: Kleiner Mann – was nun? (1932).

Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise: Da ist man nun, ein kleiner Angestellter in einer kleinen Stadt und kann sich seines Jobs noch einigermaßen sicher sein, weil man als potentieller Heiratskandidat für die schlurige Tochter des Chefs in Frage käme. Doch ein sonniger Sonntagnachmittag, ein Spaziergang am Strand, und schon – bums fallera – ist das Malheur passiert.

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