Wir und Weimar: Eine „Literatour“ zurück

„Wo sind sie, die Romane, die sich nicht nur mit dieser Innerlichkeit des Individuums beschäftigen, als gebe es sonst nichts, worüber ein Nachdenken lohnt? Wo sind die Romane, die, seismografisch fast, aufnehmen, was in unserem Land gerade erodiert?“ Fragen, die Claudia auf dem Buchpreisblog in ihrer Polemik zum Deutschen Buchpreis 2016 stellt – sie stellt […]

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Erich Kästner und Kurt Tucholsky – am Ende doch unvergleichlich

„Aus der Gesamterscheinung dieses Mannes kann ich nicht ganz klug werden. Diese Verse sind wunderbar gearbeitet, mit der Hand genäht, kein Zweifel – aber irgendetwas ist da nicht in Ordnung. Es geht manchmal zu glatt, das sollte man einem deutschen Schriftsteller nicht sagen, dieses Formtalent ist so selten!“ Kurt Tucholsky 1929 in der Weltbühne über […]

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Kurt Tucholsky. In dunklen Zeiten ist der Konjunktiv ein Trost.

Drahtetsofortobhiesigenmälarsee- zwecksbewässerungkäuflicherwerben- wolltwassergarantiertechtallerdingsnur- zuschwimmzweckengeeignetfasthoch- achtungsvollfritzchenundkarlchenwasser- oberkommissäre. Kurt Tucholsky, „Schloß Gripsholm“, 1931. Noch einmal den Sommer festhalten, bevor er geht. Geht das denn? War er denn groß, dieser Sommer? Am Thermometer gemessen wohl schon. Aber trotz der blendenden Helligkeit. Er war auch: Düster, dieser Sommer. Ein politisches Klima, das seine Schatten vor die grelle Sonne schob. […]

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Erich Kästner: Fabian. Der Gang vor die Hunde (1931/2013).

„Wollte er die Besserung der Zustände? Er wollte die Besserung der Menschen. Was war ihm jenes Ziel ohne diesen Weg dahin? Er wünschte jedem Menschen pro Tag zehn Hühner in den Topf, er wünschte jedem ein Wasserklosett mit Lautsprecher, er wünschte jedem sieben Automobile, für jeden Tag der Woche eins.“ Erich Kästner, „Fabian. Der Gang […]

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Kurt Tucholsky: Deutschland, Deutschland über alles (1929).

„Ein Bild sagt mehr als viele Worte“: Tucholsky war schon früh begeistert von dem Medium der Photographie als Mittel des Ausdrucks und der Satire. 1929 verwirklichte er das Vorhaben eines „Bildbandes“, aber Tucholsky wäre eben nicht Tucholsky gewesen, wäre dies ein „Photoalbum, das man auf den Geburtstagstisch legt“. 1929 erschien „Deutschland, Deutschland über alles“: Ein […]

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Erich Kästner: Pünktchen und Anton (1931)

Jeden Tag, wenn ich zur Arbeit gehe, komme ich an dieser Vespa vorbei. Und ich weiß nicht, wieso – aber ich sah den Roller, und mir fiel Erich Kästner ein: „Pünktchen und Vespa, frei nach Erich Kästna.“ Manchmal braucht es solche Assoziationen, damit man an die Bücher seiner Kindheit erinnert wird. Und die Kästner-Kinderbücher wieder […]

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