#MeinKlassiker (23): Erikas Klassiker trägt den Namen Gantenbein

Bildquelle: By Metzger, Jack (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D, via Wikimedia Commons Erika Mager betreibt den Blog der Bücherei in Alfter-Oedekoven: „litblogkoeb“. Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, wo das liegt (geschweige denn davon, dass es das überhaupt gibt) – aber schon der Name klingt so schön, das musste ich einfach nachschauen. Jedenfalls: […]

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Lukas Bärfuss: Koala (2014).

„Nur für diesen Zweck wurde der Mensch erschaffen: Zu lehren, wer eine einzige Seele zerstört, Zerstört die ganze Welt. Und wer eine einzige Seele rettet, Rettet die ganze Welt… Deshalb kann der Mensch sagen: Die Welt wurde um meinetwillen erschaffen.“ Aus dem Talmud. Die Weltgesundheitsorganisation hat 2003 den 10. September zum jährlichen Suizidpräventionstag ernannt. Aus […]

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Adolf Muschg: Glasperlenspiel und Lebenskunst (2016)

  „Ich wüßte keinen deutschsprachigen Dichter des unseligen 20. Jahrhunderts, welcher der Heiligsprechung grundsätzlicher widerstrebte. Er hat sie nicht nötig, auch wenn er Gutgläubige manchmal selbst dazu verleitet hat. Aber es sind seine Widersprüche, die ihn immer noch lebendig machen.“ Adolf Muschg, „Glasperlenspiel und Lebenskunst“, Collection Montagnola, 2016. Hermann Hesse ist einer jener Autoren, die […]

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Das Nashorn schreibt der Tigerin

Was weiß man schon vom Innenleben eines Paares? Selbst wenn es öffentlich erscheint? Was weiß man schon davon, was zwei zusammenhält? Ein wenig lässt es sich erahnen, was Friedrich Dürrenmatt und Charlotte Kerr verband, sieht man die gemalten Zärtlichkeitsbeweise, die das Nashorn seiner Tigerin hinterließ.   Als Dürrenmatt Charlotte Kerr kennenlernte, war er der ältere […]

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Gnusch im Fadechörbli oder Haikus in Prosa: Peter Bichsel

„In Langnau im Emmental gab es ein Warenhaus. Das hieß Zur Stadt Paris. Ob das eine Geschichte ist?“ Peter Bichsel, „Zur Stadt Paris“, 1993, Suhrkamp Verlag Das ist die kürzeste Geschichte der kurzen Geschichten, die Peter Bichsel in „Zur Stadt Paris“ veröffentlichte. Etwas stereotyp wird der Schweizer immer wieder als „großer Meister der kleinen Form“ […]

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Ralph Dutli: Die Liebenden von Mantua (2015)

„Und bestimmt ruft dein Phantasma des liebenden Steinzeitpaares nach einem Roman, nicht wahr? Wie wär´s mit Die Liebenden von Mantua? Klingt auch in anderen Sprachen gut: The Lovers of Mantova oder Les Amants de Mantoue. Und dann werden dir natürlich die Mantuaner dankbar sein für Gli Amanti di Mantova. Sie werden dir lastwagenweise ihre trockenen, […]

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Melinda Nadj Abonji: Tauben fliegen auf (2010).

„Dragana dreht sich von mir weg, packt den Sparschäler, rüstet Kartoffeln und Karotten, die einfachsten Tätigkeiten, die nicht mehr für sich stehen, nur davon zeugen, dass wir hier nichts tun, denke ich, sagt sie, und ich sehe es plötzlich klar vor mir, die beiden Welten, die einander gegenüberstehen und sich nicht vereinbaren lassen, wir hier […]

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Ágota Kristóf: Das große Heft (1986).

„Das große Heft“ ist zunächst einmal ein schmales Heft. Knappe 170 Seiten zählt der Roman, der zwar aus einer chronologisch erzählten Geschichte besteht, aber auch stückweise gelesen werden kann – die Kapitel sind wie kleine in sich abgeschlossene Kurzerzählungen, Miniaturen mit maximaler Nachwirkung. Von manchen kann der Roman der gebürtigen Ungarin Ágota Kristóf (1935 – […]

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Reto Hänny: Blooms Schatten (2014).

„danach – war`s anders zu erwarten – der natürlich noch wach Liegenden (einladend vor ihm geöffnet, halb auf der Seite jetzt, der linken, die linke Hand unter dem Kopf, das rechte Bein gestreckt auf dem angewinkelten linken ruhend, erfüllt, entspannt, von Samen strotzend voll), beim Rapport ihr den Ritus des Onan und andere ihm unangenehme […]

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