Ippolito Nievo: Am Ufer des Varmo. Dorfgeschichten (1856/2015).

„Das Titschen war allerdings der angenehmste Zeitvertreib, dem sie am häufigsten frönten, und leider würde ich dem urtümlichen bäuerlichen Ausdruck jede Anmut rauben, wenn ich Euch sagte, er bedeute, flache Kieselsteine mit einer kräftigen Armbewegung so über das Wasser zu werfen, dass sie merkwürdige Sprünge und Rutschpartien vollführen. Dennoch möchte ich den Unglücklichen, die sich […]

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Dino Buzzati: Die Tartarenwüste (1940).

Von Claudio Miller Dieser Roman ist im Grunde eine Zumutung. Denn es geschieht: NICHTS. Und dies doch fast satte 230 Seiten lang. Oder aber auch – ein ganzes Leben lang. „Nach seiner Ernennung zum Offizier verließ Giovanni Drogo an einem Morgen im September die Stadt, um sich nach der Festung Bastiani, seinem ersten Bestimmungsort, zu […]

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Ignazio Silone: Vino e pane (1936).

Cristina, schrieb er, es ist richtig, dass man besitzt, was man hingibt, aber wem und wie soll man geben? Unsere Liebe, unsere Bereitschaft zum Opfer und zur Selbstverleugnung trägt nur Frucht, wenn sie in die menschlichen Beziehungen hineingetragen wird. Die moralischen Kräfte wachsen und gedeihen nur im praktischen Leben. Wir sind nicht nur für uns […]

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Luigi Bartolini: Fahrraddiebe (1946).

„Man weiss, dass Verlaine die Diebe liebte. Weil er zusammen mit ihnen im Gefängnis sass, deshalb liebte er sie. Und er nannte sie „die lieben Diebe“. Und was Mörder angeht, so nannte er sie „die süssen Mörder“. Aber das war für ihn lediglich eine Frage des Reims, höchstens eine Frage von Worten, der klingelnden Worte […]

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