Franz Kafka: Kleine Fabel (1920/1931).

16 Kommentare

Kafka

„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du mußt nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.

16 comments on “Franz Kafka: Kleine Fabel (1920/1931).”

  1. Dass die braune Brut einen an der Waffel hat, ist nix neues.
    Trotzdem höchst verwunderlich, det janze…
    Aber so ist es halt in der Netz-Welt: anything goes, da stehst Du machtlos vis-a-vis…
    Viele Grüße,
    Gerhard

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      1. Klar, so mein ich das ja auch nicht. Kommentarlos hinnehmen kann man das natürlich nicht, aber den „rebloggen“-Button kann halt jeder Depp drücken…

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      2. Leider! Sollte einer der Leser hier eine Lösung haben, wie man das bei einzelnen verhindern kann, wären wir dankbar. Bei WordPress habe ich dazu nichts gefunden.

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  2. Tja, es ist nicht einfach mit der Freiheit umzugehen. Warum rennt die Maus in Richtung der Mauern und bleibt nicht auf dem freien Feld? Danke für den Text.
    Und was die Rechten betrifft: Die haben es gern, wenn sie das Bestehende als ausweglos und bedrohlich beschreiben können, vor allem für kleine Mäuse. Daraus ziehen sie ihre Rechtfertigung, sich als Katze aufzuspielen, und noch kleinere Mäuse zu jagen.

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    1. Genau. Freiheit heißt auch Eigenverantwortung. Manche kommen damit nicht zurecht. Mäuse beispielsweise.
      Danke für den Kommentar in seiner Ganzheit. Die Mäuse von rechts: Leider eine ewiggestrige Plage.

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  3. „…. und drehte sich um wie einer, der mit seinem Lachen allein sein wollte“ – diesen Satz von ‚Der plötzliche Spaziergang‘ habe ich so in Erinnerung behalten von Kafka im Deutschunterricht in den Siebzigern, von wannen auch die Erinnerung an die oben zitierte Parabel stammt, eine Quelle, derer ich mich überhaupt nicht schämen muß und worüber ich froh bin.

    Den fettgedruckten Kommentar finde ich gut, außer, dass er fett und serifenlos ist: eine Type die ich, außer bei Helvetica, mit Nazitölpeln verbinde.

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