Kategorie: Portraits jüdischer Lyrikerinnen

Hedwig Lachmann: Gesammelte Gedichte (1918).

Hedwig Lachmann (1865 – 1918) war eine anerkannte Übersetzerin, unter anderem von Poe und Oscar Wilde, und Lyrikerin. Heute ist sie beinahe vergessen.

Trude Krakauer: Niewiederland (2013).

Trude Krakauer floh aus dem besetzten Österreich in das Exil nach Kolumbien. Sie teilt das Schicksal vieler Exilanten: Vertrieben, verloren, vergessen.

Selma Meerbaum-Eisinger: Blütenlese (1942).

Gerade einmal 18 Jahre alt wurde Selma Meerbaum-Eisinger, die inzwischen zu den großen Dichtern aus der Bukowina zählt, neben Paul Celan und Rose Ausländer.

Ruth Klüger: Zerreißproben (2013).

Das als Schuld empfundene Überleben – Ruth Klüger trägt diese Last ihr Leben lang mit sich mit. Ihre Gedichte erinnern an Verlorenes, sind „Zerreißproben“.

Rose Ausländer: Ich spiele noch (1987).

Wie es ist, Vaterland und Muttersprache zu verlieren, eine Überlebende zu sein: Immer wieder thematisierte Rose Ausländer dies in ihren Gedichten.