Bücherhamstern (22): Alice-Soliton

Ein Tanz durch Berlin oder ein Besuch in einem Klinikcafé gefällig? Der Konkursbuch Verlag stellt zwei Romane aus seinem Programm vor.

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Heute noch ein „Double feature“ von Amancay Kappeller vom Konkursbuch Verlag Tübingen:

Zu den Büchern:

cover Marina Lioubaskina AliceIch möchte den Blog-Lesern von „Sätze und Schätze“ gerne Marina Lioubaskinas Roman „Alice-Soliton“ vorstellen. Dabei begleitet der Leser Alice Wellenhase 200 Tage lang durch ihren Alltag in Berlin. Durch diesen schwebt sie, immer auf der Suche nach einem guten Kaffee, Inspirationen und der Liebe. Episoden des „la vie quotidienne“ wechseln sich ab mit Erinnerungen an Usbekistan und Russland und erotische Abenteuer, die Grenzen sind fließend und verschwimmen – und man ist Alice ganz nah und mittendrin. Alice bewegt sich durch Raum und Zeit, sie ist ein Soliton, ein Wellenpaket, das beim Zusammenstoß mit anderen solitären Wellen Energie austauscht. Ein Wunderland sinnlicher und grotesker Ereignisse zwischen Alltag und Traum.

ruf konrolle coverBeim zweiten Buch, Sonja Rufs Roman „Im Glanz der Kontrolle“, geht es unter anderem um den Wahnsinn der Digitalisierung, um die Diktatur der Fremd- und der Selbstkontrolle, um kleine Fluchten, die Lust an der Sabotage und die Kraft der Menschen, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen und das Leben auch unter verwirrendsten Umständen selbst zu regieren.

Miriam Schmitt betreibt in der Klinik Bad Hochwald das Café Schmittchen. Manchmal schreibt sie Texte über Literatur, gibt auch Lyrikbücher heraus, wie das einer Freundin, Dichterin und Journalistin, die Klinikangestellte und Rehabilitanden interviewt. Miriam erzählt Geschichten von Patienten, die, wie auch sie einst, in der Arbeitswelt scheiterten, nach Burn-outs nicht mehr weiterwussten. Doch die schicke, hochmoderne Klinik entpuppt sich als Vorzeigeunternehmen der heutigen Arbeitswelt…

Zum Verlag:

Der Tübinger Konkursbuch Verlag wurde 1978 gegründet. Er steht für schubladenübergreifendes Denken, das die Grenzen zwischen Bild und Wort, hoher Kunst und Erotik durchlässiger macht.
Programmbereiche, die ineinander übergehen:  Allgemeine Belletristik (u.a. Yoko Tawada); Thriller (u.a. Regina Nössler); Reiseliteratur, vor allem zu den Kanarischen Inseln (teils zweisprachig); Romane, Geschichten und besondere „Reiseführer“; Japan-Lesebücher; Reisen zwischen die Kulturen und durch die Welt; Queer, Liebe, Erotik: Die erotischen Jahrbücher „Mein heimliches Auge“ (multisexuell, seit 1982), Mein lesbisches Auge (seit 1998) und Mein schwules Auge (seit 2003). Das Periodikum Konkursbuch (seit 1978): Vielstimmige Essays, Sachtexte, Prosa, Bilder zu Alltagsthemen.

Bücher vom Konkursbuch Verlag bekommt man über die Verlagshomepage www.konkursbuch.de, aber natürlich auch im lokalen Buchhandel, etwa beim Tübinger Frauenbuchladen Thalestris, bei der Literarischen Buchhandlung Quichotte in Tübingen und die Thriller auch bei der Krimibuchhandlung Hammett in Berlin.

Zum Verlag: https://www.konkursbuch-shop.com/


Wegen der Coronakrise bietet der Blog unabhängigen und kleinen Verlagen unter der Rubrik #buecherhamstern die Möglichkeit, Titel aus ihrem Programm sichtbar zu machen. Das ist ein Zeichen der Solidarität für das verlegerische Engagement, das für Vielfalt und Auswahl für Lesende sorgt. Diese Beiträge sind kostenfreie Werbung.

3 comments on “Bücherhamstern (22): Alice-Soliton”

  1. Liebe Birgit,
    Bücher über Berlin interessieren mich immer.
    Zur Zeit höre ich „Gott wohnt im Wedding“, ich bekam es zum Geburtstag geschenkt.
    Es ist lange her, dass ich parallel lese (Noch alle Zeit) und höre, vor allem nicht dasselbe Buch. 😉
    Ich muss aufpassen, dass ich die Handlungen nicht verquirle – eine Herausforderung.
    Liebe Grüße sendet dir Susanne

    1. Liebe Susanne,

      Gott wohnt im Wedding hört sich auch nicht schlecht an. Und die Fußpflegerin von Marzahn sei dir auch noch ans Herz (resp. Gehör) gelegt. Liebe Grüße Birgit

      1. Liebe Birgit,
        Gott wohnt im Wedding ist ein fiktives aber historisch gut recherchiertes Buch. Die Fußpflegerin von Marzahn merke ich mir. Marzahn kenne ich fast gar nicht. Es ist so überhaupt nicht meine Einflugschneisse.
        Das Buch Gott wohnt im Wedding findet genau bei mir um die Ecke statt. Alle Orte, die Scherer nennt, kenne ich, in den Cafés sitze ich und ich kann die Stimmung so gut nachvollziehen, weil ich sie täglich ähnlich erlebe.
        Liebe Grüße von Susanne

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