Literaturabend zum Thema Flucht

Ein Literatur- und Diskussionsabend zum Thema Flucht und Heimatverlust mit dem Autoren Florian L. Arnold, Blogger Marius Müller und mir.

21 comments

Liebe Leute,

ganz herzlich lade ich euch zu einer Premiere ein: Autor Florian L. Arnold, auf dem Blog mit seinem beiden Romanen „Die Ferne“ und „Pirina“ vertreten, hat mich eingeladen, mit ihm gemeinsam einen Literatur- und Diskussionsabend zu bestreiten. Große Freude!

Denn auch das Thema ist mir inhaltlich sehr nahe – immer wieder beschäftige ich mich hier auf dem Blog schließlich mit Autorinnen und Autoren, die während der nationalsozialistischen Diktatur ins Exil fliehen mussten. Wir wollen den Bogen spannen von Fluchterfahrungen in jenen dunklen Tagen bis hin zu den Schicksalen Flüchtender heute, die Florian in „Pirina“ literarisch verarbeitet hat.

Der Abend findet an einem dafür passenden Ort statt: Im Café Tür an Tür (Wertachstraße 29) in Augsburg am Samstag, 8. Februar, 19.00 Uhr. Und mit dabei ist Bloggerkollege Marius Müller vom Literaturblog Buch-Haltung – es wird also trotz der ernsten Thematik garantiert unterhaltsam.

Der Veranstaltungstext:

Das Unbeschreibbare beschreiben. Literatur über Flucht und Heimatverlust.
Mit Florian L. Arnold (Autor), Brgit Böllinger (Literaturbloggerin)
Durch den Abend führt Marius Müller (Bibliothekar, Blog Buch-Haltung)

Literatur kann uns Einsichten über den Verlust von Sicherheit und Heimat, über Flucht und Entfremdung geben, wie wir sie in dieser Form nicht aus anderen Medien erhalten. Mit der Empathie der Sprache lassen sich Vorurteile und Klischees bekämpfen – glauben die Gäste dieses Literaturabends. So stellt uns der Autor Florian L. Arnold nicht nur mit seinem dritten Roman „Pirina“ eine berührende Fluchtgeschichte vor, sondern empfiehlt gemeinsam mit den Augsburger Literaturbloggern Birgit Böllinger (Sätze&Schätze) und Marius Müller (Buch-Haltung) lesenswerte Literatur zu einem schwierigen Thema. Was kann Literatur leisten? Was darf sie? Dem wollen wir an diesem Abend auf den Zahn fühlen.

21 comments on “Literaturabend zum Thema Flucht”

  1. Guten Morgen, liebe Birgit,
    ich hoffe, du bist gut ins Neue Jahr gekommen, ich wünsche dir das Beste für 2020!
    In einer woche besuche ich die Vorlesung „Indistinctness/Unbestimmtheit“ an der Freien Universität, Werner Busch hält diesen Vortrag. Ich habe viele Bücher von ihm für meine Masterarbeit gelesen. Ich dachte sofort an diesen Vortrag als ich deine Veranstaltungsankündigung las. Unbestimmt, Unbeschreibbar. Es hat einen gleichklang nicht nur vom „UN“ am Anfang des Wortes.
    Ich wünsche euch eine gelungene Veranstaltung, schade, dass Augsburg nicht um die Ecke von Berlin ist.
    Viele liebe Grüße von Susanne

    1. Liebe Susanne, der Name Werner Busch sagt mir nichts, da muss ich gleich mal nachschauen – es klingt interessant, zumal ich auch beim Lesen zum Thema Flucht oft merke, wie „unbestimmt“ sich die betroffenen Menschen fühlen, durch den Verlust dessen, was bis dahin ihr Leben ausmachte und die Ungewissheit ihrer Zukunft. Ja, schade, dass du nicht um die Ecke bist – aber vielleicht kommen wir einfach nach Berlin mit dem Abend 🙂 Dir auch einen guten neuen Start, alles Liebe für die 20er – und vielen, vielen Dank für deine Post, ich habe mich so gefreut. Ich hoffe, dein Briefträger ist zuverlässig, dann müsstest du die Tage auch ein Briefchen von mir bekommen. Liebe Grüße Birgit

      1. Liebe Birgit,
        ich freue mich schon auf dein Briefchen. Bei uns hier geht es eigentlich recht gut mit der Post.
        Werner Busch schreibt kunsthistorische Texte, es ist wahrscheinlich weniger etwas für dich. Er ist ein sehr guter Redner, was die Vorlesung für mich auch interessant macht. Er erzählt neben den trockenen Fachbegriffen auch die eine oder andere Anekdote. Ich habe auch ein Seminartag zu Menzel bei ihm besucht. Das hat mir sehr gefallen.
        Liebe Grüße von Susanne

  2. Liebe Birgit,
    was für eine spannende Veranstaltung und tolle Zusammenarbeit! Für mich ist es leider zu weit entfernt, aber ich wünsche euch einen erfolgreichen, interessanten Abend mit einem guten Austausch und aufgeschlossenem Publikum.

    Alles Liebe
    Kathrin

    1. Liebe Kathrin, herzlichen Dank – ich werde eventuell auf dem Blog berichten, wie es war – dann kannst du wenigstens aus der Ferne mitlesen.
      Liebe Grüße, Birgit

    1. Lieber Bernd, mit solchen Projekten sind die Perspektiven für 2020 schon mal sehr schön. Ich wünsche auch Dir ein gutes, erfülltest neues Jahr! Herzliche Grüße, Birgit

    1. Liebe Claudia, herzlichen Dank! Ich werde ja eher die Exilliteratur aus der Vergangenheit vorstellen, aber für aktuelle Buchtipps stöbere ich noch auf deinem Blog! Herzliche Grüße Birgit

      1. Das ist aber doch auch das spannende an der Exilliteratur der Vergangenheit, dass die Probleme der Exilsuchenden, ihre Gefühle von Fremdheit, vom Nicht-Gewollt-Sein, im Kern doch genauso sind, wie die der jetzt Flüchtenden. Weil die Entwurzelung ja in allen Zeiten gleich schmerzhaft ist.
        Ach, wenn ich doch nur näher wohnen würde, ich würde gerne zu eurer Veranstaltung kommen.
        Liebe Grüße, Claudia

  3. Liebe Birgit, was für ein schöner Zufall: Da tauche ich heute in die Tiefen meines Blogs hinab, versuche mich mühsam zu erinnern, wie der eigentlich funktioniert und stoße, weil ich einmal auf die vermeintlich falsche Taste drücke im Reader und da direkt auf diesen Hinweis von dir! Wer weiß, wann das Schicksal uns wieder so günstig gesonnen ist – daher stopfe ich hier jetzt alles rein: Meinen guten Wünsche für dich fürs neue Jahr (möge es viele Überraschungen und insbesondere gute Wendungen für dich bereithalten und natürlich für diese Veranstaltung (kommt doch damit auch mal in den Norden!) und schließlich habe ich auch noch eine Literaturempfehlung zum Thema: Al Shahmani Usama und Bernadette Conrad: Die Fremde – ein seltsamer Lehrmeister. Eine Begegnung zwischen Bagdad, Frauenfeld und Berlin aus dem Limmat Verlag …Auf bald – irgendwie, irgendwo!

    1. Liebe Jutta, schön, einmal wieder von dir zu lesen! Ich wünsche dir auch alles Beste für das neue Jahr – schreibst du denn gerade wieder an einem Buch bzw. setzt dein Buchprojekt fort? Und danke für den Tipp, das schaue ich mir an! Die Liste wächst und wächst – und es ist doch schön zu sehen, dass es dazu einiges an Literatur bereits gibt.

      1. Liebe Birgit, ja, ich empfinde gerade eine große Erleichterung, dass ich mit meinem eigenen Text, der in so vielerlei Hinsicht eine Herausforderung war, jetzt in die Zielgerade einbiege. Und dann gibt es noch ein anderes Projekt, das dich vielleicht (auch) beruflich interessiert: Im April wird ein Buch erscheinen, in dem 22 Künstler.innen des inklusiven Blaumeierprojektes vorgestellt werden. Mit Fotos (aus der „hauseigenen“ und ebenfalls inklusiven Fotogruppe) und mit Texten, die ich geschrieben habe – und die eher „literarische Reaktionen“ auf unsere Begegnungen sind. Was zunächst eine etwas aufwändigere Informationsbroschüre über ein ungewöhnliches Kunstprojekt werden sollte, hat sich zu einem wirklich tollen und eigensinnigen Künstlerbuch entwickelt. Und die Fragen, die mich in meinem eigenen Text beschäftigen, spielen auch hier natürlich eine große Rolle: Was erzählen wir uns eigentlich, wenn wir von unserem Leben (oder dem anderer) erzählen? Das, was uns wirklich wichtig erscheint oder das, was wir gewohnt sind zu erzählen angesichts der dafür bereitliegenden Schablonen (Narrative) … Ich werde dir auf jeden Fall ein Exemplar des Buches schicken – und vielleicht klappt es ja auf diesem Weg endlich mal mit einem Treffen: wir möchten nämlich gerne mit der Ausstellung, bzw. dem Buch noch ein bisschen durch die Gegend touren … Ach ja, der Titel ist: Blaumeier oder der Möglichkeitssinn 😉 Ganz viele Grüße!

      2. Liebe Jutta, Zielgerade – das liest sich gut. Ich drücke dir die Daumen. Und wenn ich das Buch über die Blaumeier erhalte, freue ich mich natürlich sehr! Da fällt mir sicher auch die eine oder andere Ansprechpartnerin ein, falls ihr bis in den Süden touren wollt. Herzliche Grüße Birgit

      3. Ich bin während der Arbeit an meinem Text auf ein tolles Zitat von Alberto Moravia gestoßen: Good writers are monotonous, like good composers. They keep trying to perfect the one problem they were born to understand. Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass es das in meinem Leben (und Schreiben) gibt: Das eine Problem, das zu verstehen meine (Lebens)-Aufgabe. Und jetzt habe ich es verstanden … Oder jedenfalls so weit, dass ich darüber schreiben kann 😉 Und was die Blaumeier.innen betrifft: die sind traditionell sehr reisefreudig (mit Auftritten/Ausstellungen in Peking, New York, Moskau, Riga, London usw. usf.) – da sollten wir es doch bis nach Süddeutschland schaffen!

  4. Liebe Birgit,
    wünsche aus der Ferne eine tolle, anregende Veranstaltung. Wäre schön, wenn wir dann später ein wenig nachlesen könnten, wie es war und was und welche Bücher besprochen wurden.
    LG und ein frohes, buntes, gesundes, anregendes (Lese-)Jahr 2020.
    Liebe Grüße
    Anna

    1. Liebe Anna, auch Dir ein zufriedenes, entspanntes und gutes neues Jahr. Übrigens habe ich gerade die „Jakos-Bücher“ von Olga T. zugeklappt und bin etwas unschlüssig und unzufrieden zurückgeblieben, während mir Tante Martl derzeit ans Herz wächst. Wir teilen gerade etwas die Leseeindrücke. Danke nochmals für diesen schönen Hinweis. Und ich versuche, den Literaturabend adäquat hier wiederzugeben. Liebe Grüße Birgit

      1. Liebe Birgit,
        vielen Dank für deine Wünsche. Dann hast du mit den Jakobsbüchern also auch gerade einen ziemlichen Ziegelstein gelesen. Zu meiner Erleichterung klingst du nicht gerade enthusiastisch. Mich sprach das Thema nicht so an, obwohl man sich da ja sehr täuschen kann. Freut mich, dass du Tante Martl magst, und ich freue mich auf deinen Bericht eurer Veranstaltung. LG Anna

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