#lithund – Das Rudel wird größer

7 Kommentare

20170115_095701Es ist schon erstaunlich, in wie vielen Büchern Hunde eine mehr oder weniger große Rolle spielen. Seit Claudia, Sabine und ich diese lose Blogtour zum „Hund in der Literatur“ angekündigt haben, kommen beinahe täglich von weiteren Leserinnen und Lesern Buchtipps. Dafür erst einmal ein herzhaftes Wuff!

Was noch überwältigender ist: Einige haben schon eigene Blogbeiträge geschrieben und den Hund literarisch in den Mittelpunkt gestellt. Ein kleiner Überblick, was seit der letzten Woche geschah:

Bingereaderin Sabine startete mit ihrem ersten Beitrag in das Projekt – sie stellte „The Dog Stars“ von Peter Heller vor:
„The Dog Stars ist melancholisch, poetisch, spannend, voll wilder Schönheit und ich vermisse Jasper noch immer ein wenig.
Zum Beitrag:
https://bingereader.org/2017/01/21/lithundthe-dog-stars-peter-heller/

Die Buchbloggerin schwärmt von Michael Köhlmeiers „Idylle mit ertrinkendem Hund“:
„Ich war so in der Geschichte gefangen, dass ich gar nicht merkte, wie schmal dieses Buch ist – so intensiv ist diese Leseerfahrung.“
Zum Beitrag:
https://www.diebuchbloggerin.de/michael-koehlmeier-idylle-mit-ertrinkendem-hund/

hundSchön ist, dass sich nicht nur reine Literaturblogs nun zum Schreiben animiert fühlen. Susanne von „My Lucky Dog“ ließ sich von unserer Idee begeistern und schreibt über „Winter in Maine“ von Gerard Donovan:
„Es ist eines der Bücher, die man nie wieder vergisst und das zu meinen Lieblingsbüchern gehört, obwohl ich mir geschworen habe es nie mehr zu lesen, bzw. zu hören. Denn es brach mir, kurz nach dem Tod meines geliebten Hundes, zum zweiten Mal das Herz.“
Zum Beitrag:
http://my-lucky-dog.de/2017/01/22/winter-in-main-von-gerard-donovan-gelesen-von-markus-hoffmann/ 

Erika vom litblogkoeb bereichert ihren Beitrag über „Die Geschichte von Edgar Sawtelle“ von David Wroblewski mit Bildern von ihrem wunderschönen Bilbo!
„Ich kann wirklich sehr zu diesem Buch raten, vor allem, wenn man Hunde liebt. Allerdings besteht das Werk auch ohne das. Es ist eine großangelegte Familiensaga, ein Abenteuerroman, voller menschlicher Tragödien, ein klassisches Drama.“
Zum Beitrag:
https://litblogkoeb.wordpress.com/2017/01/24/lithund-edgar-und-almondine-ein-traumpaar/

Auf ganz andere Fährten wurde Klaus Daniel vom Blog BÜCHERKATERTEE aufgrund unseres Projekts geführt. Eigentlich wollte er „Jerry, der Insulaner“ von Jack London vorstellen – „einer Geschichte, die mich in meiner Kindheit hingerissen und den Wunsch nach einem Hund für alle Ewigkeit befeuert hat.“
Als Erwachsener jedoch las er das Buch, das von einem irischen Terrier auf den Salomon-Inseln handelt, mit ganz anderen Augen – und war irritiert vom Rassismus, der der Geschichte innewohnt.
Zum Beitrag:
http://www.buecher-kater-tee.de/jerry-der-insulaner-demontierte-kindheitserinnerung/

Hingewiesen sei auch auf den Blog von Gesine von Prittwitz, die unter der Kategorie „Herrchen hat gelesen“ ein ähnliches Projekt gestartet hat:
„Für das Blog meines Terrier-Mixes Lotta-Filipa hatte ich, quer durch alle Genres, ähnliches vor. Final: eine literarisch erlesene Hundebibliothek im Sinn. Ich bin kläglich gescheitert. Abgesehen von einigen Klassikern hat mich weniges überzeugt. Vieles, was ich gelesen habe, bereitete mir Unbehagen, manches machte mich ärgerlich. Möglicherweise liegt das an meiner Beziehung zu Lotta-Filipa, die mich in den vergangenen dreieinhalb Jahren gelehrt hat, wie ein Hund tickt. Zugegeben: wie ein Hund tickt, der in einem Singelhaushalt in einer Großstadt lebt.“
Dennoch – eine Fülle von Erlesenem findet man hier:
https://lottafilipa.wordpress.com/category/herrchen-hat-gelesen/

7 comments on “#lithund – Das Rudel wird größer”

  1. Susannes Aussage, „Winter in Maine“ von Gerard Donovan nie mehr lesen zu wollen, kann ich gut nachvollziehen. Auch ohne den Verlust des eigenen Hundes (meine beiden bleiben mir hoffentlich noch einige Jahre) hat mich das Buch mitgenommen wie nur wenige andere.

    Mir fällt bei Hund und Literatur zuerst Thomas Manns „Herr und Hund“ ein. Die „Erziehungsmethode“ ist natürlich auf keinen Fall nachahmenswert, aber vor allem das Verhalten des Hundes ist genau beobachtet und wunderbar beschrieben.

    Auch bei Karl May spielt ein Hund eine Rolle: Kara Ben Nemsis „Dojan“, der dann ebenfalls erschossen wird (was mich damals einige Tränen gekostet hat).

    Liebe Grüße
    Silke

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Silke,
      danke für Deine Tipps – Thomas Mann liegt bei mir bereit für einen Sammelbeitrag: Schriftsteller und ihre Hunde.
      Und an Kara Ben Nemsis Hund erinnere ich mich leider nur dunkel – es ist so lange her, dass ich Karl May gelesen habe. Vielleicht nimmt sich einer aus unserer Gruppe mal wieder Karl May vor, das fände ich schön!

      Herzliche Grüße, Birgit

      Gefällt mir

      1. Geht mir mit Karl May ähnlich. An viel mehr als das Erwähnte erinnere ich mich auch nicht. 😉

        Ich habe schon vermutet, dass Thomas Mann „in der Mache“ ist. Auf den Beitrag freue ich mich, da gibt es sicher wieder Neues zu entdecken.

        Liebe Grüße
        Silke

        Gefällt 1 Person

  2. Noch ein paar Buch-Hunde: „Flush“ von Virginia Woolf, Bib in „Der Mann mit dem kleinen Hund“ von Georges Simenon und natürlich Bootsmann auf Saltkrokan. 🙂

    Schön, dass sich auch im Leserleben einige Vierbeiner tummeln.

    Liebe Grüße
    Silke

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