Jack London: Ruf der Wildnis (1903). Wolfsblut (1906).

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„Und wenn er in stillen, kalten Nächten die Nase auf einen Stern richtete, und ein langes, wolfartiges Geheul ausstieß, so waren es seine toten, längst zu Staub zerfallenen Vorfahren, die den Kopf gen Himmel richteten und über die Jahrhunderte hinweg ihr Geheul aus ihm ertönen ließen. Und die Lautfolgen, die er ausstieß, waren ihre Lautfolgen, die Lautfolgen, womit sie ihren Jammer herausschrien und alles, was sie in der Stille der Nacht, in der Kälte und Dunkelheit empfanden. So schwoll zum Zeichen dafür, wie das Leben in festgelegten Bahnen abläuft, das alte Lied aus ihm heraus, und er fand zu seinem eigentlichen Sein zurück.“

Jack London, „Der Ruf der Wildnis“, 1903

Vor Jahren geriet ich bei einer ziellosen Wanderung auf einer spanischen Insel auf ein abgeerntetes Maisfeld. Einige wenige trockene Maisstauden am Feldrain, danach eine dürre Ebene bis zur Küste. Ein Gefühl von Verlassenheit lag über dem Ort. Gerade, als ich meinen Rucksack packen wollte, um mir den Küstenstreifen anzusehen, hörte ich ein Rascheln, ein leises Knurren, ein Scharren. Ich blickte mich um und geradewegs in ein Paar gelbe Hundeaugen. Gelbe Augen? Ich glaubte bislang, dies sei eine Schimäre, eine literarische Erfindung. Zum Grübeln blieb mir indes nicht viel Zeit. Plötzlich war ich von einem Rudel streunender, ganz offensichtlich verwilderter Hunde umzingelt. Einer der wenigen Momente in meinem Leben, in denen ich wirklich Angst hatte, bei dem sich mir die Haare sträubten. Ich starrte den, den ich als Leithund ausgemacht hatte, an. Der Hund starrte zurück. Es hatte etwas von „High Noon“. Von Angesicht zu Angesicht,  keinen Moment den Blickkontakt unterbrechend. Irgendwann, nach etlichen Augenblicken, wedelte der Chefhund kurz mit dem Schwanz, drehte sich um und trabte davon. Sekunden später war die ganze Meute wie vom Erdboden verschluckt.

Warum ich das erzähle? Weil das auch ein wenig mein Verhältnis zum treuesten Begleiter des Menschen umreißt. In meiner Familie gab es immer Hunde, immer auch große Hunde, die ganz selbstverständlich mit zum Haushalt gehörten. Wir wuchsen mit ihnen auf, sie waren Spielgefährten, Begleiter, Wachpersonal (ich werde nie vergessen, wie unser Bastian einmal einen Exhibitionisten quer durch den Park und die Vorortsiedlung, in der wir wohnten jagte). Aber bei aller Zuneigung – ich hatte auch immer einen natürlichen Respekt, ahnte, dass in den Hundeseelen noch ganz ursprüngliche Instinkte schlummerten. Dass es im Grunde vor allem diese rätselhafte freiwillige Bindung der Hunde an die Menschen ist, die den Hund zum Hund macht und seine natürlichen Instinkte zurückdrängt.

hundEin Thema, mit dem sich Jack London in zweien seiner Bücher eingehend beschäftigte. 1897 war der junge London, der sich bis dahin mit allerlei Jobs durchgeschlagen hatte, dem „Lockruf des Goldes“ gefolgt: Nach Dawson City, Kanada, einem kleinen, damals völlig überfüllten Ort, von dem aus Zehntausende auszogen und hofften, ihr Glück zu machen. Der Erfolg von Jack London blieb begrenzt – gerade mal etwas über 4 Dollar war seine Goldausbeute wert. Jedoch inspirierten ihn seine Erlebnisse zu zahlreichen Erzählungen. Unter anderem zu „Der Ruf der Wildnis“ (1903), ein Text, der zunächst als Episodenroman in der „Saturday Evening Post“ erschien und der London schlagartig berühmt machte.

In „Der Ruf der Wildnis“ ist der große Rüde Buck zunächst „der König in seinem Reich“, ausgelassen, sorgenfrei herrscht er auf dem kalifornischen Landgut eines Richters. Bis der König entführt wird: Der Klondike-Goldrausch fordert seinen Tribut. Die Nachfrage nach großen, kräftigen Hunden, die für die Schlitten im Norden benötigt werden, ist enorm – selbst im Süden der Vereinigten Staaten lässt sich mit ihnen Hunden ein trefflicher Gewinn erzielen.

Entführt, verkauft, verprügelt, „besiegt, aber nicht gebrochen“, so wird Buck von illegal agierenden Hundehändlern auf die Reise in das unbekannte Land geschickt. Und zugleich tritt der mächtige Hund – eine Mischung aus Bernhardiner und Schäferhündin – auch durch sein eigenes Leben hindurch eine Reise rückwärts an:

„Er tat die Augen erst auf, als der Lärm des erwachenden Lagers ihn weckte. Zuerst wußte er nicht, wo er war. Es hatte die ganze Nacht über geschneit, und er war unter dem Schnee vollständig begraben. Die Schneewände bedrückten ihn von allen Seiten, und große Angst durchdrang ihn plötzlich – die Angst des wilden Tieres vor der Falle. Dies war ein Zeichen dafür, daß er durch sein eigenes Leben hindurch rückwärts Witterung vom Leben seiner Vorfahren aufnahm (…).“

Die Rückentwicklung, die London in seiner Erzählung schildert, umfasst sowohl eine körperliche als auch eine moralische Anpassung: Buck muss sich im wahrsten Sinne des Wortes durchbeißen, um in der fremden Umgebung und im harten Volk der Schlittenhunde zu überleben. Doch: „Sein Herz war unzerreißbar“ und Buck, der sich durchsetzt, zum Leithund am Schlitten wird, der feindliche Vierbeiner besiegt und schwache zweibeinige Herrschaften hinter sich lässt, wird wieder König in seinem Reich.  Nur die enge Gemeinschaft mit dem Abenteurer John Thornton bindet den Hund noch an die Menschen. Als Thornton von Indianern getötet wird, gibt es für Buck kein Band mehr, das ihn hält – er schließt sich einem Rudel Wölfe an, er wird zum „Geisterwolf“.

Drei Jahre nach „Der Ruf der Wildnis“ ist Jack London – überzeugter Sozialist und vehementer Kritiker des Kapitalismus – einer der, wenn nicht der berühmteste lebende amerikanische Schriftsteller und durchaus wohlhabend. Und dennoch braucht er Geld: Zum Erwerb einer Farm in Sonoma County, die heute noch als eine Art Freiluftmuseum zu besichtigen ist. Der Finanzbedarf ist ein Anlass, um den Roman „White Fang“ zu schreiben. „Wolfsblut“ (1906) ist ein Gegenstück zu „Der Ruf der Wildnis“: „White Fang“ ist ein wilder Hybrid zwischen Hund und Wolf, der mehr und mehr domestiziert wird. Doch  zunächst erlebt der Mischling die grausame Seite der Menschlichkeit, Unterwerfung durch Schläge und Gewalt. Wolfsblut wird  bei Hundekämpfen zum Töten gezwungen und mehr und mehr verbestialisiert – bis er von einem wohlmeinenden Ingenieur befreit wird. Durch Liebe und Vertrauen lernt das Tier, sich in eine menschliche Familie einzufügen.

„Die jetzige Veränderung erforderte eine Umkehr seines gesamten Wesens – und das zu einem Zeitpunkt, wo er die Formbarkeit seiner Jugend längst verloren hatte; wo die Fasern seines Charakters zäh und knotig geworden waren; wo ein diamanthartes, unnachgiebiges, raues Flechtwerk daraus geworden war; die Oberfläche seines Geistes zu Eisen geworden war und all seine Instinkte und Grundsätze zu festen Regeln, Vorsichtsmaßnahmen, Abneigungen und Begierden geronnen waren.“

Doch die Veränderung gelingt, denn Weedon Scott, White Fangs Befreier, weckt „Lebenskräfte, die verkümmert und nahezu untergegangen waren. Eine dieser Kräfte war Liebe.“

Es entbehrt nicht ganz der Ironie, dass das Buch ausgerechnet mit Hilfe eines US-Präsidenten, nach dem ein Kuscheltier benannt ist, der selbst aber ein „nahezu pathologischer Tiermörder“ (so Lutz-W. Wolff im Nachwort zu seiner grandiosen Neuübersetzung von „Wolfsblut“) war, zum Gegenstand einer erhitzten Diskussion wurde. Theodore Roosevelt kritisierte 1907 Schriftsteller, „die er als „nature fakers“ (Naturfälscher) bezeichnete, weil sie den Helden ihrer Tiergeschichten angeblich menschliche Fähigkeiten und Verhaltensweisen andichteten.“ Tiere würden anthropomorphisiert, mit menschlichem Verständnis ausgestattet, dabei seien sie „Automaten, regiert von Instinkten.“

Der neunjährige Jack London mit seinem Hund Rollo. Bild: Wikimedia Commons
Der neunjährige Jack London mit seinem Hund Rollo. Bild: Wikimedia Commons

Jack London antwortete 1908 im Magazin „Colliers“ mit dem Aufsatz „The Other Animals“, gespickt mit Beispielen seiner eigenen Hunde:

„I had a dog in Oakland. His name was Glen. His father was Brown, a wolf-dog that had been brought down from Alaska, and his mother was a half-wild mountain shepherd dog. Neither father nor mother had had any experience with automobiles. Glen came from the country, a half-grown puppy, to live in Oakland. Immediately he became infatuated with an automobile. He reached the culmination of happiness when he was permitted to sit up in the front seat alongside the chauffeur. He would spend a whole day at a time on an automobile debauch, even going without food. Often the machine started directly from inside the barn, dashed out the driveway without stopping, and was gone. Glen got left behind several times. The custom was established that whoever was taking the machine out should toot the horn before starting. Glen learned the signal. No matter where he was nor what he was doing, when that horn tooted he was off for the barn and up into the front seat.“

Der Aufsatz in voller Länge hier:
http://london.sonoma.edu/writings/Revolution/animals.html

Auch wenn Jack Londons beide Bücher später oft als „Kinderversionen“ verhunzt wurden, plötzlich sprechende Hunde auftauchten und das Tier vermenschlicht wurde – den Originaltexten kann man Anthropomorphismus nur bedingt vorhalten. Ja, London spricht Hunden, was die Verhaltensforschung seither durchaus bestätigt hat, zu: Lernfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Sozialkompetenz. Die Spannung beider Bücher liegt auch darin, dass Tieren eine Gefühlswelt zugestanden wird – eine Tatsache, die für jeden Hundebesitzer unbestritten ist.

Abgesehen von der Debatte über „Vermenschlichung“, die auf die beiden Bücher Londons nicht zutrifft, kann man „Ruf der Wildnis“ und „Wolfsblut“ aber dennoch als Parabeln auf menschliches Verhalten lesen: Die Erzählung von Buck zeigt – übertragen auf die Welt der Zweibeiner – zu was unter widrigen Umständen der Hund dem Hund, der Mensch dem Menschen sein kann: Homo homini lupus. Umgekehrt wird an „White Fang“ deutlich, was Liebe, Freundschaft und Vertrauen auch uns bedeuten können. Beide Bücher sind auch Zeugnisse der Auffassungen des glühenden Sozialisten Jack London: Sie erzählen von den elenden Auswüchsen des Kapitalismus (Goldrausch), von Ausbeutung Schwächerer, von der Verelendung ebenso aber auch vom Wert, den der Zusammenhalt in der Gruppe darstellt, vom Wert der Menschlichkeit.

Lutz-W. Wolff  in seinem Nachwort zu „Wolfsblut“:

„Dabei übersahen die Kritiker freilich, dass White Fang eine bescheidene, aber wichtige Botschaft vermittelt, die zum Kern von Jack Londons unter schweren Opfern erworbenen Weltbild gehört: Menschen wie Tiere werden vor allem von ihrer Umwelt geprägt. Behandelt man sie grausam und ungerecht, werden sie «böse», behandelt man sie mit Liebe und Gerechtigkeit, so werden sie «gut».

Die Bücher in Neuübersetzung durch Lutz-W. Wolff bei dtv:
https://www.dtv.de/buch/jack-london-wolfsblut-14239/

32 comments on “Jack London: Ruf der Wildnis (1903). Wolfsblut (1906).”

      1. In Griechenland begegnet man auch immer mal wieder Rudeln streunender Hunde. Mein Liebster ist da stets völlig entspannt, aber ich habe schon Angst, besonders wenn es lauter größere Hunde sind …
        Jack London schreibt wirklich sehr packend, kürzlich las ich den „Seewolf“ und sehr empfehlen kann ich auch seine Kurzgeschichten, dtv hatte mal vor Jahr und Tag (anno 1979) ein Bändchen mit mehreren unter dem Titel „Mondgesicht“ herausgebracht, für vier Mark achtzig, das waren noch Zeiten ; ) Muss ich mir als Jugendliche in irgendeinem Urlaub bei Verwandten gekauft haben … Erinnere mich jedenfalls heute noch an die Geschichten, könnte ich mal wieder lesen … Liebe Grüße
        Petra

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      2. Liebe Petra, es waren GROSSE Hunde! Naja, und selbst wenn sie in der Obhut von Menschen aufgewachsen sind, so ein streunendes Rudel ist schon etwas unheimlich … Ach ja, der Seewolf … hast Du auch als Mädchen die Verfilmung gesehen und dann für Raimund Harmstorf geschwärmt, obwohl er ja der „Böse“ war? LG Birgit

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    1. Oh, ganz herzlichen Dank – das freut mich sehr!
      Ja, und London ist einfach ein moderner Schriftsteller, auch sprachlich (die Bewertung kam jetzt natürlich in dem schon so sehr langen Beitrag etwas kurz). Die Neuübersetzungen finde ich übrigens sehr empfehlenswert.

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      1. Dein Artikel ist genau richtig so! Ich habe nur im letzten Jahr so viele Bücher wegen der Sprache gar nicht gekauft oder schnell wieder weggelegt. Dann lese ich im „Ruf der Wildnis“ den ersten Satz: „Buck las keine Zeitungen, sonst hätte er gewusst, dass sich Unheil zusammenbraute, nicht allein für ihn selbst, sondern für alle Hunde an der Küste vom Puget Sound bis San Diego, die starke Muskeln und ein warmes, dichtes Fell hatten.“ Und bin gefangen. Ich freue mich auf weitere Artikel von dir. LG

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  1. Danke für den Link auf die Neuübersetzung, ich habe es notiert und werde bei dem Buchhändler meines Vertrauens bestellen. Für Deinen Artikel danke ich Dir sowieso.

    PS.: Neulich haben wir beim Zappen ein Bericht im TV gesehen, der hatte so eine ähnliche Tendenz wie dieser Bericht. Es war glaube ich Arte. Ich weiß aber nicht, wann das genau war.

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      1. Ich denke, das war sowas. Wir haben diesen Beitrag ziemlich von Beginn an gesehen. Der war wirklich spannend. Für den Besuch auf der Farm wünsche ich Dir viele interessante Momente.

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  2. Mit viel Genuss London in Deine Worte verpackt, gelesen. Buck war ein Held meiner Kindheit, ich ahnte wie viel von diesem Hund zu lernen war.
    J. London gewährte mir Einblick in die Tierseele, so dass ich aus meinem menschlichen Leben hätte laut die Berge anheulen können, ich hatte meinen persönlichen Begriff von Befreiung und Freiheit gefunden. Den Ruf der Wildnis las ich zweimal bis es richtig wirkte. Ich hatte nie Hunde. In unserer Familie gastierte mal ein hochneurotischer Cockerspaniel und terrorisierte mit seinen Anführer-Allüren unsere Sippe bis wir demokratisch beschlossen ihn zum Erhalt unserer aller Gesundheit in für ihn berufenere Hände abzugeben. Am liebsten hab ich die freien Tiere. Im Moment versuche ich meine Anti-Haustiergesinnung zugunsten der fünf Stabheuschrecken meiner Tochter etwas liberaler zu gestalten und lerne ihre Namen auswendig. Doch mich zwackt es jedes Mal wenn ich den Käfig sehe. Ich will solche Dinger lieber frei im Gras herumhüppen sehen. Meine Tochter weiß viel über Stabheuschrecken, sie lernt immer noch und das Terrarium hat sie den Bedürfnissen der Tiere angepasst ohne dabei überzukandideln.
    Der Hund gesellt sich gern zum Menschen, ist sein Gefährte. Ich mag Hunde sehr, würde mir jedoch keinen willentlich zulegen oder kaufen wollen. Müsste keinen haben wollen. Doch ich wüsste, wenn einer ausdrücklich zu mir hinwollte und um mich kämpfte wie nur ein Hund sich explizit eine Menschenfreundschaft wünschen kann, könnte mich das vielleicht erweichen, wenn ich genug Zeit und Zuneigung aufbringen könnte, einem Hund genauso wertvoll sein zu wollen wie er mir.
    Liebe Morgengrüße von der Fee✨

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    1. Ich kann Deine Beweggründe gut verstehen, allerdings bin ich als Kind mit Hunden aufgewachsen – und aus den Augen einer Erwachsenen: Für Kinder ist ein Hund als Familiengefährte ideal, ich habe viel dabei gelernt. Heute geht es halt leider nicht mehr wegen Stadtwohnung und Vollzeitjob – würde ich anders leben, wäre aber ein Hund sicher mein Gefährte.

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      1. Ja, ich lese normalerweise auch keine Hundegeschichten. Aber mich fasziniert das Wilde und Freie, das ich mit Wölfen verbinde.
        Liebe Grüße
        zurück! Pauline

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  3. Liebe Birgit, toller Auftakt zu Eurer Hundereihe. Wolfsblut und Buck gehörten auch zu meinen Kindheitshelden und haben mich animiert, eigene Tier- und Abenteuergeschichten zu schreiben. Muss ich mal wieder zur Hand nehmen. Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, Peggy

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  4. Ah, da geht es gleich mit den Wolf – Hund Verwandlungen los, dem Gezähmtem und dem Wilden, dem dem Menschen angepassten und dem den Menschen bedrohenden Verhalten des Tieres. Dieses Verhältnis thematisiert auch Petra Ahne in ihrer Naturkunde immer wieder. Da kann ich, wenn ich Ahnes Buch vorstelle, noch einmal den Bogen spannen zu Deinem Beitrag und den London´schen Hund-Wolfen.
    Viele Sonntagsabendgrüße in den Süden wünscht Claudia aus dem wolflosen, aber hundevollen Nordrhein-Westfalen

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    1. Bin sehr gespannt auf deinen Naturkunden-Beitrag (und jetzt so im Wolfsfieber, dass ich mir überlege, mir das Buch selbst noch anzuschaffen). Ich sah vor einiger Zeit eine Dokumentation über die Wiederansiedlung der Wölfe in einigen europäischen Regionen, die natürlich nicht ohne vonstatten geht. Das Raubtier Mensch mag eben keine anderen Raubtiere neben sich haben … Viele Grüße aus Bayern, in dem neben einem „Problembär“ auch wieder „Problemwölfe“ gesichtet wurden…

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  5. So ein toller Beitrag, liebe Birgit! Jack London habe ich geliebt und verspüre jetzt größte Lust, erneut in diesem Grenzbereich zwischen Zivilisation und Wildnis zu schmökern. Und dein spanisches Abenteuer – Adrenalin pur!

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    1. Lieben Dank, Maren! Ich finde es interessant, dass Jack London, wie man auch an den Kommentaren sieht, gar kein reiner „Männerautor“ ist, sondern auch die weiblichen Leserinnen anspricht – früher dachte ich immer, seine Geschichten seien etwas für so kleine Abenteuer-Machos (ich kannte da nur die Jugendbuchversionen und den Seewolf aus dem Fernsehen). Aber sie sprechen offensichtlich in allen Menschen etwas an und sei es eben diesen Zwiespalt „zwischen Zivilisation und Wildnis“. Liebe Grüße, Birgit

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