Und irgendwann bist du nur noch die Widmung in einem Buch…

24 Kommentare
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Buch: “Zwei Menschen”, ein “Roman in Romanzen” von Richard Dehmel.

Oft handele ich mir auf einem Büchermarkt oder im Antiquariat ein Buch auch nur deswegen ein, weil mich die Widmung reizt. Nicht jene mit den üblichen Geburtstags- oder Weihnachtswünschen, meine ich. Sondern solche, die meine Neugierde wecken.
Wer war Irma? Und wem gab sie diesen “Roman in Romanzen” von Richard Dehmel mit? Hat das Buch Irmas Romanze beflügelt? Oder ihr den Garaus gemacht?
Über Geschmack, auch Literaturgeschmack, lässt sich trefflich streiten und scheiden.

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Buch: “Die Liebe und der Tod”, fünf Caprichos nach Goya-Blättern von Wolfgang Martin Schede.

Margret und Dieter hätte ich gerne kennengelernt. Schenken die doch offensichtlich einem anderen Paar “Liebe und Tod” zur Hochzeit. Vielsagend. Ich hätte gerne gewußt, wie die Frischvermählten reagierten. Vielleicht waren sie ja bibliophil, zu ihrem Glück. Oder sagt das eigentlich mehr etwas über Margets und Dieters Beziehung aus?

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Buch: “Prinz Bär” von Helme Heine.

Lange, lange ist das her. War kurz und schön, hat nicht gehalten. Die Liebe ging, die Widmung bleibt. Das ist doch auch was.

Merkzettel: Bedenke, wenn du eine Widmung schreibst, sie könnte in ganz fremden Händen landen…

 

24 comments on “Und irgendwann bist du nur noch die Widmung in einem Buch…”

  1. was für ein schöner beitrag!
    ich liebe widmungen auch… und schreibe meist etwas persönliches in ein buch, bevor ich es verschenke.
    liebe grüße!
    diana
    ps – @petra gust-kazakos: eine heimliche liebe muss nicht immer traurig sein 🙂

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      1. nun ja, bei einseitiger liebe wäre sie aber durchaus auch gewagt, oder? 😉
        wie auch immer, sie ist wundersam schön, rätselhaft … und ja, doch auch ein bisschen traurig.
        ich mag widmungen, sei es persönlich an mich gerichtete, aber auch die, die ich in antiquarischen büchern entdecke.
        widmungen machen ein buch einzigartig!

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  2. Ich hatte mal einen Freund, der mir immer kleine Widmungen in Bücher schrieb. Ich konnte das damals gar nicht leiden (er machte es aber trotzdem ;)). Mittlerweile liebe ich Widmungen (muss die alten Bücher mal raussuchen) und schätze es auch sehr, wenn das Autoren tun. Ein Buch gewinnt dadurch so viel Persönlichkeit. Danke für den schönen Beitrag und fürs Erinnern!

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    1. Wie in dem Zeitungsartikel steht, den Textlicht oben verlinkt hat: Eine Widmung sollte immer wohlüberlegt sein. Ich mag es, wenn sich jemand Gedanken zum Buch(geschenk) und zur Widmung gemacht hat, diese Bücher halte ich in Ehren – ja, und selbst Bestseller, die in jedem Regal stehen, bekommen so etwas Persönliches.

      Gefällt 2 Personen

  3. Liebe Birgit,
    ich mag diese alten Widmungen auch sehr. Manchmal kaufe ich mir ein Buch fast deswegen.
    Ich habe dich nicht vergessen, habe aber gerade sehr viel zu tun. Mittwoch Donnerstag geht es nach Erlangen zu Schmincke und gleich den Freitag danach halte ich ein Referat über Candida Höfer.
    Ich melde mich danach,
    liebe Grüße von Susanne

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  4. das ist unfassbar schön. und unglaublich schade, dass die tradition von buchwidmungen durch die elektronik mehr und mehr verloren geht. ich habe selbst schon oft bücher verschenkt – warum nur bin ich nie auf die idee gekommen, eine widmung hineinzuschreiben?

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