Zehn Fragen zu Büchern.

100 Kommentare
Bild: Rose Böttcher
Bild: Rose Böttcher
  1. Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast?
  2. Das Buch, das Deine Jugend begleitete?
  3. Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte?
  4. Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast?
  5. Das Buch, das Dir am wichtigsten ist?
  6. Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast?
  7. Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird?
  8. Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre?
  9. Das Buch, das Dir am meisten Angst macht?
  10. Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest?

Wer Lust hat, die Fragen zu beantworten – hier, als Kommentar, auf dem eigenen Blog oder gerne auch per Email an b.boellinger@gmx.de, dann gibt es nach den Verschämten Lektüren mal wieder eine kleine Serie…

100 comments on “Zehn Fragen zu Büchern.”

  1. Oh, ich liebe Fragen! Also, ran an den Speck: 1. Mein erstes bewusstes Buch war „Kleiner König Kalle Wirsch“ von Tilde Michels. Ich habe es nachts mit ins Bett genommen wie ein Kuscheltier, und am Schluss waren wahrscheinlich alle Textzeilen in irgendeiner Farbe unterstrichen. 2. In meiner Jugend habe ich nicht gelesen. Oder nur das, was in der Schule drankam. Das hat mir dann schon gereicht. 3. „Die Nonne“ von Denis Diderot. Keine Ahnung, warum. Ich weiß noch, dass ich fast nix verstanden habe. 4. Paula Fox, „Der Gott der Albträume“, Christa Wolf, „Kein Ort nirgends“, Arno Schmidt, „Aus dem Leben eines Fauns“. 5. Kein wichtigstes Buch. 6. Ich hatte einen ziemlichen Bammel vor „Ulysses“, aber dann war es einfach nur ein Fest. 7. Keine Ahnung. 8. Nullachtfuffzehn-Antwort, stimmt aber trotzdem: Die Bibel. 9. Keine Angst. John Burnside gruselt mich ein wenig. 10. Nö, nix. Wenn schreibe ich eben meine eigenen 😉

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    1. Liebe Stephanie, Mensch, bist Du morgens schon hellwach 🙂
      Und erinnerst mich an ein Leseprojekt: Ich wollte mal die ganzen wunderbaren Kinderbücher nachlesen, die ich in meiner Kindheit „verpasst“ habe, u.a. den Kleinen König Kalle Wisch. Kommt jetzt auf die to-read-Liste. Von der Nonne hast Du glaube ich schon mal geschrieben in einem Fragebogen..Von der Nonne hast Du, glaube ich, an anderer Stelle schon mal geschrieben – für mich war Diderots „Jacques der Fatalist“ so ein Buch mit Weckruf. Und zum Uylsses kann ich auch nur sagen: Dito. Viele haben Respekt vor diesem Roman – dabei macht er auch so viel Spaß! Ein Fest, wie Du schreibst. Und ich freu mich auf dein eigenes Buch!

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  2. Das sind sehr interessante Fragen, Birgit.
    Ich merke sie mir, habe aber zur Zeit zu viel zu tun, um sie zu beantworten.
    Aber wenn die Eröffnung meiner Ausstellung hinter mir liegt, dann habe ich Zeit, mich mit deinen Fragen zu beschäftigen.
    Liebe Grüße und viele, viele Antworten wünscht dir Susanne

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    1. Liebe Sussanne, danke für Deine einleitenden Worte: Da steigt mir sofort die Verlegensheitsröte ins Gesicht.
      Literarisch haben wir einige Überschneidungen – auch für mich prägend waren in den Jugendjahren Hesse, Frisch (die blauen, grünen, roten abgegriffenen Suhrkamp-Taschenbücher), die schwarzroten rororo-Ausgaben von Camus. Jetzt entdecke ich insbesondere Hesse wieder neu. Und Ingeborg Bachmann gehört immer noch zu meinen Ikonen. Ja, bei der „Angst“-Frage dachte ich ebenso an „Mein Kampf“, auch wenn das Buch platt ist und davon zeugt, was für ein wirrer Kopf das war – aber es hatte ebenso wie die rote Mao-Bibel eine Verführungskraft und hat es vielleicht immer noch für dumpfe Geister. Und das kann angsterregend sein.

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      1. Die Verlegenheitsröte ist unangebracht, weil es einfach stimmt! Dein Blog ist wirklich gut! Weißt Du, was ich interessant finde an dem Fragebogen? Ich merke, dass ich schon heute bei einigen der Fragen wieder andere Antworten gäbe. Denn zum einen habe ich ein paar Bücher komplett vergessen, die mir dann wieder einfielen, zum anderen begegnen mir täglich Bücher, und auch immer wieder solche, die Eingang finden würden. Allerdings: Nesthäckchen, hihi, das bleibt! Die Antwort Mein Kampf kam total aus dem Bauch – ich weiß, dass es platt ist, aber gerade in den letzten Wochen, durch die Flüchtlingsdebatte, hört man wieder so viel wirres Zeug selbst von Menschen, die man näher kennt, dass ich spontan merkte: all das phanatische, rechte, linke, geifernde, menschenverachtende Zeug, aufgeschrieben und verteilt, macht mir Angst, da Worte immer eine Wirkung haben.

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      2. Ja, deswegen habe ich meine eigenen Fragen noch nicht mal selbst beantwortet: Weil die Antworten oft auch von der Tagesform, neuen Eindrücken, mehr Nachdenken beeinflusst sind…aber dennoch: Eure Antworten zeigen ja auch Vorlieben, Richtungen auf, ich finde das spannend.

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  3. Ohh liebe Fragen und Listen und überhaupt. Here you go:

    Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast?
    Bienchen ist krank – Tamara Danblon

    Das Buch, das Deine Jugend begleitete?
    Trixie Belden – Julie Campbell

    Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte?
    365 Gute Nacht Geschichten – mein Opa hat nicht schnell genug vorgelesen, da hab ich es mir selbst beigebracht 😉

    Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast?
    Pippi Langstrumpf – Astrid Lindgren

    Das Buch, das Dir am wichtigsten ist?
    puh die Frage ist zu schwer

    Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast?
    Ulysses von James Joyce

    Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird?
    Ulysses von James Joyce

    Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre?
    2666 – Roberto Bolano

    Das Buch, das Dir am meisten Angst macht?
    House of Leaves – Mark Z. Danielewski

    Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest?
    all of the above 😉

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    1. Opas die vorlesen – das ist doch was schönes, auch wenn er von der langsamen Sorte war 🙂 Und, wie schon bei Stephanie unten kommentiert: Keine Angst vor dem Ulysses. Der macht Spaß, ich kann das nicht oft genug schreiben. 2666 habe ich auch noch auf der Liste derer, die ich unbedingt lesen möchte – ich erlag auch einige Zeit dem Bolano-Fieber. Aber vordringlich ist die „Suche nach der verlorenen Zeit“. Mal schauen ob und wann ich das packe…

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  4. Es gibt doch nie d a s Buch, meistens sind es mehrere und das ändert sich auch noch je nach Lebensphase, Jahres- und Tageszeit, insofern darf es ruhig eine mittelgroße, gutbestückte Bibliothek sein.

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    1. Lieber Jan,
      sicher ändert sich das – aber es dürfen ja gerne auch mehrere Titel oder nur Autorennamen angegeben werden. Und trotz Weiterentwicklung beim Lesen – auch für mich gibt es Bücher, die einfach prägend waren, die ich nie hergeben würde oder immer wieder lesen möchte.

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      1. Liebe Birgit….es war schön in meine Lesevergangenheit zu blicken…und es ist gar nicht so leicht…aber aus dem Bauch und den ersten Gedanken, sind hier meine Antworten entstanden 😉

        Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast? Diese drei liebenswerten Stanisläuse (der alte, der junge und der kleine Stanislaus)

        Das Buch, das Deine Jugend begleitete? Bonjour tristesse – Sagan

        Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte? Narziß und Goldmund – Hesse

        Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast? Der kleine Prinz

        Das Buch, das Dir am wichtigsten ist? Der kleine Prinz

        Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast? 39,90 – Frédéric Beigbede

        Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird? obwohl ich es nicht gelesen habe….aber welch Hysterie.. 😉 …..Fifty Shades……..

        Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre? Den neuen Umberto Eco – Nullnummer

        Das Buch, das Dir am meisten Angst macht? Angst im Sinne von ….wie beeinflusst das Buch den Leser?…dann wäre das all die „rechte“ Literatur – was immer es hier am Markt gibt!

        Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest? Einen Krimi – einen dieser fantastisch guten französischen Krimibücher!

        ❤ liebe Grüße – Karin

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      2. Bonjour tristesse…das durfte ich nicht in meiner Jugend lesen, das war verbotene Lektüre 🙂 Und als ich es dann las, war ich beim ersten Mal etwas enttäuscht (das Verbot hatte natürlich ziemliche und falsche Erwartungen geweckt). Später dann fand ich einen Zugang zu Sagan. Und Narziß und Goldmund – das und „Unterm Rad“, das waren auch meine Jugendbücher. Und: Deine Angst vor rechter, rassistischer, aufhetzender Literatur, die teile ich, denn der Boden bleibt leider immer fruchtbar. Liebe Grüße, Birgit

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      3. Ist ja interessant. liebe Birgit….bei dir eine verbotene Lektüre und mir wurde sie zu Hause förmlich in die Hand gedrückt oder aufs Aug gedrückt 🙂 !!! Ein schöne Gedankenreise in ein paar literarische Momente, die man nicht vergisst!! Eine wirklich gute Idee von dir- liebe Grüße Karin

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      4. Meine Eltern machten um solche BÜcher – Cronin, Desiree, Angelique – immer so ein wenig ein Gedöns. Ich glaube, das war ein pädagogischer Trick – Verbote machen neugierig und so waren wir richtig scharf aufs Lesen… Liebe Grüße, Birgit

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  5. Immer gut, wenn ich ein Gerüst habe, um meine Gedanken zu sortieren 🙂 Also:
    1. Es war ein blaues Buch, das weiß ich noch genau. Die Kinder aus der ??-Straße (nein, nicht Krachmacherstraße). Ich weiß nicht, wie es sich zu mir verirrt hatte, denn in meinem Elternhaus gab es keine Bücher.
    2. Ein Schuber mit vier Bilderbüchern von Walt Disney. Sonst nur Comics, Micky Maus, Fix und Foxi, Zack!
    3. „Ben Hur“ aus der katholischen Pfarrbibliothek
    4. „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ von M. Pirsing Drei Anläufe habe ich gebraucht, um zu verstehen, worum es dabei überhaupt ging.
    5. Gibt es nicht. Alle Bücher hatten ihre Zeit.
    6. „Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss. Bin nie über die ersten hundert Seiten rausgekommen.
    7. Die Bibel
    8. Kenne ich noch nicht. Eins, in dem ich richtig versinken kann. Eine Trilogie oder sowas.
    9. „Blackout“ von Andreas Eschbach. Grausig geschrieben, aber der Untergang unserer Zivilisation ist so realistisch und so nah dargestellt, dass ich das Buch gleich als ich durch war verschenkt habe, um nicht wieder reinschauen zu müssen.
    8. Ein Krimi, der in einer Burn-Out-Klinik spielt oder etwas Kompliziertes, über einen Jungen der zwischen den Welten wandert, so im Stil von Kurt Vonnegut.

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    1. Bei mir war es ein gelbes Buch 🙂 Erich Kästner. Und den Pirsing, der schwirrte hier auch während meiner jungen Jahre rum, ich habe ihn aber nie zu Ende gelesen. Witzig, dass Du die Ästhethik des Widerstands nennst – ich hatte den Taschenbuch-Brummer vor zwei Tagen in der Hand und dann wieder ins Regal zurückgestellt: Derzeit keine Lust, das anzufangen. Und wenn Du unter 10! tatsächlich so was in der Art schreibst: Lass es uns unbedingt wissen und lesen!

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  6. Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast? Die Mädels vom Immenhof.
    Das Buch, das Deine Jugend begleitete? Hanni und Nanni
    Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte? Weiß ich nicht mehr.
    Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast? Micky Maus – Auch Comics sind Bücher!
    Das Buch, das Dir am wichtigsten ist? Viele!
    Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast? Gibt es nicht.
    Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird? Liegt immer im Auge des Betrachters.
    Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre? Harry Potter – noch nicht gelesen!
    Das Buch, das Dir am meisten Angst macht? Bücher machen mir keine Angst.
    Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest? Das Leben, ein besonderer Weg!

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  7. 1. ein erinnertes Bewusstsein setzt recht spät ein: Irgendetwas mit den fünf Freunden (Blyton) 2. Karl May. 3. Deutschstunde von Lenz. 4. Seelandschaft mit Pocahontas. 5. Das Buch der Unruhe, Pessoa. 6. Kein Bammel, aber Respekt: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (bis 3. Band gekommen). Oder auch Zettels Traum. 7. Die Bibel und der Zauberberg. 8. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit 4-7. 9. Keines. 10. Keines.

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      1. Gottseidank kann man ihn (den Proust) sehr gut Buch für Buch, mit langen Pausen dazwischen, lesen. Grad der Anfang, „Combray“ und „Eine Liebe von Swann“ sind ganz wunderbar. Trau Dich ruhig mal …

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  8. Eine schöne Anregung, liebe Birgit!
    1. Das erste bewusst gelesene Buch war, glaube ich, „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler. Und dann alles andere von ihm: „Der kleine Wassermann“, „Die kleine Hexe“, „Räuber Hotzenplotz“…
    2. Begleiter durch die Jugend? Camus, Sartre, Simone de Beauvoir. Existenzialisten rauf und runter. Aber auch: Hesse, Stefan Zweig, Dürrenmatt, Max Frisch, Böll. Tucholsky natürlich. Alles oder doch fast. Mir scheint, in Kindheit und Jugend habe ich geliebte Autoren ganz gelesen.
    3. Zur Leserin gemacht? Das könnte „Die kleine Hexe“ gewesen sein. Ich erinnere noch, wie ich nach dem offiziellen „Licht aus!“ mit der Taschenlampe unter der Bettdecke weitermachte.
    4. Ich lese selten mal ein Buch wieder. Eigentlich schade. Am häufigsten habe ich wahrscheinlich Gustav Radbruchs „Rechtsphilosophie“ gelesen.
    5. Das eine wichtigste Buch gibt es für mich nicht oder fällt mir jetzt nicht ein.
    6. Bammel vor Büchern? Kenne ich nicht. Wenn eines nicht zu mir „spricht“, klappe ich es wieder zu. Es gibt andere (oder passendere Zeiten). Das halte ich so, seit ich vor vielen Jahren feststellen musste, dass ich mit Thomas Mann einfach nicht warm werde.
    7. Das am meisten überschätzte Buch? Weiß nicht.
    8. Wenn mich ein Buch reizt, neige ich dazu, mir relativ spontan die Zeit zum Lesen zu nehmen. Ich bin keine systematische Leserin (mehr).
    9. Ein Buch, das mir Angst macht? Beim Lesen? Da fällt mir sofort „Die Straße“ von Cormac McCarthy ein. Die Bilder, die beim Lesen entstanden sind, habe ich noch Jahre später vor Augen.
    10. … schreibe ich früher oder später. 😉

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    1. Liebe Maren,
      wir haben offenbar eine ganz ähnliche Leserinnen-Sozialisation durchlebt, wenn ich die Titel unter 1 +2 sehe sowie das bekannte „Licht aus!“ 🙂
      Wieso die Rechtsphilosophie? Das macht mich jetzt sehr neugierig. Und ja, die Straße – das ist wie andere von Cormac McCarthy, da bleiben die Bilder, wie Du schreibst, vor Augen…

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      1. Mir scheint, man las sich damals durch einen bestimmten Kanon der Literatur. Ist das heute auch noch so? – Wieso die Rechtsphilosophie? Radbruchs Ausführungen zu Recht und Moral, die Rechtsphilosophie und überhaupt die Philosophie ließen mich ein ansonsten ziemlich dröges Jurastudium überstehen. 😉

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      2. Liebe Maren,
        deine Frage gab mir zu denken: Gibt es heute noch so einen Kanon? Das wird mal ein neuer Fragebeitrag – mein Eindruck ist, eher nicht…Aber, was weiß ich schon. Oh, Du hast Jura studiert! Das ahnte ich ja nicht. Ich schreib fortan nichts mehr ohne…ach ja, dröger Witz 🙂

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      3. Liebe Birgit, aus der Frage einen neuen Beitrag zu stricken, finde ich eine prima Idee. Da kommt bestimmt viel Spannendes zusammen. So aus dem Bauch heraus würde ich dir zustimmen: Die Lesesozialisation funktioniert heute wahrscheinlich etwas anders als „zu unserer Zeit“ (Achtung, liebe Kinder: die Lese-Omas erzählen vom Krieg…!) Aber, was weiß ich schon. 😉 – Und im übrigen: Don’t worry, meine Zeit als Anwältin liegt inzwischen auch schon so lange zurück, dass beinah Verjährung eingetreten ist.

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      4. Witzig, liebe Maren: Kaum werfen wir die Frage auf, startet die Zeit eine Serie: Kanon des jungen Jahrhunderts. Da siehste mal, Lese-Omas als Trendsetterinnen. Die ersten drei Romane: Die Korrekturen von Franzen, Look at me von Jennifer Egan und Schnee von Orhan Pamuk.

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  9. Tolle Idee, liebe Birgit! Habe große Freude an den Fragen, ebenso wie an den Antworten, die schon eingegangen sind und werde noch ein bisschen mitlesen müssen, denn ich habe doch einige wichtige Titel vergessen, denen ich hier erfreut wiederbegegne, wie z. B. dem Pirsig. Da fällt mir gerade „Gödel, Escher, Bach“ – auch so ein Titel, der in eine bestimmte Zeit gehört (80er? frühe?) Herzliche Grüße!

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  10. 01: Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast?

    vorgelesen oder gelesen? vorgelesen vermutlich „Der Räuber Hotzenplotz“, gelesen: Lustige Taschenbücher. Mein erstes hieß „Der Tiger von Masalia“:

    https://stefanmesch.wordpress.com/2011/06/24/helden-meiner-kindheit-quick-list/

    02: Das Buch, das Deine Jugend begleitete? Anne Franks Tagebuch – auch und besonders, weil sie mir nicht sehr sympathisch war.

    und: ein „Superman“-Roman von Roger Stern. aber das ist persönicher/komplizierter zu erklären: https://stefanmesch.wordpress.com/2013/06/10/superman-man-of-steel-comic-empfehlungen/

    03: Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte?

    Die Lustigen Taschenbücher erschienen monatlich – aber in der zweiten oder dritten Klasse hatte ich 20 Mark und habe mir drei ältere Bände gleichzeitig gekauft, an einem ganz normalen Tag. die Erwachsenen um mich herum fanden das… halb verschwenderisch/grotesk und halb… imposant/sympathisch. für mich war es ein wichtiges Zeichen: es ist okay, immer/dauernd zu lesen.

    04: Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast?

    Ich bin schnell gelangweilt und hasse Wiederholungen. Ich schaue auch Filme nur sehr ungern zweimal. Deshalb: vielleicht dieses Abenteuer-Spielbuch, das ich nie richtig geschafft/durchgespielt habe – aber bestimmt dreimal versuchte:

    https://www.goodreads.com/book/show/1261049.House_of_Hell

    05: Das Buch, das Dir am wichtigsten ist?

    In „Fun Home“ nimmt sich Alison Bechdel das Recht, über ihre Jugend und Familie zu sprechen – in einem sperrigen und komplex erzählten Comic. dass dieses Buch Erfolg hatte/verstanden wurde, macht mir viel Mut.

    https://www.goodreads.com/book/show/26135825-fun-home?from_search=true&search_version=service

    06: Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast?

    Immer, wenn ich – in der Schule, im Studium usw. – die Wahl zwischen Psychologie und Philosophie hatte, nahm ich Psychologie. mir fehlt Interesse und Verständnis für Philosophen – und wenn Freund*innen anfangen, über (besonders:) Hegel, Kant und Heidegger zu sprechen, schwanke ich zwischen Langeweile, Widerwillen und Respekt. ich hoffe, dass ich sterbe/ein komplettes Leben führen darf, ohne, das durchzuarbeiten/aufzuholen.

    07: Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird?

    Ich hasse „Vincent“ von Joey Goebel. Dostojewski ist verblasen, sentimental und naiv. Und ich verstehe nicht, warum so viele Menschen „Der Meister und Margarita“ „köstlich“ finden.

    08: Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre?

    Ich habe eine „bald lesen“-Liste mit 1800 Titeln… aber die beiden Sachen, die mich seit über zehn Jahren reizen, aber abstoßen, sind „Final Fantasy VII“ und „Metal Gear Solid“: ich will diese Geschichten erleben… aber ich habe überhaupt keine Lust, die Spiele zu spielen/die Spielmechanik zu bewältigen. ich hoffe, es gibt mal brauchbare Romane oder Verfilmungen.

    09: Das Buch, das Dir am meisten Angst macht?

    Reaktionäre Unterhaltung wie „Two Broke Girls“ oder Harald Martenstein machen mir Angst – und ich kann mir gut vorstellen, dass es einen rassistischen Super-Bestseller gibt im Stil von „Ich bin wieder da“, über den dann alle lachen. irgendwas mit dem N-Wort im Titel. und ich verbringe dann zwei Jahre damit, dass mich Leute in Netzdiskussionen engstirnig/verbohrt finden, weil ich das Buch nicht „köstlich“ finde. :-/

    10: Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest?

    schreibe ich gerade. passt. http://zimmervollerfreunde.tumblr.com/

    Edouard Leves „Autoportrait“ fand ich großartig, und viele der Listen-Bücher von David Markson:

    http://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/autoportrait.html

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    1. Beeindruckendes Gedächtnis, das sich unter dem ersten Link offenbart – so detailliert könnte ich mich an meine ersten Leseerfahrungen nicht erinnern, die liegen aber auch noch etwas länger zurück. „Ich bin wieder da“ …führt mich zu den zehn Büchern, die ich freiwillig nie lesen würde: „Er ist wieder da“ hätte da einen Top-Platz.

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  11. 1. War „Der Feuergott der Maranen“ von Arkadi Wolkow. Das war das einzige Buch aus der Reihe, das ich selbst besaß.
    2. Gianni Rodari mit „Zwiebelchen“ in meiner Kindheit. In meiner Jugend war es vorwiegend Fantasy und Science Fiction, „Der Herr der Ringe“ von Tolkien.
    3. Wahrscheinlich war es ein Karl May Buch, welches kann ich aber nicht mehr sagen. Die durfte ich im Bett meiner Eltern lesen, damit mein kleiner Bruder schlafen konnte in unserem gemeinsamen Zimmer.
    4. Charles Bukowski „Das Liebesleben der Hyäne“. Ich weiß nicht, wie oft. Unzählige Male, immer wieder, wenn ich schlechte Laune habe, wenn ich gute Laune habe, wenn mich andere Lektüre langweilt.
    5. Siehe 4.
    6. Goethes „Faust“. Ich habe es noch nie ausgelesen. Irgendwas kommt mir immer dazwischen.
    7. Ob es am meisten überschätzt wird, kann ich nicht sagen, für mich war es eine Enttäuschung, als ich es in die Hände bekam: Volker Kutscher, „Der nasse Fisch“.
    8. Goethes „Faust“.
    9. „1984“ von George Orwell.
    10. Keine Ahnung.

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    1. Oh Tolkien schon in der Jugend…da werde ich neidisch. Ich habs nie über die ersten Seiten geschafft, er steht noch immer hier…
      Faust I war bei mir Abi-Stoff, den musste ich lese, Faust II eine Qual. 1984 kann ich gut nachvollziehen – eine Dystopie, die in großen Teilen schon erfüllt ist…

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  12. 1. Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast?
    Ehrlich gesagt ist meine Erinnerung daran etwas verschwommen. An dieser Stelle eine kleine Aekdote, die für mich der Beginn meiner Büchersucht gewesen ist: Zum 7. Geburtstag bekam ich von meiner Mutter meinen ersten eigenen Leseausweis der kleinen Bücherei vor Ort. Ich durfte selber hingehen und alleine aussuchen. Und damit war es um mich geschehen…

    2. Das Buch, das Deine Jugend begleitete?
    Ursula Wölfel „Ein Haus für alle“ – hat einen thematischen Rattenschwanz hinter sich hergezogen, über den ich heute noch stolpere, der mich heute noch begleitet. Mit dem Titel habe ich mich zum ersten Mal per Buch mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandergesetzt und tue es noch heute.

    3. Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte?
    „Nesthäkchen“ von Else Ury, habe die Bände nach und nach von meinem Taschengeld gekauft.

    4. Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast?
    „Vom Winde verweht“. Als Teenager (da darf frau das), bestimmt 15x. Heute ist mir die Lesezeit zu wertvoll um doppelt oder mehrfach zu lesen.

    5. Das Buch, das Dir am wichtigsten ist?
    Connie Palmen, „I.M.“
    Ein großartige Geschichte voller Liebe und Verlust. Sprachlich hervorragend.
    Habe mal ein Interview mit der Autorin gelesen oder gehört: Sie streicht und kürzt so lange an einem Text herum, bis wirklich nur noch das da steht, was sie wirklich sagen will. Das hat mich beeindruckt.

    6. Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast?
    Proust „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ und Kafkakafkakafka

    7. Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird?
    Sorry an meine Vorredner „Ulysses“ 😉

    8. Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre?
    Proust, siehe 6.

    9. Das Buch, das Dir am meisten Angst macht?
    Gibt es nicht, immer ran!

    10. Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest?
    Habe ich schon im Kopf, muss mich nur mal hinsetzen und wirklich schreiben, Richtung lustiger Krimi…

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    1. Oh ja, auch hier der Respekt/Bammel-Proust. Das kenne ich 🙂 Vielleicht mündet es ja mal in ein gemeinsames Leseprojekt mehrerer Blogger, die es noch vor sich haben – so als Motivation …
      Connie Palmen ging bislang an mir vorbei, das macht mich jetzt neugierig, danke!

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      1. Ganz viel Spaß und Erkenntnis dabei. Ich stolpere bei Connie Palmen immer wieder über ganz schlaue durchdachte Sätze, die mich zum Innehalten und Nachdenken bringen. Halte auch immer eine ungelesene Palmen in der Hinterhand, die erst gelesen wird, wenn der neuste Titel erschienen ist…Meine Macke bei Lieblingsherzensautoren, dito für John Irving. Werde dafür ausgelacht, aber so hat man immer noch wenigstens ein gutes Buch in der Hinterhand bevor der Notstand ausbricht.
        Blumen für Deinen tollen Blog!
        Und danke für den Floh im Ohr bzgl. Proust-im-Blog-zusammen-lesen…
        Nina

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  13. Listen reizen mich immer, insofern müsste als Antwort zu den 10 Fragen eigentlich überall „High Fidelity“ stehen, aber nein:
    1. Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast?
    Die Kinderbibel, was denn sonst ;-)) Oder “Robinson Crusoe” in einer Kinder-/Jugendausgabe.
    2. Das Buch, das Deine Jugend begleitete?
    “Einer flog über das Kuckucksnest” von Ken Kesey.
    3. Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte?
    Auch “Einer flog über das Kuckucksnest” (s.o.)
    4. Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast?
    “Der Name der Rose” von Umberto Eco.
    5. Das Buch, das Dir am wichtigsten ist?
    Puh, das ist schwer, da gäbe es einige. “Hundert Jahre Einsamkeit”/Garcia Marquez bei der allgemeinen Belletristik, “Black Dahlia”/Ellroy bei den Krimis, “White Bicycles”/Joe Boyd bei den Musik-Sachbüchern, die Willy-Brandt-Biografie von Peter Merseburger beim Polit-Kram, “Damned United” von David Peace bei den Fußballbüchern und “The Stand” vom King beim Horror ;-))
    6. Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast?
    “Doktor Faustus” von Thomas Mann, liegt schon seit Jahren ungelesen rum.
    7. Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird?
    “Der Turm” von Tellkamp, des weiteren Band zwei und drei der Millenium-Trilogie von Stieg Larsson und natürlich alles von Friedrich Ani (und wahrscheinlich auch alles, aber das ist nur eine starke Vermutung, die ich nicht belegen kann, da ich das Zeug nie lesen werde, alles von Steffen Kopetzky ;-)))).
    8. Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre?
    “Glastonbury Romance” von John Cowper Powys und in einem zweiten Versuch “Die Wohlgesinnten” von Jonathan Littell.
    9. Das Buch, das Dir am meisten Angst macht?
    Weniger die Bücher selber als die Auflagezahlen von Müll wie “Shades Of Grey”.
    10. Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest?
    “Der Krieg am Ende der Welt” von Mario Vargas Llosa.
    Viele Grüße,
    Gerhard

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    1. Lieber Gerhard,
      meinungsstark, wie immer 🙂 Das mit Tellkamp ahnte ich fast schon, und jetzt kommt auch Koeptzky hinzu (milder Widerspruch meinerseits). Das Kuckucksnest in Kombination mit der Verfilmung: das weckte bei mir das Interesse an amerikanischer Literatur (und an engagierter Literatur). Ich hab noch so eine uralte abgegriffene Zweitausendeinsausgabe. Dafür könnte ich den Namen der Rose nie mehrfach lesen…ich finde Eco ziemlich langweilig…da ist „Der Krieg am Ende der Welt“ (das beste von Vargas Llosa) haushaushaushoch besser 🙂

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      1. Liebe Birgit,
        klar, da wird man nicht immer Konsens erzielen, aber das soll ja auch so sein. Den Roman von Tellkamp mochte ich eigentlich von der Story her, das gibt viel her, aber ich fand seinen Stil unerträglich, da wollte wohl einer der neue Joyce sein, sag ich mal boshaft… ;-))
        Die Kuckucksnest-Verfilmung ist auch sehr stark, das 2001-Taschenbuch hab ich auch, das war damals der Einstieg, es gibt aber auch noch eine neuere Übersetzung von Carl Weissner, die ist direkter, unverblümter und auch nicht schlecht. Der zweite Roman von Ken Kesey, „Manchmal ein großes Verlangen“ ist in meinen Augen auch ähnlich genial. Ich kann verstehen, wenn Du Eco langweilig findest, bei ein paar anderen Büchern von ihm ist mir das streckenweise auch so gegangen, aber „Name der Rose“ ist schon ein extrem vielschichtiges Werk, allein die ganze Kirchenhistorie, die ja im Film kaum eine Rolle spielt und so nicht darstellbar war, ist hervorragend durchexerziert. Vargas Llosa: ja, es dürfte sein stärkstes sein, dicht gefolgt von „Tante Julia und der Kunstschreiber“,
        liebe Grüße,
        Gerhard

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      2. Die Weissner-Übersetzung muss ich mir besorgen, der ist natürlich klasse…
        bei Vargas Llosa fällt mir noch als einer der drei großen Romane Das Fest des Ziegenbocks ein…auch nicht schlecht. Und – Titel weiß ich nicht mehr so genau – der Hauptmann und nochmal was…leider ist er mit zunehmenden Alter immer wertkonservativer und dröger geworden…

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      3. Der Hauptmann und sein Frauenbataillon (??), oder so ähnlich. ‚Maytas Geschichte‘ war auch sehr gut. Bezüglich dröger mit zunehmendem Alter geb ich Dir recht, das Wertkonservative hängt wohl mit seinem Status als Politiker zusammen, sein Gegner Fujimori war im krassen Gegensatz hierzu ja auch eine einzige Katastrophe, insofern kann ich das nachvollziehen.
        Viele Grüße, Gerhard

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  14. Unwiderstehlich, Birgit. Und schön, wie vielfältig die Antworten überkommen und ich nebenbei noch neue Leseanregungen finde. Na, lass mal sehen:
    1 Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast? Vielleicht war es der gregorianische Gesang meines Onkels, als er mich beim Singen in seine Noten gucken ließ und mich in diese neue Dimension der Verbindung von Zeichen und Bedeutung einweihte – vielleicht mit drei, vier Jahren. Sonst die Erstlesefibel in der Schule mit den Abenteuern von Nicki und Nacki, den Mäusen
    2 Das Buch, das Deine Jugend begleitete?
    Ja, der liebe Otfried Preussler, alles was es da gab (Kindheit) und außer Karl May und Klassikern (Märchen, Robinson Crusoe, Schatzinsel, etc, etc. obskures Material wie Bob Moran Abenteuerromane – kennt die noch jemand hier in der Runde? – und das tolle Südseebuch Tonga Tabu, mit dem ich fremde Zungen erlernte und worin ich völlig abgetaucht war. Alles, was sich sonst zwischen zwei Buchdeckeln oder Einbandpapier gedruckt fand (bei besagtem Onkel das Neueste in Comix – kennt einer noch Wastel?).
    3 Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte? Ist mir nicht bewußt
    4 Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast? Da geht es mir wie Maren Wulf
    5 Das Buch, das Dir am wichtigsten ist? Ick weeß nich, gerade vielleicht Montaigne und Kierkegaard – vernünftige Geister, die mir helfen, den alltäglichen Wahnwitz in der Welt zu ertragen
    6 Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast? ratlos – vielleicht das mit den sieben Siegeln? Aber auch nicht. Ich zittere nicht.
    7 Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird? Ich bin immer wieder verblüfft, worin andere ihre Freude finden, und lass es gut sein
    8 Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre? Naja, derer sind viele, beispielsweise endlich den legendären Zauberberg, und nochmal Brochs Schlafwandler wiederlesen – es gibt da eine tolle Passage zur Wirkung und Bedeutung von Uniformen …
    9 Das Buch, das Dir am meisten Angst macht? Melmoth The Wanderer hatte ich damals in den Achtzigern abgebrochen – zu schaurig. Aber vielleicht wäre das heute kein Problem
    10 Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest? Bin zufrieden, dass andere das tun

    PS.: Wer auch immer so schöne Fragen `rumreicht ist Blogger Savidge Reads, unter ‚Other People’s Bookshelves‘

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    1. Liebe Margarete, danke für den Blog-Hinweis am Ende, gehe ich lgeich mal schnuppern. Und: Witzige Antworten – das Buch mit den sieben Siegeln 🙂 Huch.
      Ja, den Broch habe ich mir auch mal zurecht gelegt, da wurde ich aber nicht so warm…mal sehen, vielleicht irgend wann mal.
      Montaigne und Kierkegaard – immer eine gute Wahl. Montaignes Essays liegen hier, neben MArc Aurel, in Griffnähe, ab und an eine Dosis, das ist so beruhigend und weise…

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      1. ja, besonders der spätere Montaigne, der sich aus dem Stoizismus herausgekrabbelt hat und sich eher wundert und mitunter amüsiert, statt sich ergeben zu grämen. Mehr Freude als Pflicht, meine ich.

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  15. Liebe Birgit, Du bist ja wieder sehr neugierig 😀
    1. Also das erste, Buch, das ich bewusst gelesen habe: „Brüderchen Vierbein“ keine Ahnung von wem. Das Buch hat mich so bewegt, dass ich mir damit selbst das Lesen beigebracht habe.
    2. Das Buch, das Dich durch die Jugend begleitet hat: Goethes Faust I+II, das Hat mich während der Schulzeit sehr inspiriert.
    3. Das Buch, das Dich zur Leserin machte: siehe 1
    4. Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast: heutzutage lese ich eigentlich kein Buch mehr als einmal, aber als Kind habe ich jedes Jahr in den Sommerferien einige Zeit bei meiner Tante in einer Datsche am See verbracht. Dort habe ich jedes Jahr das Buch „Menschen und Tierkinder“ von irgendeiner russischen Autorin gelesen. Wenn es zu Ende war, hab ich wieder von vorne angefangen. Ach ja, und in der Küche der Datsche hing eine Kalorientabelle, die habe ich auch dreimal täglich gelesen.
    5. Das Buch, das Dir am wichtigsten ist: Das ist schwierig und ändert sich sicher auch. Alles, was mich tief im Inneren berührt und zum Nachdenken anregt, wie zum Beispiel „Die bewohnte Frau“ von Gioconda Belli.
    6. Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt hast: ich schleiche noch um den Proust wie eine Katze um den heißen Brei
    7. das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird: Vor Jahren habe ich mal „Labyrinth “ von Kate Mosse gelesen, das Buch wurde als weiblicher Da Vinci Code angepriesen und hat sogar den Orange Booker Prize gewonnen. Das lag aber wahrscheinlich daran, dass die Dame für gewöhnlich in der Jury mitarbeitet und ihre Kollegen ihr einen Gefallen tun wollten, eindimensionale Figuren und komplett vorhersehbare Handlung.
    8. das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst: siehe 6
    9. das Buch, das Dir am meisten Angst macht: Horrorgeschichten
    10. das Buch, das du selbst gern geschrieben hättest? Hab ich noch nicht gefunden, muss ich wohl selbst schreiben

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    1. Liebe Peggy,
      Dich hat Faust II inspiriert? Hut ab! Für mich war der Faust in beiden Teilen in der Schule eine Qual, Faust I kam mir dann erst durch eine gute Theaterinszenierung näher…
      Das mit der Kalorientabelle finde ich witzig – bei meiner Großmutter gabe es neben den Ganghofers noch einen Küchenkalender mit Sinnsprüchen, das wars dann auch so ziemlich…Ja, und noch eine, die den Proust umschleicht – was hälst Du von einem gemeinsamen Proust-Leseprojekt – da sind ja jetzt einige, die sich noch nicht an ihn wagten…

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  16. Da kann ich natürlich auch nicht widerstehen und habs mal auf meinem Blog beantwortet. Einfach war das wirklich nicht. Ich glaube, ich leide unter partieller Amnesie, was meine Kindheit und Jugend angeht.

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  17. Sehr schöne Fragen.

    1. Das erste Buch, das du bewusst gelesen hast?

    Meine Eltern hielten nichts von Büchern, daher kam ich erst in der Schule überhaupt bewusst in Berührung mit Büchern. Ich habe so ein paar Bücher im Regal gehabt, mehr Märchen (die ich doof fand) und Bücher, die mir viel zu hoch waren als Grundschuldkind. In der fünften Klasse haben wir dann im Deutschunterricht eine Art Klassenbibliothek gehabt – ich hab keine Ahnung mehr, was ich zum Verleihen angeboten habe, und einer meiner Mitschüler hat „Meffi, der kleine feuerrote Teufel“ ins Regal gestellt. Das mochte ich. Eine Mitschülerin hatte noch „Pizza, Pauken und Trompeten“ von Steffen Kents Captain Blitz-Reihe beigetragen, das mochte ich auch. und habe es ebenfalls bewusst gelesen. Aber danach habe ich bestenfalls Sachbücher gelesen. Dann vielleicht noch das Wissensbuch „Ich sag dir alles“. Mit der Pubertät kam das Desinteresse, und danach dauerte es mehr als ein Jahrzehnt, bis ich wieder bewusst, ja überhaupt gelesen habe. Denn auf einmal hatte ich 1999 nach der Ausbildung einen 40-Stunden-Job und zusätzlich noch eine Band, das fraß viel Zeit. Und Interesse hatte ich auch noch keines. Bis… siehe Frage 3.

    2. Das Buch, das Deine Jugend begleitete?

    Keines. Ich fand Lesen uncool. Ich habe lieber gezockt, gezeichnet, gebastelt und am Computer Zeugs programmiert. Außerdem hatte ich ein Keyboard, später eine E-Gitarre… gelesen habe ich eher Musikmagazine und Papas versteckte Heftchen. Hallo, ich war JUGENDLICH und hatte ganz schlimme PUBERTÄT! 😉

    3. Das Buch, das Dich zur Leserin/zum Leser machte?

    Das war erst 2001 oder 2002, als mir ein ziemlich vergilbtes „Ganz unten“ von Günter Wallraff in die Hände fiel. Meine Frau, mit der ich damals erst frisch verbandelt war, meinte, das könnte mir gefallen. Und so ging es mit Sachbüchern und Reportagen los, die mir sehr gefielen. Kurze Zeit darauf ging es dann weiter mit Romanen. Seit dann lese ich nahezu um mein Leben, denn ich hatte viel nachzuholen…

    4. Das Buch, das Du am häufigsten gelesen hast?

    „Der Fänger im Roggen“, nämlich zwei Mal. Weil ich es zuerst abgebrochen und dann noch mal damit begonnen habe. Ich lese Bücher ansonsten nicht mehr als ein Mal. Sie sind in meinem Kopf gespeichert, der Überraschungseffekt ist weg. Ich schaue auch Filme selten mehr als einmal. Ausnahme: Romane, die man alternativ lesen kann – beispielsweise Oliver Uschmanns „Erdenrund“ aus der „Hartmut und ich“-Reihe, das man entweder linear lesen kann oder aus der Perspektive der vier Protagonisten fortlaufend. Oder Nils Mohls „Es war einmal Indianerland“, bei dem die Reihenfolge durcheinandergeschüttelt ist und man es so lesen kann oder in der zeitlich wirklichen Reihenfolge.

    5. Das Buch, das Dir am wichtigsten ist?

    Habe ich nicht. Entweder ich mag meine Bücher sehr, ich mag sie „nur“, oder aber mag ich sie nicht/sind sie mir egal. Ginge es nur um DAS eine Buch, das ich behalten dürfte und alle anderen nicht, wäre ich aufgeschmissen. Ich könnte mich nicht auf eines beschränken. Niemalsnimmernicht.

    6. Das Buch, vor dem Du einen riesigen Respekt bzw. Bammel hast?

    Ich habe vor jedem guten Buch Respekt – oder eher gesagt Respekt vor dem/der, der/die es geschrieben hat. Bammel habe ich vor keinem Buch. Selbst nicht vor Monstern wie Arno Schmidts „ZETTEL’S TRAUM“, David Foster Wallaces „Unendlicher Spaß“, J. J. Abrams‘ „S“ oder Mark Z. Danielewskis experimentalliterarischen Werken. Ich liebe die Herausforderung. Ich würde mich als sehr mutigen Leser bezeichnen. Geht mir bei Musik und bei Filmen/Serien ähnlich.

    7. Das Buch, das Deiner Meinung nach am meisten überschätzt wird?

    Ich kopiere hier einfach mal das hier hin, was ich auch bei Stefan Meschs #blogfragen antwortete: „Der Fänger im Roggen“ von J. D. Salinger. Selten ein langweiligeres, nichtssagenderes, blöderes, deprimierenderes und überbewertetes, nervtötendes Buch gelesen. Und DAS soll zahllose Autoren inspiriert haben? An DAS soll Herrndorfs „tschick“ erinnern? Was soll „Der Fänger im Roggen“ denn bitteschön an sich haben, was so fasziniert? Was tun mir die Bäume leid…

    8. Das Buch, das Du unbedingt noch lesen willst – wenn da einmal Zeit wäre?

    Fast jedes, das noch da liegt. Ganz besonders aber die Studienausgabe von Arno Schmidts „ZETTEL’S TRAUM“ , die mir meine Frau zu meinem 40. Geburtstag geschenkt hat. Ich lechze bereits nach den 1300+ Seiten im ca. DIN A3-Format. Aber ich möchte das Buch in absoluter Ruhe genießen.

    9. Das Buch, das Dir am meisten Angst macht?

    Mir macht kein Buch Angst. Ich bin ein mutiger Leser, sagte ich doch schon. 😉

    10. Das Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest?

    …liegt noch vor mir. Ich würde nämlich zu gern auch einen Roman schreiben. Aber dafür fehlen mir momentan sowohl Zeit als auch Nerv, ebenso die Ruhe.

    Mir hat das Antworten Spaß gemacht.

    Übrigens sind auch Stefan Meschs #blogfragen zum Beantworten und Mitnehmen toll:
    https://stefanmesch.wordpress.com/2015/09/27/blogfragen-fur-buchblogger-15-fragen-zum-mitnehmen-und-beantworten/

    …und die haben mich ebenfalls inspiriert, einen Fragebogen zu entwerfen, der zuweilen noch etwas unbequemer ist:
    http://www.booknerds.de/2015/10/deretwasanderefragebogen/

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    1. Danke Dir für die ausführlichen Antworten! Ich finde es übrigens interessant, wie viele Menschen in der Kindheit und Jugend gar keine Bücher lasen (Clemens J. Setz äußerte dies neulich auch in einem Interview) und dann doch intensive Leser (und andere sogar Schriftsteller) wurden. Was zeigt: Um Leser zu werden, ist es nie zu spät. Witzig finde ich den Einstieg mit Wallraff…den habe ich hier auch noch irgendwo liegen, der gehörte in einer bestimmten Zeit zum „politischen“ Leseinventar.

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  18. Hey, super Fragen…ich fang mal an:
    1. Pipi Langstrumpf
    2. A. J. Cronin: Die Zitadelle
    3. Pipi Langstrumpf
    4. Kann mich nicht erinnern
    5. Puh…wahrscheinlich das Buch, was ich noch nicht gelesen habe, das aber lesenswert ist.
    6. Keins
    7. Die Bibel
    8.Ich lass mich überraschen und habe keine Pläne
    9. Hitlers „Mein Kampf“, obwohl ich es nicht gelesen habe und Angst sicher ein viel zu starkes Gefühl für solch einen zersetzenden, irren Schwachsinn ist. Angst macht „nur“, was draus geworden war….
    10. Keines. Ich male lieber 😉 🙂

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  19. Liebe Birgit, hier meine Antworten (sehe gerade, der Fragebogen ist schon älter. Bin ich ja auch).
    Erstes bewusstes Buch: Emil und die Detektive
    Buch meiner Jugend: Karl May, aber nur die Wildwest-Bände
    Zum Leser machte mich Michael Ende.
    Genau deswegen auch am häufigsten: Die beiden Jim-Knopf-Bände. Mindestens jedes dreimal
    Wichtig? Da gibt es nicht nur eins. Aber auf alle Fälle zählen die Bücher von Oskar Maria Graf dazu
    Respekt? Vor vielen. Aktuell vor einem Sachbuch: „.1946 – das Jahr, in dem die Welt neu entstand“. Autor ist der Ungar Victor Sebestyen. Das Buch beschreibt die Welt im Jahr nach dem Zweiten Weltkrieg. Und es wird einem klar, warum sie heute ist, wie sie ist.
    Überschätzt? All die Bücher, die marktschreierisch als „Das beste Debüt/Buch seit …“ auf den Markt geworfen werden, einen Monat als Stapelware bei Thalia&Co. am Eingang liegen und wenig später für 1,99 bei real,-&Co. verramscht werden.
    Was ich lesen will und werde, lacht mich bereits aus meinem Bücherregal an: Heinrich August Winklers „Geschichte des Westens“. Vier Bände, über 4000 Seiten. Wenn ich mal in Rente bin. Also bald. Oder nie?
    Angst? Können Bücher Angst machen? Ein bisschen mulmig ist mir bei Biographien von Nazis, die mich trotzdem immer wieder anziehen. Besonders aufwühlend: „Der Hinrichter“ über den Blutrichter Roland Freisler. Oder Peter Longerichs Himmler-Biographie. Denn das Böse liegt so nah.
    Was ich gern geschrieben hätte? Ach, ich hab doch so viel geschrieben. Viel zu viel. Aber wenn, dann Harry Potter (hab ich übrigens nie gelesen). Aber du ahnst es schon: natürlich der Knete wegen.
    So, das war’s.
    Liebe Grüße vom Gerald

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