#DBP15: Die Liste der üblichen Verdächtigen?

Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2015.

27 Kommentare

11895959_884559284951570_421085215453187962_nbuchpreis_blogger_buttonJetzt ist sie raus, die Longlist zum Deutschen Buchpreis. Einige bekannte Namen für mich, aber auch viel Neuland. Gelesen habe ich noch keines der Bücher. Höchst erfreut bin ich, Ilija Trojanow auf der Liste zu finden – erst vor wenigen Tagen haben wir hier einen Beitrag über zwei seiner Bücher aktualisiert und aufgerüscht. Vielleicht lag da schon was in der Luft…
Verwundert bin ich, dass der bei „Let`s talk about books“ besprochene Roman „Die Glücklichen“ von Kristina Bilkau nicht auf der langen Liste zu finden ist – nach dem „Bohei“ den es zum Buch in den Feuilletons gab… Mich riss der Roman nicht vom Hocker, eine Besprechung folgt nächstens.
Und was sagt ihr zu dieser Jury-Vorauswahl zum Deutschen Buchpreis?
Welches der Bücher habt ihr schon gelesen? Was wird vermisst?
Die vollständige Liste findet sich beim Kaffeehaussitzer und hier kann man sich informieren, wo man die Longlist-Broschüre mit Leseproben erhält.

27 comments on “#DBP15: Die Liste der üblichen Verdächtigen?”

  1. Für mich ist es eine schöne und spannende Liste, gelesen habe ich noch keins davon, aber Gertraud Klemms „Aberland“ steht schon in den Regalen und nun auf zum Lesen beziehungsweise zum darüber Bloggen und Shortlistenerstellen

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      1. Publikumspreis beim vorigen Bachmannlesen, klein angefangen beim kleinen österreichischen Arovell-Verlag, dann das zweite Buch „Aberland“, das irgendwie von der Frauenbewegung, die ja eigentlich schon vor dreißig Jahren stattfand, eingenommen wurde, die damalige Jury war jedenfalls sehr begeistert und wie man bei der heurigen Vorbachmanndiskussion ja leider sah, hat sich die Diskussion um die Frauenbewegung noch nicht erübrigt..
        Ich verlinke jetzt doch zu meinem „Longlistenstart-Artikel“https://literaturgefluester.wordpress.com/2015/08/19/der-longlistenstart/ da kann man ein paar Links zu ihr finden, zum Beispiel habe ich mit ihr einmal bei der Präsentation der Volksstimmeantohologie „Frauen lesen“ gelesen und einige Bücher sind mir inzwischen versprochen worden, so daß ich in keinen Lesenotstand geraten werde, darunter das PDF von Monique Switters, dem zweiten „Droschl-Buch“ der Liste, das kann ich dann morgen weiterlesen, falls sie mich beim „Thalia“ rausschmeißen werden, wenn ich zu lange an dem elendsdicken „Risiko“ lese, das ich dort schon begonnen habe.

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  2. Hallo Birgit,
    mich wundert es zwar auch, dass Bilkaus „Die Glücklichen“ nicht auf der Liste zu finden ist, aber vielleicht ist die Jury zu einem ähnlichen Schluss gekommen wie du und Tobias 😉
    Ich habe schon 89/90 gelesen und würde diesem Buch schon allein wegen seinem Wendethema eine Chance auf die Shortlist geben. Gewinnen? Eher nicht, da ich nicht glaube, dass schon wieder ein Buch über die Wende gewinnen wird.
    Insgesamt empfinde ich die Mischung sehr ausgewogen und es sind ein paar Titel vertreten, die ich zumindest auf dem Schirm habe, vor allem den RAF-Roman, Aberland und „Bodentiefe Fenster“. Den Rest schaue ich mir in Ruhe mal an.
    Gruß
    Marc

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    1. Lieber Marc,
      was erfreulich ist, ist ja zudem, dass auch einige kleinere Verlag diesmal vertreten sind. Ich bin jetzt erstmal gespannt, was an Leseerfahrungen auf mich zu kommt, über Gewinner spekuliere ich mal noch nicht. Man wird sehen, was die Jury entscheidet.
      Liebe Grüße, Birgit

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  3. Kein „Auerhaus“ von Bov Bjerg, ich bin wahnsinnig enttäuscht! Große Chance vertan. „89/90“ von Peter Richter gelesen und gut befunden. Die Bücher von Lappert, Trojanow und Peltzer liegen noch im SuB und der Riesenwälzer von Setz erscheint ja erst demnächst. Und richtig interessant wird es sowieso erst mit der Short-List…

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  4. Peltzer ist dabei, das ist super, denn für mich ist „Das bessere Leben“ ein Roman, der mindestens auf die kurze Liste muss. Peltzers Roman ist ein Beispiel dafür, dass es durchaus geht, ein zeitgenössisches Thema mit anspruchsvollen Figuren, die auch einen jugendlichen, weltverändernden Hintergrund haben, in einer den Leser herausfordernden Form zu erzählen.Das ist ein Roman, den wir auch in zehn jahren noch einmal in die Hand nehmen.
    Viele Grüße und viel Lesespaß, Claudia

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    1. Liebe Claudia,
      da haben wir wieder eine Übereinstimmung: Nachdem ja nicht alle sieben Buchpreisblogger alle 20 Titel lesen, habe ich mein Fingerchen gleich mal für Peltzer und Trojanow als meine Besprechungswunschbücher erhoben. Mal sehen!

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  5. Ich vermisse Poschenrieder und Ulla Lenze, freue mich aber umso mehr über Kopetzky, Weyand und Zaimoglu. Das Trojanow auf der Liste steht habe ich nicht anders erwartet, alles andere wäre eine Schande gewesen, oder? 😉
    Ich bin sehr gespannt auf deine Meinung zu Peltzer, den ich nun schon zweimal begonnen habe, aber irgendwie scheint es nicht „mein“ Buch zu sein. Ansonsten gefällt mir die Liste außerordentlich gut und ich bin gespannt, welche Titel mich am Ende persönlich begeistern können.

    Ich drücke dir die Daumen für deine Wunschbücher und wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

    Liebe Grüße
    Nina

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    1. Zu dem neuen Poschenrieder-Buch kann ich noch gar nichts sagen, ich hatte noch keine Zeit – aber ich habe inzwischen zumindest „Das Sandkorn“ gelesen und war sehr angetan.
      Mit dem Peltzer stehst Du nicht alleine da – auch Sophie von den Literaturen hat ihn glaube ich abgebrochen, wenn ich das von ihrer Longlist-Zusammenfassung noch richtig im Kopf habe. Ich bin mal gespannt – beim Reinspickeln sprang es mich durchaus an!
      Viele Grüße Birgit

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  6. Liebe Birgit,

    ehrlich gesagt hat es mich schon gewundert, dass „Die Glücklichen“ nicht auf der Longlist steht. Dass dich der Roman nicht vom Hocker gehauen hat, kann ich verstehen. Ich fand ihn aber gerade deshalb so toll, weil er mit unverblümter Wahrheit und ohne jegliches Schamgefühl eine Generation porträtiert hat, in der wir mittendrin stecken und Teil davon sind.

    Auch Dörte Hansens „Altes Land“ gehört meines Erachtens auf die Longlist, weil sie Großartiges geschafft hat. Mit schlichter plattdeutscher Art hat sie eine sehr vielschichtige Geschichte geschaffen, die uns ein Hamburg zu unterschiedlichen Zeiten nahebringt.

    Insgesamt muss ich aber sagen, dass mir die Longlist schon recht gut gefällt. Besser als in vielen Jahren zuvor. Oftmals konnte ich mit den hochtrabenden Kandidaten nichts anfangen. An der „Pfaueninsel“ hab ich mir beispielsweise die Zähne ausgebissen und kann bis heute nicht verstehen, warum es so viele Fans dieses meines Erachtens völlig geschmacklosen Buches gibt.

    Wir warten gespannt auf die Shortlist. 😉

    Liebe Stöbergrüße

    Steffi

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    1. Hallo Steffi,
      „Altes Land“ wird ja von sehr vielen Bloggern gelobt…neugierig bin ich schon, aber das muss jetzt ein Weilchen warten. Ansonsten entkräftet „die Liste“ ja viele der Vorwürfe, die immer kommen (und die trotzdem wieder kommen werden): Zu wenig Gender, zu wenig Indie, zu konventionell, zu viel Wende- oder Nationalsozialismus. Zu den ersten drei Punkten: Kann man nicht mehr wirklich behaupten. Zu den zeitgeschichtlichen Themen: Das sind eben Themen, die unsere Gesellschaft und damit auch die Literatur prägen…

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  7. Worüber ich mich freu ist, dass Wunnicke mit auf die Liste kam. An einen unserer Montage haben wir da hereingelesen und fanden es alle witzig, gut geschrieben, originell, klug und fesselnd. Außerdem ist es klein und fein, und das ist ja auch mal schön. Das werde ich jedenfalls privat erwerben und in Muße ganz lesen. Sonst lassen wir uns erst mal von den Leseproben überaschen.

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