Literarische Orte: Hermann Hesse im Tessin

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Kennst du das auch, dass manchesmal
Inmitten einer lauten Lust,
Bei einem Fest, in einem frohen Saal,
Du plötzlich schweigen und hinweggehen musst?

Ein fotografischer Gastbeitrag von Rose Böttcher.

1919 fand Hermann Hesse für sich einen Rückzugsort: Montagnola im Tessin. Seit einigen Jahren gibt es nahe bei der Casa Camuzzi, in der Hesse bis 1931 lebte, das Museum, das einen guten Eindruck vermittelt von den Tessiner Jahren Hesses. Hier, nach Montagnola, zog er sich zurück, um seine Depression zu bekämpfen oder zumindest mir ihr Leben zu können, hier entstanden auch einige seiner Hauptwerke, so „Narziß und Goldmund“ und „Siddharta“. Und hier lernte er seine engen Freunde Hugo Ball und Emmy Hennings-Ball kennen, trennte sich von seiner ersten Frau Mia, ging eine kurze Ehe mit Ruth Wegner ein, um schließlich bei Ninon Dolbin Halt zu finden.

Trotz literaturtouristischen Trubels (auch Udo Lindenberg und Patti Smith zählten unter anderem zu Besuchern des Museums, wie dieser SPON-Artikel ausführt): Man kann noch immer die Ruhe erahnen, die Hesse hier fand und brauchte. Eine literarische Spurensuche durch Hesses Montagnola stellt die Süddeutsche Zeitung hier vor.

11 comments on “Literarische Orte: Hermann Hesse im Tessin”

      1. In den Keller? geht auch einfacher. Auf der Museumsseite steht es schwarz auf weiß 🙂 : Hermann Hesse bewohnte in Montagnola eine Wohnung in der Casa Camuzzi (1919–1931) und später die Casa Rossa (1931–1962). Beide Häuser befinden sich heute in Privatbesitz.

        1997 ergab sich die Möglichkeit, die zum Gebäudekomplex der Casa Camuzzi gehörende Torre Camuzzi anzumieten, um hier das erste Schweizer Hermann Hesse – Museum einzurichten. Der aus dem Spätmittelalter stammende Turm wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der Familie Camuzzi im neugotischen Stil mit einer mehrgeschossigen Loggia ergänzt und damit in das Ensemble ihrer Palazzo-Anlage integriert.

        1995/1996 baute der Architekt Nicola Losinger die Torre zu einem Wohnhaus um. Es gelang ihm, den Bau im Wesentlichen in den Zustand des ausgehenden 19. Jahrhunderts zurückzuführen und die Torre als einen Teil des historischen Gebäudekomplexes zu erhalten.

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