Die glorreichen Sieben: Die Buchpreisblogger

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29. Juni 2015, 11.00 Uhr: So, jetzt ist es offiziell – zum diesjährigen Deutschen Buchpreis gibt es diesmal eine besondere Aktion: Eine Jury aus Literaturbloggern, „Die Buchpreisblogger“. Oder auch: Die glorreichen Sieben. Die alle in dieser Minute auf ihren jeweiligen Blogs einen Beitrag zum Startschuß resp. „Geburtsstunde“ der Literaturblog-Jury schalten werden.

Als mich Caterina Kirsten vom Blog Schöne Seiten vor einiger Zeit anfragte, ob ich Lust hätte, Teil dieser Jury zu werden, hielten sich bei mir Freude und Erstaunen die Waage: Freude, weil dies ein spannendes (aber auch arbeitsintensives Projekt) wird. Erstaunen, weil die zeitgenössische deutschsprachige Literatur zwar Platz auf meinem Blog findet, aber die weiteren beteiligten Literaturblogger da weitaus informierter und fitter sind als ich. Für mich jedoch ein willkommener Anlass, wieder in das Gegenwärtige einzutauchen, auch den eigenen Lesehorizont um einige Autorinnen und Autoren, deren Werke ich bislang aus Zeitgründen vernachlässigt habe, zu erweitern. Und in so illustrer Gesellschaft macht die gemeinsame Teamarbeit bereits jetzt schon viel Spaß.

Das Projekt findet in Kooperation mit dem Börsenverein der Deutschen Buchhandels Stiftung statt, die heute dazu diese Pressemitteilung veröffentlichte
(hier die Pressemitteilungen des Börsenvereins, hier auf der Seite des Deutschen Buchpreises):

Noch 7 Wochen, dann steht die Longlist des Deutschen Buchpreises 2015. Ab dem 20. August stellen sieben Literaturblogs als „Die Buchpreisblogger“ die nominierten Titel vor. Die Blogger lesen die 20 Bücher der Longlist, stellen sie zur Diskussion, bieten Hintergrundinformationen und kritische Debattenbeiträge. Bereits in den kommenden Wochen stellen sich die Blogger auf der Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises unter www.facebook.com/DeutscherBuchpreis vor.

Zusammengeführt werden die Blogs auf der Facebook-Seite des Deutschen Buchpreises und unter dem Hashtag #dbp15.

Mit dabei sind:

Der Deutsche Buchpreis wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind zudem die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Preisverleihung findet am 12. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Interessierte können die Preisverleihung per Live-Stream unter www.deutscher-buchpreis.de mitverfolgen.

Tja, ich bin jetzt selbst gespannt, welcher Lese- und Schreibmarathon auf „Die Buchpreisblogger“ zukommt. Caterina Kirsten ist für uns die Ansprechpartnerin, die bei Facebook das Projekt und unser buntes Bloggervölkchen koordiniert. Dafür nochmals herzlichen Dank!
buchpreis_blogger_buttonUnd alle, die interessiert an zeitgenössischer Literatur sind, für die kann das Logo, das Jochen Kienbaum entwarf, in nächster Zeit ein guter Leitfaden sein: Sobald das auftaucht, geht es um richtig gute Bücher…so viel ist versprochen!

Veröffentlicht von

Das Literaturblog Sätze&Schätze gibt es seit 2013. Gegründet aus dem Impuls heraus, über Literatur und Bücher zu schreiben und mit anderen zu diskutieren.

42 thoughts on “Die glorreichen Sieben: Die Buchpreisblogger

    1. Das freut uns – wenn ihr alle mitlest und dabei seid, unsere Beiträge kommentiert und Eure Meinung zu den Büchern auf der Longlist kundtut. Und was toll ist, dass sich unter den sieben beteiligten Bloggern bereits schon jede Menge gute Ideen ergeben…

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  1. Wieso Jury? Haben die sieben Einfluß auf die Entscheidung oder können Sie, wie eigentlich jeder andere auch, die Bücher lesen und darüber kommentieren, was ich beispielsweise, auch wieder zu tun vorhabe?

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    1. Jury hab ich das jetzt genannt, man kann auch sagen Projekt – oder „alternative Jury“. Einfluss auf die Entscheidung haben wir nicht – das bleibt der offiziellen Buchpreis-Jury vorbehalten. Allerdings ist das Projekt „Die Buchpreisblogger“ eine offizielle Kooperation mit dem Deutschen Buchpreis 2015. Wir begleiten die Auswahl unabhängig und kritisch, vielleicht finden wir sieben auch einen anderen Favoriten, unsere Meinung – sprich unsere Beiträge – finden auf der Facebook-Seite des Buchpreises ihren Platz. Das heißt: Wir sind in dem Sinne keine Jury, da hast Du recht, aber es ist als Projekt in Kooperation mit dem Buchpreis auch ein wenig mehr als das private Lesen resp. das Bloggen als einzelner Literaturblogger.

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      1. Ich will die Freude an der Auszeichnung keineswegs trüben und gratuliere herzlich, möchte aber davor warnen, die offiziellen Blogger gegen die unabhängigen auszuspielen und würde mich als letztere betrachten, für die das Tolle am Bloggen ist, daß man sich das, über was man schreibt selber aussuchen und organisieren kann und es ist bei entsprechender Motivation warhscheinlich gar nicht so schwierig, sich die Bücher in Buchhandlungen oder bei den Verlagen zu organisieren und wenn man seine Kommentare oder Besprechungen auf die entsprechende Seite verlinkt, hat man auch die Aufmerksamkeit. Die Veranstalter wird es, nehme ich an freuen, wenn sich auch unabhängige oder wilde Blogger an der Aktion beteiligen und ich werde meinen Senf, wie seit sieben Jahren, seit dem ich blogge, sicher ebenfalls verspritzen, obwohl mich meine überlange Leseliste wahrscheinlich hindern wird, die Bücher schon jetzt zu lesen und bin gespannt!

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    1. Liebe Jutta,
      ich bin auch schon gespannt auf die Diskussionen. Und im Hintergrund gibt es bereits eine Fülle von Ideen rund um den Buchpreis. Da zeigen sich die Blogger von ihrer kreativen Powerseite.
      LG Birgit
      PS: Vielleicht sollte ich jetzt auch mal über Visitenkarten nachdenken 🙂

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  2. Den deutschen Buchpreis finde ich wunderbar, weil man einen guten Querschnitt vom Jahr bekommt und weil ich es nett finde, wie es nicht um Deutschland geht, sondern länderübergreifend um die deutsche Sprache. Wir lesen uns bei unseren Vorlesemontagen in der Buchhandlung alljährlich durch die Leseprobenausgabe, was in seiner knappen Form ein guter Ansatz ist, mehr vom Plot weg und zur Sprache hin etwas zu erkennen. Jedenfalls macht es immer Freude, im Verein zu lesen. The more the merrier! Und es ist immer beglückend, wenn über Bücher gesprochen, diskutiert und vielleicht auch mal gestritten wird.

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    1. Liebe Margarete,
      danke für Deinen positiven Worte. Mir gefällt die Idee der Buchpreisblogger eben auch deswegen, weil es eine Art digitaler jour fix der Literatur ist – zwar lesen nicht alle Sieben alle 20 Titel, das wäre nicht zu bewältigen, aber es wird Überschneidungen geben, unterschiedliche Ansichten, ja, sicher auch „Gespräche“ darüber, was das ausmacht: Umgang mit Sprache, mit Inhalt, was ist ein guter Stil, was ist das, ein gutes Buch? Ich freue mich schon sehr…

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  3. Morjen liebe Birgit!
    Tolles Projekt! Gab es so noch nicht ,oder ? Ich freue mich auf viele interessante Buchvorstellungen und die Rezensionen dazu! Sehr spannend! Das Gute daran ist sicher auch,dass Literaturblogger grundsätzlich stärker in den Focus geraten und einmal mehr „beweisen“ können,was sie leisten.Viel Freude und Ausdauer Euch allen! Viele liebe Grüße,Päddra

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    1. Liebe Petra,
      doch, wie bei Mara zu lesen ist, gab es das vor zwei Jahren mal in kleinerer Form und letztes Jahr unter „Fünf lesen“. Neu ist glaube ich die engere Anbindung an den Börsenverein. Und wie du schreibst: Das ist nicht nur eine tolle Sache für die sieben Buchpreisblogger, sondern eben auch für die „Szene“ an sich: Die Literaturblogger sind dabei, da werden noch mehr Menschen mitbekommen, dass es hier im Netz eine ganz gute Literaturszene gibt…

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  4. Ach, wenn die Liste nur aus einem Buch bestehen würde, von überschaubarer Zahl an Seiten und großzügig ausgedruckt im Platze, so käme ich wahrscheinlich auch dazu, bis zum Termine die Liste zu lesen und zu goutieren oder kritisieren. Allein, ich schleiche wie eh und je eine Schnecke durch die Literatur und könnte höchstens, gleich beginnend zur Longlist 2024 Vernünftiges von mir geben, bis zum übernächsten Jahr.

    Ganz gut aufgehoben fühle ich mich also bei den sieben keinesfalls Zwergen sondern Riesen. Herzlichen Glückwunsch

    Freundlichst
    Herr Hund

    P.S. der gerade das letzte Buch aus der longus listus 15 v. Chr. (wie die anderen) zurückgelegt hat. Zu viel Latein

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