Treibt keinen Unfug mit der Sprache!

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Bild: Rose Böttcher

Immer, wenn wir Kinder eine halsbrecherische Aktion durchführten, ermahnte uns die Großmutter „Treibt keinen Unfug!“. Das war mitunter lästig.

Heute vermisse ich die großmütterlichen Ermahnungen. Unfug treiben – das hat trotz des gestrengen Untertones so etwas Warmes, Zärtliches, Zugewandtes. Heute rufen die Mamas am Sandkasten ihren Kevins und Jacquelines zu: „Bau keinen Scheiß, du Göre!“. Kein Vergleich.

Meine Großmutter war eine Kaltmamsell. Mit ihr starb nicht nur dieser Berufsstand, sondern auch so manches Wort. Ein Gabelfrühstück hätte es bei ihr vielleicht noch gegeben, aber niemals einen Brunch. Das waren für sie Fisimatenten.

Als echte Fischbein-Korsettträgerin mit Atombusen war sie gegen jegliches Bratkartoffelverhältnis, wilde Ehen oder ähnlichen Firlefanz. Sie hätte dazu ihren Gesichtserker gerümpft, die Betonfrisur noch weiter geglättet, die Protagonisten indigniert inspiziert und gesagt: „Macht keinen Unfug!“

Wie eine Hetäre und Haubitze wäre sie gegen alles vorgegangen, was sie nur im Geringsten hätte inkommodieren können: Mumpitz, Larifari, Humbug, ihre heilige Wort-Trias.

Diese pfundige Matrone sonderte niemals Absonderliches ab. Insbesondere bezog sie Stellung gegen vorehelichen Umgang. Mit manchem Pomadenkopf und Eintänzer lieferte sie sich wortgewaltige Scharmützel. Und wäre mein Vater kein rechter Schlingel und Schlawiner gewesen, der die Fregatte umschiffte, so hätte meine Mutter als Blaustrumpf ihr Ende gefunden. Und ich hätte diesen Text nie schreiben können, da es mich schlicht und einfach nicht gegeben hätte.

Wer jetzt meint, der ganze Text ist der reine Unfug, dem gebe ich gerne Recht. Aber man beachte: Er ist aus Wörtern geschrieben, die allmählich sterben. Ja, es gibt sie, die vom Aussterben bedrohten Wörter, die auf der Roten Liste stehen. Jahr für Jahr begräbt der Duden weitere (zum Beispiel den Füssilier) und kein Aufschrei geht durchs Land. Auch mit Unfug wird bald Schluss sein.

Wenn da nicht dieser heroische Mann wäre: Bodo Mrozek.

Er sammelt die bedrohten Worte, hegt und pflegt sie und bewahrt sie vor dem Aussterben. Ihr Naturschutzgebiet befindet sich angemessen zwischen Buchdeckeln: „Im Lexikon der bedrohten Wörter“. Man sollte Bodo Mrozek dafür einen Preis geben, mindestens den Bundeswortverdienstorden.

Und jeder von uns kann helfen. Mit einem Wort. Eine Wortpatenschaft übernehmen. Wer Wörter retten will, der melde bedrohte Worte an Herrn Mrozek: http://www.bedrohte-woerter.de/

Denn man kann zwar mit allem Unfug treiben, aber mit der Sprache bitte nicht.

Und welche ausgestorbenen Worte habt ihr noch im Gedächtnis?

69 comments on “Treibt keinen Unfug mit der Sprache!”

  1. Herrlich 🙂

    Mir fällt der gute alte Heiermann ein, den gibt es leider heute nicht mehr und wer kennt noch den Bandsalat 😀

    Die Wuchtbrumme wünscht einen schönen Tag *lachmichschlapp*

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  2. Ich konnte vor kurzem einen Jungkollegen mit dem Wort „Trietschler“ (alternativ „Drietchler“; einer, der für alles zu lang braucht) entzücken, weiß aber nicht, ob der Unfug offiziell (noch) im Duden steht ;-)))
    Schöne Aktion, by the Way, my Dear ! 😉
    Viele Grüße,
    Gerhard

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      1. Soso, jetzt wären’s wieder wir Musikleute… Und jetzt kann ich’s noch nicht mal komplett von der Hand weisen, Fuck (bzw, „Zefix“ zur Vermeidung der Anglizismen….) !!! ;-)))) Beim nächsten Mal verwende ich statt Slowcore Tritschlergeschrammel, dann versteht’s keiner mehr, hähä… ;-)))))

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  3. Liebe Birgit,
    eine schöne Sammlung wunderbarer Worte hast Du uns da gezeigt. Man sollte viel häufiger, so wie Du es in Deinem tollen Beitrag gemacht hast, immer mal wieder solche schönen Wörter in wichtig-offizielle Texte hineinmogeln. Das ist bestimmt ein großer Spaß. – Mir fällt zu dem Thema noch das „Buch der ausgewanderte Wörter“ ein, das von Jutta Limbach herausgegeben ist. Da gibt es ja weit mehr Wörter als der „KIndergarten“. Schön ist zum Beispiel die in das Niederländische ausgewanderte Schwalbe – als Fachbegriff für das vorgetäuschte Foul. Dazu habe ich jetzt auf die Schnelle nicht so eine schöne Seite gefunden wie für die ausgestorbenen Wörter, aber immerhin ein kleines Online-Glossar der SZ: http://www.sueddeutsche.de/panorama/kleines-glossar-ausgewanderte-woerter-1.680010
    Viele Grüße vom Tisch des Amtsschimmels, Claudia

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    1. Liebe Claudia,
      danke zu Hinweis auf Jutta Limbach und den Link zur SZ…auch eine Fundgrube. Das mit dem Unterbringung schöner Worte in offizielle Texte haben ein Kollege und ich mal aus Spaß in meiner ersten Zeitungsredaktion, in der ich arbeitete, gemacht. Wir hatten einen freien Mitarbeiter, der immer unsere Formulierungen „klaute“ – sprich ganze Sätze plagiierte. Wir, mein Kollege und ich, nahmen uns dann aus Jux ein Wort der Woche vor, z.B. „instistieren“, „echauffieren“, etc., das wir in unsere Artikel schmuggelten – es dauerte gewöhnlich zwei, drei Tage, dann fanden wir es auch in den Manuskripten des Freien, gewöhnlich aber völlig falsch verwendet. Ein persönliches Highlight (dazu sei gesagt: das war auf dem Land, nicht in Cannes oder so) war die „V.I.P.-Lounge“ – wir hatten schon Schwierigenkeiten, das selbst in einem Artikel richtig unterzubringen, aber er brachte den Clou: „Und der Bürgermeister begrüßte die vollgefüllte „FiP-Launge“. 🙂

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      1. Hihihi, das ist ja mal so richtig gut! Ich kann mir sehr gut vorstellen, was für einen mordsmäßigen Spaß Ihr gehabt habt. Das ist ja eine Geschichte, von der man noch im Altersheim den Urenkeln erzählen kann (die womöglich über einen selbst merkwürdige Geschichten im Internet, bzw. dem dann angesagten Medium, verbreiten und womöglich erzählen, man hätte mal das Wort „Unfug“ benutzt….). Fahre nun sehr gut gelaunt in meine Schule :-).

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    2. Liebes graues Sofa,
      vielen Dank für deinen Linktipp, eine köstlich Sammlung!

      Apropos ausgewanderte Wörter: in Russland haben sich jede Menge Begriffe aus dem Deutschen eingebürgert. Alltägliche Begriffe wie zum Beispiel фартух (fartuch), was Schürze bedeutet und vom Wort Vortuch oder Fürtuch abgeleitet ist, wie diese Schutzkleider bei uns noch im 15. Jahrhundert genannt wurden.
      Oder рарикмахер also Parückenmacher, das noch immer gebräuchlich ist für Friseur. Oder шлагбаум (Schlagbaum) damit ist eine Schranke gemeint.
      Irgendwann habe ich in einem Film das Wort лох (Loch) für Looser gehört. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber scheint es da einen Zusammenhang zu einem Schimpfwort zu haben? Oder beschreibt das Wort einfach das Gefühl, man ist in einem Loch, man kommt nicht raus aus der Versagerlaufbahn. Weiß jemand vielleicht mehr darüber?

      Ich glaube, die Sammlung ließe sich noch weiter fortführen….

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  4. Ich sehe sie vor mir, die laut „Mumpitz!“ rufende Fregatte und lache in mich hinein. Herrlich geschrieben! Mein Opa sagte immer Docke zu meiner Puppe und Loten zu verwuschelten Haaren. Das sind aber, so glaube ich, regionale Begriffe, ich höre sie auch nur noch selten. Viele Grüße!

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  5. Wunderbar..
    Die Fisimatenten meiner Oma habe ich noch genau im Ohr, ebenso ihren Standardsatz, wenn mal nicht alles so lief, wie sie es wollte, dargeboten mit herrlich schlesischem Einschlag:
    „So ist es dann, das schwäre Lebän in der Wieste..“
    Viele Grüße und danke für den Beitrag,
    Jens

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    1. Das merke ich mir, mit dem schwären Lebän in der Wieste. Ich kenne großväterlicherseits was ähnliches als allgemeine Lebensaussage, geprägt von der süddeutschen Herkunft: „So isches halt em Schwarzwald, wenn oinr pfuarzt, dann krachts halt.“

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  6. Hach, eines meiner Lieblingsthemen!

    Unfug hieß bei uns Kokolores. „Schon wieder Kinkerlitzchen!“, grollte der Gatte, wenn die Frau mal wieder etwas Unnützes zum Rumstehen gekauft hat. Oder auch „Killefitt.“
    Blümchenkaffee gab es – so dünn, dass man das Blumendekor am Tassenboden sehen konnte. Den guten Bohnenkaffee sowieso nur am Sonntag als Filterkaffee, unter der Woche gab es Muckefuck, das koffeinfreie Gerstengetränk. Man stelle sich vor: heute bei starbucks einen Muckefuck to go zu bestellen … 🙂
    Wenn Besuch kam, schlief der in der Besucherritze oder auf dem dem Kanapee in der Küche, mit der Schlummerrolle unterm Kopf. Das schon erwähnte Bratkartoffelverhältnis hatte man gern mit dem Schlafburschen – der hatte das Ehebett nur tagsüber gemietet, weil er Nachtschicht hatte.

    Ich glaube, Kaltmamsells … mamsellen gibt es noch – in ganz feinen Hotels. Die sind für die Canapés zuständig, die kleinen Appetithäppchen.
    LG

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    1. Kennt einer einen Schloof? Oder eine Transuse? Dussel gibt’s auch noch. „Goldig!“ ruft man heute auch nicht mehr unbedingt aus, wenn man ein drolliges Kerlchen sieht. Da fällt mir noch ein: Ach Gottchen, sagt Lottchen. Ach du grüne Neune! Meiner Seel!

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  7. Von wegen Unfug treiben: Meine Mutter stöhnte einmal, ich kann mich ganz genau erinnern, ich war so irgendwo zwischen 8 und 10 Jahre alt, völlig kapitulierend aus: ‚Mach doch was du willst!‘ Während ich spürte, wie durch diese Anordnung links und rechts die Leitplanken auf einen Schlag eingezogen wurden, die bislang Ordnung und Moral aufrecht hielten und mich in der Gemeinschaft der zivilisierten Kinder zwischen 8 und 10 Jahren festhielten, besaß ich auf einmal alle Freiheiten, zu tun und zu lassen was ich wollte und ich wusste plötzlich garnichtmehr, wie ich diese ungeahnten Möglichkeiten am besten in vollen Zügen auskosten sollte. Ich trieb also weiter meinen Unfung so gut ich es vermochte, aber irgendwie fühlte es sich ganz profan an, es hatte seinen Reiz gänzlich verloren. Und nachdem dies in mir hochgestiegen war, wurde ich für die Zeit, in der die Leitplanken eingezogen waren, der bravste 8 bis 10jährige im Umkreis von mindestens fünf Kilometern.

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  8. „Fisimatenten“ und „Schisslaweng“ vermisse ich mitunter sehr – das waren auch großmütterliche Lieblingswörter. Begriffen, die wegen Veralterung aus Duden und Alltagsgebrauch verschwinden, trauere ich in der Regel nicht allzu sehr hinterher – das verbuche ich ohne viel Wehmut unter Sprachentwicklung. Ihr Zuhause sind denn nun die Archive und Bibliotheksaltbestände – oder sie finden, Dank Herrn Mrozek und Anderen, in lexikalischen Gemeinschaftsheimen zusammen. Solange sich Begrifflichkeiten zeitbedingt ändern, hat man´s mit einem natürlichen Vorgang zu tun – sehr schade finde ich dagegen die mit dem aktuellen Wandel einhergehende Tendenz, dass unser Vokabular an Differenziertheit verliert. Bestes Beispiel dafür ist das das berühmt-berüchtigte „Ticket“, das auf gleich mehreren Ebenen einen Vokabel-Kahlschlag ausgelöst hat: „Ticket“ ersetzt gleichzeitig „Fahrschein“, „Eintrittskarte“, „Strafzettel“, „Lottoschein“, „Kurkarte“ und wer-weiß-was noch alles. Das hat nichts damit zu tun, dass hier ein aggressiver Anglizismus eingefallen wäre, vielmehr zeigt sich da ein Mechanismus, der überflüssiges Wort-Styling und sprachliche Faulheit an die Stelle von (offenbar als umständlich empfundener) sprachlicher Vielschichtigkeit setzt. Zurück zu den aussterbenden Wörtern: Ich finde besonders schade, wenn lokal verbreitete Wörter verloren gehen, weil dieses Verlorengehen meist undokumentiert und somit restlos verläuft. Mundarten begegnet man seit einiger Zeit wieder mit neuer Sympathie, doch das kommt für die Rettung des mundartlichen Sprachschatzes vielleicht bereits zu spät. Beispielsweise finde ich es prinzipiell ja ganz nett, wenn Lokalzeitungen oder Radiosender Plattdeutsch-Sparten aufmachen. Gleichzeitig sträube ich mich dagegen, dass da ein glattgebügeltes Einheitsplatt dargeboten wird, das lokale Eigenarten – und eben diese machen das Authentische einer Mundart aus – nicht einbindet. Wenn hier alle verschwunden sein werden, die aus dem aktiven Sprachgebrauch heraus noch wissen, dass man einen Hund hier „Tewe“ nennt, was andernorts im Platt keine Verwendung findet, wird der „Tewe“ wohl spurlos aussterben.
    Übrigens: Herrlich, Deine Beschreibung Deiner Großmutter. Meine füllte mit ihrer walkürenhaften Statur einige Quadratmeter Kittelschürzenstoff und hatte ebenfalls einen sehr strengen Blick fürs Anständige 😉

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    1. Also ich trauere solchen Worten schon ein wenig hinterher, weil eben nichts Besseres (Ticket) nachkommt. Und da ist auch der Bogen zum Dialekt – beispielsweise wie herrlich man im Bayerischen schimpfen kann (meine kittelbeschürzte Großmutter kam aus Niederbayern) bzw. konnte – und wenn ich dann heute höre, welche Schimpfworte Kinder nutzen (Behindi oder so ähnlich), dann empfinde ich das als viel schlimmer im Sprachgebrauch – obwohl sicher die Dialektflucherei schon recht derb war. Aber es gehen eben Vielfalt sowohl in Hinsicht auf einen differenzierten Sprachgebrauch als auch in Hinsicht auf den Dialekt verloren. Daher fände ich es schon schön, wenn man sich nicht nur damit abfindet, dass die ausgestorbenen Wörter in so einem Sprachmuseum landen…:-)

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  9. Tofter Beitrag! Hier ein paar frisch geklaute aus dem oben genannten „Lexikon der bedrohten Wörter“:
    – Eingriff
    – Schlüpfer
    – Bonanzarad
    – Bückware
    😀
    Mich dünkt, jetzt müssten aber langsam die Grillettas fertig sein….Adios und gegrüßt

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      1. Na ja, ich glaube, viele junge Leute kennen weder Wagner noch Walküren. Oder haben nur eine diffuse Vorstellung davon. Insofern: verbreiten! – Obwohl das gerade bei Wagner ja auch durchaus kritisch gesehen werden darf. 😉

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  10. „Hanebüchen“ ist ein Wort, das ist ziemlich häufig verwende. Aber das tun irgendwie nicht mehr sehr viele. „Kinkerlitzchen“, „Firlefanz“ und gerne mal der korrekte Gebrauch des Konjunktivs 😉

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  11. Jetzt musste ich den ganzen Tag überlegen, bis mir das Wort wieder einfiel… 🙂
    *Augenziger“ für das Zeug, was man sich am Morgen aus den Augen reibt…
    *Schüttstein* mag ich eigentlich auch noch, sagten wir zum Küchenwaschbecken…
    Ach ja, schöner Beitrag, danke!

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  12. An dieser Stelle möchte ich einem Kollegen gedenken, welcher sich jüngst völlig alkoholisiert in meinen Hausflur erbrach (ganz zum Vergnügen meiner Nachbarn), der jedoch, wenn er nüchtern ist, statt dem augenblicklich virulenten „nice“ immer und vollends authentisch mit dem Wort „großartig“ seiner Begeisterung Ausdruck verleiht! 🙂

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  13. Liebe Birgit ,
    gerade fand ich eines, da mußte ich selber erst mal nachsuchen Pelerine,dann habe ich noch Perron und Staubmantel und Vertiko gefunden , und gestern fand ich zufällig Schallplatte, da wurde mir erklärt , das würden die Teenager gar nicht mehr wissen, was das denn wohl sein könnte;-)
    Liebe Grüße Wortgestoeber

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    1. Hallo Wortgestöber,
      da passt dann zur Schallplatte auch die Floppy-Disk: Wörter, die mit den Dingen verschwinden.
      Vertiko, Hollywood-Schaukel, etc…Da könnte man eine eigene Abteilung Gebäude und Möbel machen.
      Viele Grüße, Birgit

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      1. und das Transistorradio – stieß gestern noch auf ein schmuckes Lichtbild aus den Fünfzigern mit einem gelangweilten Pärchen beim Sonnenbaden, er hatte besagtes Radio zwischen Ohr und Schulter geklemmt, wie es sich gehört.

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      2. Das erinnert wirklich an die 50er…aber kommt vielleicht wieder, alles Retro? Wie der Nierentisch, die Tütenschirmlampe und das Zigarettendosen- und Zahnstocherset auf dem Platzdeckchen…

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      1. 🙂
        wobei mir der Ein- oder Zweitänzer schon behagen würde. Suchen wir uns doch etwas aus, das es noch gibt, Matrone kommt nicht in Frage… ist Müßiggang eigentlich noch zu gebräuchlich? Den würde ich nämlich jetzt gern übernehmen 🙂

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      1. Gar intrinsisch!
        Wo wir schon bei Lehn- und Fremdwörtern sind: Viele jiddische gehen auch verloren, seit es kaum noch jüdisches Leben im deutschsprachigen Raum gibt.

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      2. Danke … das ist ein wichtiger Hinweis. Ja, einige jiddische Wörter hatten auch in meinem Geburtsort – im Gegensatz zur jüdischen Bevölkerung (ein wenig steht hier: https://saetzeundschaetze.com/2013/10/28/carl-laemmle-der-judische-hollywood-pionier-aus-wurttemberg/) überlebt. So gehörte zum Sprachgebrauch meiner Kindheit noch: „Der hat chuzpe“. Wenn ich Schule schwänzte, war mir dabei nicht ganz „koscher“. Und ich hatte „Bammel“ – kommt auch aus dem Jiddischen. All das geht mehr und mehr auch verloren – der Geist dieser Sprache, ihr Witz. Ein empfehlenswertes Buch dazu – das Du wahrscheinlich schon kennst – zu diesem speziellen Sprachgeistwitz ist die Tante Jolesch von Friedrich Torberg.

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