#VerschämteLektüren

Es gibt sie, die Bücher von zweifelhaftem literarischen Wert, von denen man sich aber nicht trennen mag. Blogger bekennen sich zu ihren „Verschämten Lektüren“.

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Bild: Birgit Böllinger

Meist spricht man ja über die guten, herausragenden Bücher, die man gelesen hat. Aber was ist mit den literarisch unterirdischen Werken, die man verschämt in der hintersten Ecke des Regals versteckt und von denen man sich dennoch nicht trennen mag? Weil man irgendeine Art sentimentaler Beziehung dazu hat? Oder weil man ausgerechnet dieses liebste schlechteste Buch der Welt dennoch irgendwie gut findet?
Ein wenig geoutet mit meinem Hang zu Schmonzetten habe ich mich selbst bereits schon mit meiner Kategorie des „Flutschbuches“: „Love Story“ beispielsweise ist nicht wirklich gut geschrieben. Und doch mag ich die Schmonzette: http://saetzeundschaetze.com/…/flutschbuch-2-erich-segal-l…/

Und wie sieht es bei Euch aus? Wer bekennt sich zu #VerschämteLektüren? Über zahlreiche Beiträge aus der Bloggerwelt würde ich mich freuen für meine neue Kategorie auf www.saetzeundschaetze.com. Also, fasst Euch ein Herz! Und sendet doch Euer „Outing“ an b.boellinger@gmx.de.

PS: Das Bild ist nur ein Füller und sagt nichts aus über die Qualität der abgebildeten Werke. Ich habe eigens auf Sachbücher zurückgegriffen, da diese auf meinem Blog seltenst qualifiziert besprochen werden. Ähnlichkeiten mit existierenden Werken etc. pp.

57 comments on “#VerschämteLektüren”

    1. Das schlechteste Lieblingsbuch Ihrer Wahl – ich hätte ja nie gedacht, dass Sie in dem Zusammenhang an T. Mann denken! Freue mich auf einen Herrn Hund Beitrag, der bestimmt spitzenmäßig wird!

  1. Liebe Birgit,
    ich muss ja trotzdem auf Dein Bücherbild schauen. Und habe dann gleich einmal eine Frage: Dürfen wir usn auch eine Besprechung von Dir wünschen? Ich würde nämlich wirklich gerne lesen, was sich hinter dem viel versprechenden Titel „Einführung in das therapeutische Zaubern“ verbirgt. Obwohl – „So gelingt Familie“ hört sich auch gut an… Nein, wenn ich mich entscheiden muss, dann doch lieber das therapeutische Zaubern. Bitte, liebe Birgit (siehst Du meine großen Rehaugen?!), bitte, bitte erzähle uns, was es mit dem Zaubern auf sich hat!
    Viele schrecklich neugierige Grüße, Claudia

    1. Liebe Claudia,
      leider nützen die Rehaugen diesmal gar, gar nichts! Diese Bücher stehen im Regal einer Anverwandten und werden tatsächlich arbeitsmäßig eingesetzt…und selbst wenn es mich in den Fingern jucken würde, kein Wort schreib ich und verrate ich über therapeutische Zaubereien 🙂

    2. Auch mir ist „Die Einführung in das therapeutische Zaubern“ als erstes ins Auge gestochen und ich schließe mich der eindringlichen Bitte ebenso eindringlich an. leider konnte ich nicht alle anderen Buchtitel erkennen, obwohl ich mir extra meine Brille geholt habe (die ich sonst eigentlich verstecke, als wenn ich sie gar nicht hätte – so wie ich es auch mit meinen „schlechten Büchern“ mache 🙂 )

      Herzliche Grüße,
      Birgit

      1. Liebe Birgit,
        nein,nein,nein, ihr kriegt mich nicht klein. Die Zaubertricks werden nicht enthüllt bzw. therapiert. Da bleibe ich standhaft. Und ihr müsst das einsehen, weil, wie ein anderer Buchtitel da lautet: „Das Kind erziehen, ohne es zu tyrannisieren“. LG Birgit

  2. Viele schlechteste Lieblingsbücher habe ich, kann ich jetzt nicht aufzählen. Umso lieber schaue ich immer am Ende der wunderbaren Lesezeichen-Sendung im BR-Fernsehen, die heute Abend wieder kommt, die Antworten der kurzinterviewten Leute auf die Frage, welches Buch sie fast ungelesen in die Ecke gepfeffert haben! Natürlich drückt man sich gepflegter aus…
    Gruß von einer Vielleserin

    1. Muss ich mal wieder BR gucken…wobei es oftmals die ganz dicken Dinger sind, die mich wütend machen und zu Pfeffer-Aktionen treiben, weil ich mir nicht erlaube, sie rechtzeitig abzubrechen, in der Hoffnung, es wird noch was…dazu kommt bald mal ein Beitrag über dicke Dinger. Grüße zurück von einer anderen Vielleserin.

  3. Interessant. Ich würde ähnlich wie Sie wahrscheinlich erst einmal unter meinen Knutschbüchern gucken … Es gab ein Buch, das ich in Australien las: „Firebird“. Es war eine tränenreiche Romanze, die ich nie wieder gelesen habe, aber wegen des sentimentalen Wertes (ich las es auf einer Düne mit Blick übers Meer vor Westaustralien und hatte die letzten Wochen meiner fünfmonatigen Reise vor mir), habe ich es immer noch im Bücherschrank. Vielleicht sollte ich es tatsächlich noch einmal lesen und mich nach zwölf vergangenen Jahren fragen, ob es im Bücherschrank bleiben kann…

  4. Danke für diese Anregung, mal wieder auch in die unteren Regale zu schauen! Mein schlechtestes Lieblingsbuch habe ich dabei nicht gefunden. Wenn Bücher schlecht waren, habe ich sie meistens nicht zuende gelesen und weggelegt. Es gibt einen uralten China-Reiseführer von 1985, der in einer Zeit entstand, als jeder, der mal ein paar Wochen in China verbrachte, meinte, er müsse ein Buch darüber schreiben. Das Buch habe ich gleich als schlecht erkannt, aber wundersamerweise befindet es sich immer noch in meinem Bücherregal. Alte Lieblingsbücher, die ich schon lange nicht mehr angesehen habe, sind meine Karl May-Bücher. Aber die kann man ja nicht als schlecht bezeichnen. Schwierig, aber gut mal drüber nachzudenken!
    LG Ulrike

    1. Liebe Ulrike,
      bei Reiseführern kann ich mir gut vorstellen, dass es da viel M…t gibt, fachunkundig und schlampig recherchiert.Das fällt jemanden wie Dir, der ein Land sehr gut kennt, natürlich sofort auf. Mir würde es jedoch eher um Bücher gehen, die man – obwohl sie „literarisch“ nicht zur Spitze gehören (schlecht ist ja ein relativer Begriff) – trotzdem schätzt, aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht wirst Du ja noch fündig…LG Birgit

      1. Bin gespannt, für was sich die anderen ‚entschieden‘ haben. Hab‘ Dich mal gerade mit dem Beitrag verlinkt, vielleicht macht ja jemand noch von meinen Leuten mit.

  5. Hier hätte ich eins, was mir an Mühsal alles abverlangte, mit dem ich mich über ein Jahr lang hinquälte: Jonathan Lethems „Chronic City“. Bis heute habe ich keinen wirklich plausiblen Grund, warum ich es dann doch zuende las. Außer, dass ich amerikanische Literatur und britische Literatur der deutschen allemal vorziehe, immer und immer. Im Nachhinein kann ich nicht einmal mehr fundierte Kritik daran üben, weil alles im Orkus des Vergessens gelandet ist.

    Liebe Grüße

    Achim

    1. Lieber Achim,
      „Chronic City“ ist eines der Bücher, bei dem ich nicht mal das Durchquälen geschafft habe, ich habs einfach abgebrochen (was mir selten passiert). Warum, habe ich inzwischen auch vergessen – aber ich kann es auch nicht mehr rekonstruieren, da das Buch nicht mehr bei mir behaust ist. Aber solche literarischen Quäler, von denen man nicht lassen kann, kenne ich auch zur Genüge…Viele Grüße, Birgit

      1. 🙂 An dieser Stelle fühle ich mich wie eine dieser Schulstreberinnen damals, die, als das Wichtigste just gesagt war, immer noch mit wedelndem Meldearm dasaßen um dem Lehrpersonal noch einmal nachdrücklich zu versichern, dass sie auch was wissen: „Chronic City – das wollte ich AUCH gerade sagen!“

      2. Fatal bei mir: Ich halte durch, gegen jede Vernunft, gegen meinen ganzen literarischen Geschmack. Es ist zum Heulen, denn die Lektürezeit ist ja bemessen und Zeit für die Perlen bleibt ein knappes Gut.

      1. „kriegst“ im Sinne von: Er wird über mich kommen und mich verzaubern – oder: Ich bekomme es geschenkt – was ja nun keine recht furchteinflößende Drohung wäre ;-)))

      2. Ich weiß gar nicht, warum Ihr Euch so am therapeutischen Zaubern aufhängt. Claudia hat damit angefangen. Da sage ich nur: Therapeutisches Stricken: http://www.stitchlinks.com/ – ich stelle mich der Dame der therapeutic knitting scene als Autorin zur Verfügung und DasgraueSofa und ihr weiteren Lästerschwestern dürft es dann wohlwollend besprechen. Das ist jetzt wirklich eine Drohung 🙂

      3. Wenn ich es richtig sehe (wofür allerdings gerade nicht allzu viel spricht), bin ich also einer doppelten Drohung ausgesetzt – zumindest, wenn mir nichts einfällt. Und das mir, wo ich immer dafür plädiere, Druck aus der Sache zu lassen. Aber gut, geht ja schon auch um was Wichtiges … Sehr herzliche Grüße!

      4. Liebe Jutta,
        Du siehst das nicht richtig. Da ist doch kein Druck dabei. Soll doch Spaß machen. Und zur Entspannung legen wir eine Runde therapeutisches Stricken ein 🙂

      5. Ich denke ja schon nach … Wahrscheinlich bringt es mich noch um die Nachtruhe … Es gab übrigens so etwas Ähnliches mal unter der Rubrik „Unwürdige Lektüren“ in der Literaturzeitschrift „Wortlaut“ (heisst die so?!)

    1. Hi, es ist so gedacht: Wer sich etwas ausführlicher äußern will, als es meist in den Kommentaren üblich ist – und vielleicht auch ein Bild beisteuern will, der schickt mir einen Beitrag per Email, der dann in der Reihe erscheint. Zu spät für Peinlichkeiten ist es nie 🙂 Schau einfach, ob Du Lust hast, mal eine Deiner „verschämten Lektüren“ ausführlicher vorzustellen – was, warum, wieso und überhaupt das Buch für Dich was war.

  6. Liebe Birgit, ich habe es ein bisschen anders gemacht mit deinen Verschämten Lektüren. Willst du den Inhalt bei Interesse deinerseits zu „Firebird“ dennoch noch einmal geschickt haben? Nur die Bilder würde ich dann weglassen, weil die relativ groß und ich zu faul zum Verkleinern usw. bin. 🙂

      1. Ja, rebloggen ist auch OK. Wusste nicht, wie du es lieber hast. Und es ist nur eines von mehreren solcher Bücherregale: Tatsächlich gibt es in einem anderen Raum noch einmal ein paar Reihen Knutschbücher, zu denen ich eher stehe 😉

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